Aroundtown Aktie: Goldman stuft auf Sell ab und senkt Kursziel auf 1,30 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman Sachs stuft Aroundtown von Neutral auf Sell herab.
- Das Kursziel sinkt von 1,80 auf 1,30 Euro.
- Als Risiko nennt Analyst Jonathan Kownator weiter steigende Finanzierungskosten und sinkende EPS-Prognosen für 2026 bis 2028.
- Die Aroundtown-Aktie notiert am 12. Oktober um 10:51 Uhr bei 1,438 Euro und liegt damit 1,37 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Abstufung trifft Aktie nahe Mehrjahrestief
Die Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs verschärft den Druck auf Aroundtown. Im frühen Handel verlor die Aktie zeitweise 2,4 Prozent und fiel auf rund 1,44 Euro. Damit erreichte sie den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren. Zum späteren Kursstand von 1,438 Euro betrug das Tagesminus 1,37 Prozent; seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 45,86 Prozent.
Finanzierungskosten belasten den Ausblick
Analyst Jonathan Kownator begründet die Herabstufung mit der Sorge, dass höhere Finanzierungskosten den Gewinn stärker belasten könnten. Goldman Sachs erwartet nun sinkende Gewinne je Aktie (EPS) in den Jahren 2026 bis 2028. Zudem rechnet der Analyst mit einem Rückgang des Zinsdeckungsgrads (ICR) auf etwa 2,2 bis 2030. Das Kursziel wurde von 1,80 auf 1,30 Euro gesenkt.
Analysten-Einordnung: Die Abstufung richtet den Blick auf die Finanzierungssensibilität des Immobilienkonzerns: Steigen die Kosten für Fremdkapital weiter, kann das den für Zinszahlungen verfügbaren Ertrag und damit den Spielraum für Investitionen belasten. Ein ICR von rund 2,2 wäre ein wichtiger Beobachtungspunkt, ist für sich allein aber keine Aussage über eine unmittelbar drohende Covenant-Verletzung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Zinsentwicklung auch Aroundtowns Refinanzierungskosten und die Entwicklung des operativen Ergebnisses entscheidend bleiben.
Kursziel liegt unter dem aktuellen Kurs
Mit 1,30 Euro liegt das neue Kursziel unter der aktuellen Notierung. Es handelt sich um die Einschätzung des genannten Analysten und nicht um eine gesicherte Prognose für den Aktienkurs. Die starke bisherige Jahresabwertung zeigt zugleich, dass der Markt die Risiken bereits deutlich einpreist; weitere Belastungen könnten dennoch entstehen, falls sich die Finanzierungsperspektive verschlechtert.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Entwicklung sind vor allem die tatsächlichen Finanzierungskosten, die Refinanzierungsbedingungen und die Gewinnentwicklung maßgeblich. Neue Unternehmenszahlen könnten zeigen, ob sich die von Goldman Sachs erwartete EPS-Schwäche bestätigt. Konkrete Termine für die nächste Veröffentlichung liegen in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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