Applied Materials Aktie: Citi warnt vor Komponentenengpässen vor SEMICON West
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Vor der SEMICON West vom 13. bis 15. Oktober rückt die Verfügbarkeit von Komponenten für Chipfertigungsanlagen in den Fokus.
- Citi hält an ihrer Prognose für Wafer-Fertigungsanlagen-Investitionen von 163 Milliarden US-Dollar 2026, 224 Milliarden 2027 und 286 Milliarden 2028 fest.
- Engpässe bei DRAM, Kondensatoren, Leiterplatten und optischen Komponenten könnten die Auslieferung von Anlagen verzögern.
- Applied Materials bereitet sich darauf vor, seine vierteljährliche Produktionsmenge bis 2028 ungefähr zu verdoppeln.
Marktanalyse & Details
Kapazitätsausbau trifft auf knappe Bauteile
Die SEMICON West in San Francisco findet vom 13. bis 15. Oktober statt. Im Vorfeld gilt die Lieferfähigkeit von Komponenten als entscheidendes Thema für Hersteller von Anlagen zur Waferfertigung. Die erwarteten Investitionen der Branche bleiben hoch: Citi hält an ihrer Prognose von 163 Milliarden US-Dollar für 2026, 224 Milliarden für 2027 und 286 Milliarden für 2028 fest. Zugleich warnt die Bank davor, die Erwartungen weiter anzuheben, solange die Lieferketten nicht ausreichend vorbereitet sind.
Knapp sind demnach unter anderem DRAM-Speicher, Kondensatoren, Leiterplatten und optische Komponenten. Gerade bei komplexen Fertigungsanlagen kann ein einzelnes fehlendes Bauteil die Fertigstellung oder Auslieferung verzögern. Als besondere Risiken gelten optische Komponenten und EUV-Bauteile mit langen Lieferzeiten.
Applied Materials baut die Produktionsfähigkeit aus
Applied Materials bereitet sich darauf vor, bis 2028 ungefähr die doppelte aktuelle Quartalsproduktion zu erreichen. Das Unternehmen gibt Zulieferern nach den vorliegenden Angaben einen Nachfrageausblick über acht Quartale. Auch Lam Research beschleunigt eine weitere Erweiterung in Malaysia; KLA hat in Zulieferkapazitäten investiert und sich die Versorgung mit wichtigen optischen Komponenten bis 2029 und 2030 gesichert.
Die Branche ist damit besser aufgestellt als während der Engpässe von 2020 bis 2022. Damals verlängerten sich Lieferzeiten für Anlagen von ungefähr drei bis sechs Monaten auf zwölf bis 18 Monate oder mehr; bei einzelnen Systemen dauerten sie bis zu zwei Jahre. Eine vollständige Absicherung ist wegen der Komplexität der Maschinen dennoch nicht gewährleistet.
Kostendruck durch knappe Speicher
Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Speicherkomponenten belastet zusätzlich die Bruttomargen der Anlagenbauer. Der geschätzte Gegenwind ist laut Citi von rund 75 Basispunkten auf etwas mehr als 100 Basispunkte gestiegen. Damit geht es nicht nur um mögliche Verzögerungen bei der Produktion, sondern auch um die Kostenwirkung knapper Bauteile.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus hohen Investitionsprognosen und Lieferengpässen spricht für eine starke Nachfrage, aber nicht automatisch für reibungslose Umsätze bei den Ausrüstern. Für Applied Materials ist der geplante Kapazitätsausbau ein Puffer, doch der Engpass kann sich auf einzelne kritische Zulieferteile verlagern. Dies deutet darauf hin, dass Anleger neben den langfristigen Ausgabenzahlen auch auf Lieferzeiten, Produktionshochlauf und Margenentwicklung achten sollten.
Fazit & Ausblick
Die SEMICON West vom 13. bis 15. Oktober dürfte die Aufmerksamkeit auf die Belastbarkeit der Lieferketten lenken. Die langfristige Investitionsperspektive bleibt laut Citi konstruktiv, während Komponentenknappheit kurzfristig Auslieferungen und Bruttomargen unter Druck setzen kann. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Kapazitätserweiterungen der Hersteller und Zulieferer mit dem erwarteten Nachfragewachstum Schritt halten.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.