Apple Aktie: Ternus muss sich erstmals steigenden Speicherkosten stellen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Apple-Chef John Ternus stellt sich am 2. November erstmals einem Earnings Call als CEO.
- Analysten erwarten für das Septemberquartal knapp 11 Prozent mehr Umsatz, aber nur rund 6 Prozent Gewinnwachstum.
- Höhere Preise für Speicherchips könnten das Gewinnwachstum auf den schwächsten Wert seit sechs Quartalen drücken.
- Im Fokus stehen zudem die Feiertagsprognose, Apples KI-Strategie und der Start des faltbaren iPhone Duo.
Marktanalyse & Details
Erster Ergebnistest für den neuen CEO
John Ternus, der im September Tim Cook als Apple-Chef abgelöst hat, leitet am Montag, 2. November, erstmals eine Ergebnispräsentation des Konzerns. Für Anleger zählt dabei nicht nur der Rückblick auf das vierte Geschäftsquartal, das Ende September abgeschlossen wurde. Entscheidend dürfte sein, welchen Ausblick Apple für das wichtige Weihnachtsquartal gibt – und wie Ternus die steigenden Kosten und die jüngsten Produktstarts einordnet.
Für das Quartal von Juli bis September rechnen Analysten mit einem Umsatz von 113,39 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 29,04 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Umsatzplus von knapp 11 Prozent, aber nur etwa 6 Prozent mehr Gewinn. Die Prognosen sind Erwartungen des Marktes, keine von Apple bestätigten Ergebnisse.
Speicherpreise setzen den Gewinn unter Druck
Die Kosten für Speicherchips steigen deutlich. Das trifft Apple zu einem Zeitpunkt, an dem die Analysten trotz höherer Erlöse mit einer nachlassenden Gewinnentwicklung rechnen. Für das iPhone werden im Septemberquartal Einnahmen von 56,54 Milliarden Dollar erwartet, rund 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Diensten liegt die Schätzung bei 31,56 Milliarden Dollar, ein Wachstum von knapp 10 Prozent – das langsamste seit mehr als drei Jahren.
Analysten-Einordnung: Die Prognosen deuten auf eine mögliche Entkopplung von Umsatz- und Gewinnwachstum hin: Neue Geräte und eine starke iPhone-Nachfrage können den Erlös stützen, während höhere Bauteilkosten die Profitabilität belasten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Nachfrage auch Apples Fähigkeit zur Kostenkontrolle und die Margenwirkung der Produktstarts wichtig sind. Ein Umsatzplus allein wäre deshalb kein ausreichender Maßstab für die Qualität des Quartals.
KI, Dienste und neue Geräte im Blick
Beim Earnings Call dürfte Ternus auch Fragen zur künstlichen Intelligenz und zur überarbeiteten Siri beantworten. Investoren wollen unter anderem wissen, ob Apple externe KI-Angebote über den App Store einbinden und an daraus entstehenden Geschäften mitverdienen kann. Das Thema reicht über die Geräte hinaus: Die Entwicklung der KI-Angebote könnte auch beeinflussen, wie attraktiv Apples Dienste und Ökosystem bleiben.
Die neuen iPhone-18-Pro-Modelle liefern nur einen kurzen Beitrag zu den Septemberzahlen. Das faltbare iPhone Duo kam erst am 23. Oktober auf den Markt und fällt damit in das Weihnachtsquartal. Vorbestellungen waren rasch ausverkauft; zugleich gab es Berichte über Risse und Linien am inneren Display, worauf Apple Ersatzgeräte anbot. Die Nachfrage dürfte damit auf eine begrenzte Verfügbarkeit treffen.
Fazit & Ausblick
Der Auftritt von Ternus am 2. November ist für die Apple-Aktie vor allem ein Test seiner Kommunikation zu Kosten, KI und Weihnachtsgeschäft. Die Marktreaktion dürfte davon abhängen, ob Apples Ausblick die erwartete Nachfrage nach neuen Geräten bestätigt und zugleich erkennen lässt, wie stark die Speicherpreise auf den Gewinn durchschlagen. Belastbare Aussagen zur tatsächlichen Entwicklung liefern erst die veröffentlichten Quartalszahlen und die anschließende Prognose des Unternehmens.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.