Apple könnte Basis-iPhone 18 auf 2027 verschieben – Foldable rückt ins Zentrum
Kurzüberblick
- Apple dürfte beim Herbstevent am 9. September das iPhone 18 Pro, Pro Max und das erste faltbare iPhone vorstellen.
- Das Standard-iPhone 18 und das iPhone 18 Air könnten erst im ersten Quartal 2027 erscheinen.
- Das faltbare iPhone Ultra soll voraussichtlich mehr als 2.000 US-Dollar kosten und Apples Premiumstrategie stärken.
- Für CEO John Ternus werden der Produktstart und die neue Siri zum ersten großen Test; die Apple-Aktie liegt seit Jahresbeginn 17,1 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Apple staffelt den iPhone-18-Start
Apple richtet den bevorstehenden Produktzyklus offenbar stärker auf hochpreisige Geräte aus. Erwartet werden das iPhone 18 Pro und Pro Max sowie ein faltbares Modell, das vorläufig den Namen iPhone Ultra tragen könnte. Das Gerät soll sich wie ein Pass ausklappen lassen und je nach Speicherausstattung mehr als 2.000 US-Dollar, möglicherweise sogar rund 3.000 US-Dollar, kosten.
Das Standardmodell und das iPhone 18 Air könnten dagegen erst im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen. Bis dahin sollen das iPhone 17 und das iPhone 17 Air die günstigeren Preisbereiche abdecken. Als Gründe für den gestaffelten Start gelten Engpässe bei Prozessoren und Speicher sowie höhere Kosten durch die starke Nachfrage nach Komponenten für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.
- Für die Pro-Modelle werden unter anderem ein A20-Chip, eine variable Blende der Hauptkamera und ein von Apple entwickeltes Modem erwartet.
- Das Foldable könnte zunächst nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar sein, da Apple besonders hohe Anforderungen an Scharnier, Displayfalte und Haltbarkeit stellt.
- Die Pro-Modelle könnten rund 200 US-Dollar teurer werden als ihre Vorgänger, sofern sich die bisherigen Markterwartungen bestätigen.
Premiumstrategie trifft auf vorsichtige Stückzahlplanung
Eine aktuelle Marktschätzung rechnet für 2026 mit rund 246 Millionen verkauften iPhones, was einem Wachstum von etwa 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für das zweite Halbjahr werden 61,8 Millionen iPhone-18-Geräte erwartet. Diese Zahlen liegen unter einer früheren Produktionsplanung von 264 Millionen Geräten im Gesamtjahr und 81 Millionen Geräten für das zweite Halbjahr. Für das faltbare iPhone werden 7,5 Millionen Einheiten im zweiten Halbjahr 2026 und weitere 4 Millionen im ersten Quartal 2027 in Aussicht gestellt. Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Apple-Prognose.
Die Apple-Aktie notierte am 8. September bei 271,90 Euro und bewegte sich an diesem Tag nicht. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 17,1 Prozent zu Buche. Damit ist ein Teil der positiven Erwartungen an den neuen Produktzyklus bereits im Kurs berücksichtigt.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Apple beim iPhone 18 bewusst den durchschnittlichen Verkaufspreis und den Umsatz je Gerät vor das reine Stückzahlwachstum stellt. Das Foldable kann als exklusives Schaufensterprodukt Aufmerksamkeit und Margenpotenzial schaffen, dürfte wegen des hohen Preises aber zunächst nur einen kleinen Teil des Gesamtmarktes erreichen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Erfolg weniger an einem massiven Absatzsprung als an der Nachfrage nach den Pro-Modellen, der Lieferfähigkeit des Foldables und der Stabilität der Bruttomarge gemessen werden sollte. Eine verschobene Basisversion erhöht zugleich das Risiko, dass Apple kurzfristig Marktanteile im günstigeren Segment verliert.
Siri wird zur zweiten Bewährungsprobe
Neben der Hardware steht Apples künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Die überarbeitete Siri soll Informationen aus Nachrichten, E-Mails und Fotos zusammenführen und mehrstufige Aufgaben in verschiedenen Apps ausführen. Nach den bisherigen Verzögerungen muss Apple nun zeigen, dass die Funktionen zuverlässig arbeiten und regelmäßig verbessert werden können.
Zusätzliche Risiken entstehen durch die regionale Verfügbarkeit. Nach Einschätzungen aus dem Markt könnte die neue Siri in China erst deutlich später, möglicherweise bis 2028, freigegeben werden. In Europa könnte der Start zunächst wegen regulatorischer Auseinandersetzungen ausbleiben. Das würde die Reichweite der neuen Funktionen begrenzen und den Nachweis erschweren, dass Apple bei künstlicher Intelligenz wieder zu den führenden Plattformen aufschließt.
Fazit & Ausblick
Der Apple-Event am 9. September dürfte den weiteren Kurs des Unternehmens stärker prägen als ein gewöhnliches iPhone-Upgrade. Entscheidend werden der tatsächliche Preis des Foldables, die Produktionskapazität, die Nachfrage nach den Pro-Modellen und die Funktionsfähigkeit der neuen Siri sein. Anleger sollten außerdem beobachten, ob Apple nach dem hochpreisigen Start die erwartete Dynamik im Frühjahr 2027 mit dem Standard-iPhone 18 und dem Air-Modell aufrechterhalten kann.
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