argenx Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel nach Sjögren-Studienflop
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Deutsche Bank Research senkte am 12. Oktober das argenx-Kursziel von 925 auf 850 Euro und bestätigte „Hold“.
- Auslöser der jüngsten Neubewertung ist der Abbruch einer Phase-III-Studie mit Efgartigimod SC beim Sjögren-Syndrom.
- DZ Bank reduzierte ihr Kursziel auf 861 Euro, hält aber an „Kaufen“ fest; Bernstein sieht mit 955 Euro weiterhin Aufwärtspotenzial.
- Der Phase-II-Kandidat FB102 erreichte bei Zöliakie das wichtigste Studienziel und soll in Phase III weiterentwickelt werden.
Marktanalyse & Details
Kursziele sinken, Einschätzungen gehen auseinander
Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel für argenx auf 850 Euro von zuvor 925 Euro und bestätigte die Einstufung „Hold“. Bereits am 9. Oktober hatte die DZ Bank ihren fairen Wert von 929 auf 861 Euro zurückgenommen, blieb jedoch bei „Kaufen“. Bernstein reduzierte das Ziel von 986 auf 955 Euro und bestätigte „Outperform“.
Die unterschiedlichen Bewertungen zeigen, dass Analysten den Rückschlag unterschiedlich stark gewichten: Die Zielpreise wurden zwar jeweils gesenkt, doch DZ Bank und Bernstein sehen weiterhin eine positive Perspektive. Die argenx-Aktie notierte am 12. Oktober um 08:31 Uhr bei 728,60 Euro und lag an diesem Tag 0,9 Prozent im Minus.
Studienabbruch verschärft die Frage nach neuen Wachstumstreibern
Arg en x stoppte die fortgeschrittene Phase-III-Studie zu Efgartigimod SC beim Sjögren-Syndrom nach einer Zwischenanalyse. Dem Unternehmen zufolge ließ sich das primäre Studienziel voraussichtlich nicht erreichen. Untersucht werden sollte, ob sich die Krankheitsaktivität nach 48 Wochen stärker verringerte als unter Placebo.
Der Rückschlag betrifft ein Forschungsprojekt, macht aber zugleich die Abhängigkeit vom bestehenden Geschäft deutlich: Argenx erzielt derzeit nahezu den gesamten Umsatz mit Efgartigimod Alfa zur Behandlung von Myasthenia gravis. Einen möglichen Gegenpol bietet FB102: Der Wirkstoffkandidat erreichte in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Zöliakie das wichtigste Ziel. Argenx plant, ihn in Phase III weiterzuentwickeln.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Studienabbruch die Erwartungen an die Pipeline und die Diversifizierung des Geschäfts belastet, nicht aber automatisch die Einschätzung des etablierten Myasthenia-gravis-Geschäfts verändert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der kommerziellen Entwicklung von Efgartigimod Alfa vor allem die nächsten klinischen Daten zu FB102 an Bedeutung gewinnen. Die gesenkten Kursziele spiegeln größere Vorsicht wider; die weiter positiven Einstufungen zeigen zugleich, dass die Analysten den Rückschlag nicht einheitlich als grundlegende Neubewertung des Unternehmens ansehen.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die weitere Entwicklung von FB102 und die Wachstumsperspektiven des bestehenden Efgartigimod-Geschäfts. Der gescheiterte Sjögren-Versuch erhöht den Druck, zusätzliche tragfähige Wachstumstreiber aufzubauen. Ein konkreter nächster Unternehmenstermin geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
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