Amgen Aktie: Prognose steigt nach starkem Quartal, Repatha treibt Wachstum
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Amgen steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 um 8 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar.
- Der Konzern hob seine Jahresziele erneut an und erwartet 38,9 bis 39,7 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- Repatha legte um 37 Prozent zu; zugleich belastete der Biosimilar-Wettbewerb Prolia und XGEVA.
- Goldman erhöhte das Kursziel auf 536 US-Dollar und bestätigte „Buy“, JPMorgan setzt 425 US-Dollar und „Neutral“ an.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal und höhere Jahresziele
Amgen erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 10,4 Milliarden US-Dollar, 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg auf 3,864 Milliarden US-Dollar nach 3,216 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn erreichte 3,7 Milliarden US-Dollar und lag damit nahezu 50 Prozent höher. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 6,45 US-Dollar die Erwartungen; im Vorjahr hatte er 14 Prozent niedriger gelegen.
Für das Gesamtjahr rechnet der US-Biotechnologiekonzern nun mit Erlösen von 38,9 bis 39,7 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 22,90 bis 23,70 US-Dollar. Die Umsatzspanne entspricht in ihrer Mitte einem Wachstum von rund 7 Prozent. Die höhere Prognose signalisiert, dass Amgen die Dynamik aus dem Quartal in die Jahresplanung einfließen lässt.
Repatha wächst, Biosimilar-Konkurrenz belastet
Besonders stark entwickelte sich der Cholesterinsenker Repatha: Sein Umsatz stieg um 37 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden US-Dollar. Auch das Osteoporosemittel Evenity wuchs deutlich und setzte 751 Millionen US-Dollar um, 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt verzeichneten 17 Amgen-Medikamente zweistellige Wachstumsraten.
Das Wachstum ist jedoch nicht über das gesamte Portfolio verteilt. Der Umsatz mit Prolia sank wegen globaler Biosimilar-Konkurrenz um 45 Prozent auf 632 Millionen US-Dollar. Auch das verwandte Präparat XGEVA verlor im Quartal 47 Prozent. Der freie Cashflow ging von 4,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 3,7 Milliarden zurück. Amgen führte den Rückgang vor allem auf Veränderungen beim Working Capital zurück; im Vorjahreszeitraum hatten der Zeitpunkt von Rückerstattungen und Zahlungseingängen den Cashflow begünstigt.
Analysten und Aktienkurs
Goldman hob sein Kursziel von 481 auf 536 US-Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung. JPMorgan erhöhte das Ziel von 350 auf 425 US-Dollar, blieb aber bei „Neutral“. Nach den Quartalszahlen hatte die Aktie im nachbörslichen Handel zunächst nachgegeben. Am 4. November notierte sie an der Lang & Schwarz Exchange um 12:49 Uhr bei 412,95 Euro und lag damit 2,16 Prozent im Plus.
Analysten-Einordnung: Die angehobene Prognose und das kräftige Wachstum von Repatha und Evenity stützen die Wachstumserzählung bei Amgen. Gleichzeitig zeigen die starken Rückgänge bei Prolia und XGEVA, dass Biosimilar-Wettbewerb etablierte Umsatzquellen rasch unter Druck setzen kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird, ob die wachsenden Produkte solche Erosionen dauerhaft ausgleichen und zugleich die Cashflow-Entwicklung stabil bleibt.
Fazit & Ausblick
Amgen geht mit höheren Jahreszielen und einer starken Nachfrage nach mehreren Wachstumsprodukten in die nächsten Quartale. Die Prognose ist ein positives Signal, doch die Entwicklung bei Prolia und XGEVA bleibt ein wesentlicher Gegenpol. Im Fokus stehen deshalb die nächsten Umsatzberichte zu den Wachstumstreibern und die Fähigkeit des Konzerns, den Biosimilar-Druck im Portfolio abzufedern.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.