Apple Aktie: Umsatz soll im vierten Quartal um rund 11 Prozent steigen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Apple veröffentlicht am 2. November die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026.
- Der Marktkonsens erwartet 113,2 Milliarden US-Dollar Umsatz – rund 10,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Speicherchipkosten, Lieferengpässe und Wechselkurse könnten die Gewinnentwicklung bremsen.
- Goldman Sachs hat sein Kursziel für die Apple-Aktie auf 390 US-Dollar angehoben.
Marktanalyse & Details
Erwartungen an Umsatz und Gewinn
Apple legt am 2. November seine Ergebnisse für das am 26. September beendete vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten rechnen laut den vorliegenden Konsensdaten mit einem Umsatz von 113,2 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Plus von 10,73 Prozent zum Vorjahresquartal. Beim Gewinn je Aktie liegt die Erwartung bei 1,982 US-Dollar, ein Zuwachs von 11,87 Prozent. Der Non-GAAP-EBIT wird mit 34,45 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Die Messlatte ist damit höher als vor einem Jahr: Im dritten Quartal hatte Apple den Umsatz um 16 Prozent auf 109,417 Milliarden US-Dollar und den Nettogewinn um 27 Prozent auf 29,789 Milliarden US-Dollar gesteigert. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 2,02 US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich das iPhone-Geschäft mit 54,252 Milliarden US-Dollar Umsatz; die Services-Erlöse erreichten 30,739 Milliarden US-Dollar.
iPhone-Nachfrage trifft auf Kosten- und Lieferdruck
Im Septemberquartal dürften iPhone 18 und das faltbare iPhone Duo erst teilweise zum Umsatz beigetragen haben. Neue Geräte kamen Anfang September auf den Markt, sodass ihre Verkäufe nur einen begrenzten Teil des Quartals abdecken. Die volle Wirkung wird deshalb eher im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres sichtbar. Hohe Nachfrage könnte durch knappe Liefermengen begrenzt werden; zugleich könnten höhere Preise bei Pro-Modellen und beim Duo den durchschnittlichen Verkaufspreis stützen.
Auf der Kostenseite stehen steigende Speicherchippreise und Engpässe bei fortschrittlichen Fertigungskapazitäten. Zusätzlich könnten Wechselkurse das Umsatzwachstum um etwa 2,5 Prozentpunkte drücken. Der Services-Bereich gilt als stabilisierender Faktor: Für das Quartal wird ein Wachstum von rund 10 Prozent erwartet, getragen unter anderem von iCloud+, AppleCare+ und Abonnementangeboten. Zugleich scheint das Wachstum im App Store nachzulassen.
Neuer CEO und Analysten-Einordnung
Der Konferenztermin am 2. November um 17 Uhr US-Ostküstenzeit ist der erste Ergebnisauftritt von John Ternus als Apple-Chef. Neben den Zahlen dürfte deshalb auch der Ausblick auf neue Produkte und die strategische Ausrichtung Aufmerksamkeit erhalten. Goldman Sachs hob sein Kursziel für die Apple-Aktie auf 390 US-Dollar an; eine konkrete Begründung oder Rating-Einstufung liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
Analysten-Einordnung: Die Umsatzprognose signalisiert, dass die Nachfrage nach iPhones und Services trotz Währungs- und Lieferhürden robust bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch einen gleich starken Gewinnzuwachs: Höhere Speicherpreise und begrenzte Komponentenverfügbarkeit können die Margen belasten. Entscheidend werden daher neben Umsatz und EPS auch Apples Aussagen zu Bruttomarge, Lieferfähigkeit und zur Nachfrage nach dem iPhone Duo sein.
Fazit & Ausblick
Am 2. November stehen die Quartalszahlen und der erste Earnings Call von John Ternus als CEO im Mittelpunkt. Ein Umsatzwachstum von rund 11 Prozent wäre solide, doch für die Reaktion der Apple-Aktie dürfte maßgeblich sein, ob Apple die Kostenbelastungen auffangen und einen überzeugenden Ausblick auf das wichtige erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 geben kann.
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