Apple Aktie: Hohe Speicherchipkosten drücken auf den Margenausblick

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Apple erzielte im vierten Geschäftsquartal 114,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und übertraf damit die Markterwartungen.
  2. Die Bruttomarge lag bei 47,9 Prozent; für das laufende Quartal stellt Apple nur noch 45 bis 46 Prozent in Aussicht.
  3. Teurere Speicherchips und der Ausbau von Siri belasten die Kosten, während sich das Wachstum der Services verlangsamt.
  4. Die Apple Aktie notierte am 3. November um 16:45 Uhr bei 294,05 Euro und lag 2,76 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Umsatzplus reicht nicht gegen Margensorgen

Apple meldete für das am September beendete vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von 114,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 2,10 US-Dollar. Beide Werte lagen über den Erwartungen. An der Börse überwog jedoch die Sorge, dass steigende Speicherchippreise die Profitabilität im wichtigen Weihnachtsquartal stärker belasten als bislang angenommen.

Die Bruttomarge betrug im Schlussquartal 47,9 Prozent und lag damit unter dem Wert des Vorquartals. Für das laufende Quartal erwartet Apple eine Spanne von 45 bis 46 Prozent. Die Markterwartung lag bei rund 47 Prozent. Zusätzlich zu den Speicherpreisen wirken sich Kosten für den Ausbau des Sprachassistenten Siri aus.

Services wachsen langsamer

Auch das Dienstleistungsgeschäft liefert weniger Wachstum als zuvor. Der Umsatz der Services-Sparte erreichte im vierten Quartal zwar mit 31,57 Milliarden US-Dollar einen Höchststand, legte aber um 9,8 Prozent zu. Im Vorquartal hatte das Wachstum noch 12,1 Prozent betragen. Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem Plus von 8 bis 9 Prozent und bleibt damit hinter den Erwartungen von rund 12 Prozent zurück. Auch bei Wearables, Home und Zubehör fiel der Umsatz schwächer als erhofft aus.

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine wichtige Spannung: Die Nachfrage nach Apples Produkten stützt den Umsatz, doch steigende Komponenten- und Entwicklungskosten schmälern den Ertrag je Umsatzdollar. Dies deutet darauf hin, dass ein starker iPhone-Erneuerungszyklus allein kurzfristig nicht ausreicht, um die Margenerwartungen zu sichern. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben dem Absatz besonders die Stabilisierung der Speicherpreise und die Monetarisierung von Siri entscheidend werden. Eine positive Einschätzung des iPhone-Zyklus steht zudem einem schwächeren Ausblick für Services gegenüber.

Die Aktie gab im Handel am Dienstag nach. Der in Euro ausgewiesene Kurs lag laut den vorliegenden Marktdaten bei 294,05 Euro, ein Tagesminus von 2,76 Prozent. Seit Jahresbeginn blieb die Entwicklung mit einem Plus von 26,64 Prozent dennoch positiv.

Fazit & Ausblick

Im laufenden Quartal stehen Apples Margen unter Druck: Die eigene Prognose bleibt wegen hoher Speicherchipkosten und zusätzlicher Siri-Aufwendungen hinter den Markterwartungen zurück. Für die weitere Bewertung der Aktie wird wichtig, ob sich diese Kostenbelastung abschwächt und das Services-Wachstum wieder anzieht. Einen konkreten Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.

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