Archer Daniels Mid Aktie: JPMorgan stuft nach Kursrückgang auf Neutral hoch
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- JPMorgan hebt Archer Daniels Midland von Underweight auf Neutral an; das Kursziel bleibt bei 75 US-Dollar.
- Der Analyst verweist auf den jüngsten Kursrückgang von 7 Prozent trotz übertroffener Q3-EPS-Schätzung und angehobener Jahresprognose.
- ADM meldete für das dritte Quartal ein bereinigtes EPS von 1,77 US-Dollar und erwartet 2026 nun 5,50 bis 5,80 US-Dollar je Aktie.
- JPMorgan sieht Chancen im Agrar- und Biokraftstoffgeschäft, weist aber auf gemischte Ergebnisqualität und eine vorsichtige Perspektive für 2027 hin.
Marktanalyse & Details
JPMorgan nimmt die negative Einstufung zurück
JPMorgan-Analyst Thomas Palmer hat die Aktie von Archer Daniels Midland auf Neutral von zuvor Underweight hochgestuft. Das Kursziel bleibt unverändert bei 75 US-Dollar. Ausschlaggebend für die Neubewertung ist laut Palmer die Schwäche der Aktie bei zugleich weiterhin günstigen Rahmenbedingungen in Teilen des Agrarproduktgeschäfts. Nach den jüngsten Quartalsergebnissen war der Kurs um 7 Prozent gefallen.
Starkes EPS, aber unterschiedliche Signale
ADM erzielte im dritten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,77 US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,60 US-Dollar. Der Umsatz lag mit 22,34 Milliarden US-Dollar dagegen unter der Prognose von 23,27 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 147 Millionen auf 821 Millionen US-Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 hob das Unternehmen die Prognose für das bereinigte EPS auf 5,50 bis 5,80 US-Dollar an; zuvor hatte ADM 5,15 bis 5,60 US-Dollar in Aussicht gestellt. Palmer merkt an, dass die Anhebung geringer ausfiel als von manchen Marktteilnehmern erwartet. Zudem seien der EPS-Überraschung unter anderem ein Versicherungseffekt und der Zeitpunkt der Verbuchung von Steuergutschriften zugutegekommen.
Operative Treiber und offene Fragen
JPMorgan sieht insbesondere im Segment Agricultural Services & Oilseeds Anzeichen für einen Aufschwung. US-Sojabohnenlieferungen nach China könnten das Geschäft stützen; auch die Entwicklung der Biokraftstoffvorgaben in den USA und Brasilien ist für Nachfrage und Verarbeitungsmargen relevant. Zugleich nennt der Analyst Unsicherheiten bei US-Ausnahmen für kleine Raffinerien und bei der Umsetzung der brasilianischen B16-Regelung. Die Steuergutschriften aus dem US-Programm 45Z könnten laut seiner Einschätzung in diesem Jahr rund 350 Millionen US-Dollar beitragen.
Analysten-Einordnung: Die Hochstufung ist keine positive Neubewertung der gesamten Ertragslage, sondern vor allem eine Reaktion auf den Kursrückgang bei weiterhin tragfähigem Branchenumfeld. Dies deutet darauf hin, dass JPMorgan nach dem Rücksetzer ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Risiken und Chancen sieht, ohne die Unsicherheiten auszublenden: Palmer verweist auf eine gemischte Qualität des Quartalsergebnisses und darauf, dass ADM für 2027 zunächst ein weitgehend stabiles EPS signalisiert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die operative Perspektive in Agrarverarbeitung und Biokraftstoffen gegen mögliche Gegenwinde bei Margen und Ergebnisbeiträgen abgewogen werden muss.
Fazit & Ausblick
Mit der Einstufung Neutral nimmt JPMorgan den klar negativen Bewertungsstandpunkt zurück, bestätigt aber das Kursziel von 75 US-Dollar. Für die weitere Einschätzung dürften die Umsetzung der angehobenen 2026-Prognose, die Margenentwicklung bei Ölsaaten und Biokraftstoffen sowie konkretere Aussagen zu 2027 entscheidend sein. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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