Arm Holdings ADR Aktie: Umsatzplus von 27 Prozent reicht Anlegern nicht

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Arm steigerte den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um 27 Prozent auf 1,44 Milliarden US-Dollar.
  2. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,52 US-Dollar übertraf die Analystenerwartung von 0,48 US-Dollar.
  3. Für das laufende Quartal stellt Arm 1,54 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,56 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht.
  4. Goldman Sachs bekräftigte die Verkaufsempfehlung und das Kursziel von 160 US-Dollar; die ADR gab am 4. November deutlich nach.

Marktanalyse & Details

Starkes Umsatzwachstum, aber schwächerer ausgewiesener Gewinn

Die Erlöse von Arm Holdings kletterten im zweiten Geschäftsquartal auf 1,44 Milliarden US-Dollar. Damit lag der Chipdesigner über den Markterwartungen von 1,38 Milliarden US-Dollar. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 52 Cent die Prognose von 48 Cent.

Beim ausgewiesenen Gewinn fiel das Bild weniger positiv aus: Arm meldete 130 Millionen US-Dollar beziehungsweise 12 Cent je Aktie, verglichen mit 238 Millionen US-Dollar und 22 Cent im Vorjahresquartal. Der Abstand zwischen bereinigtem und ausgewiesenem Ergebnis ist für Anleger wichtig, weil der bereinigte Wert bestimmte Einmaleffekte ausklammert.

KI-Nachfrage stützt Ausblick, Lizenzumsätze bleiben uneinheitlich

Für das dritte Geschäftsquartal erwartet Arm einen Umsatz von 1,54 Milliarden US-Dollar, mit einer Bandbreite von plus oder minus 50 Millionen US-Dollar. Die Prognose liegt leicht über der Markterwartung von 1,52 Milliarden. Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt das Unternehmen 56 Cent, plus oder minus 4 Cent, in Aussicht; der Konsens liegt bei 55 Cent.

Die Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz trägt das Wachstum über Cloud, Endgeräte und autonome Systeme hinweg. Arm zufolge verdoppelten sich die Rechenzentrums-Royalties gegenüber dem Vorjahr. Zugleich hob Goldman Sachs hervor, dass stärkere Lizenzumsätze von deutlich niedrigeren Royalties ausgeglichen wurden. Das macht die Zusammensetzung des Wachstums zu einem zentralen Punkt für die weitere Bewertung.

Arm-Management zeigte sich zuversichtlicher, eine Kundennachfrage von bis zu 2 Milliarden US-Dollar für AGI-CPUs bedienen zu können. Wie viel davon tatsächlich in Umsatz mündet, hängt laut Goldman unter anderem von der Verfügbarkeit der Lieferungen ab. Weitere offene Fragen betreffen eine Erholung des Smartphone-Markts und den Ausblick für die Royalties im Geschäftsjahr 2027.

Goldman bleibt vorsichtig – Aktie fällt trotz Prognose über Konsens

Goldman-Sachs-Analyst James Schneider bestätigte seine Verkaufseinstufung und das Kursziel von 160 US-Dollar. Er erwartet, dass sich die Aktie nach den über den Markterwartungen liegenden Umsatz- und Gewinnprognosen zunächst in einer Handelsspanne bewegt. Am 4. November notierte die ADR bei 164,80 Euro und lag damit 12,62 Prozent im Minus.

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass KI und Rechenzentren das Geschäft kräftig anschieben, aber die Schwäche bei den Royalties und die Abhängigkeit von verfügbaren Lieferkapazitäten den positiven Eindruck begrenzen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Ein übertroffener Quartalskonsens allein reicht nicht als Beleg für dauerhaft beschleunigtes Wachstum. Entscheidend werden konkrete Hinweise zur AGI-CPU-Auslieferung sowie zur Stabilisierung der Smartphone-Royalties sein.

Fazit & Ausblick

Arms Prognose für das dritte Quartal liegt leicht über den Erwartungen, doch die Marktreaktion signalisiert Zweifel an der Qualität und Nachhaltigkeit des Wachstums. Bei der nächsten Telefonkonferenz stehen voraussichtlich die Lieferfähigkeit für AGI-CPUs, die Entwicklung des Smartphone-Markts und der Royalties-Ausblick für 2027 im Mittelpunkt. Eine zeitliche Prognose für eine Erholung der Royalties oder zusätzliche Details zum AGI-Umsatz nannte Arm in den vorliegenden Angaben nicht.

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