Amgen Aktie: Konzern hebt Jahresprognose nach starkem Quartal erneut an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Amgen erhöhte nach einem starken dritten Quartal die Umsatzprognose für 2026 auf 38,9 bis 39,7 Milliarden US-Dollar.
  2. Der Quartalsumsatz stieg um 8 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar; der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 6,45 Dollar.
  3. Repatha und Evenity legten kräftig zu, während Biosimilar-Konkurrenz Prolia und Xgeva belastete.
  4. Die Amgen-Aktie lag am 4. November im europäischen Handel 3,7 Prozent im Plus und seit Jahresbeginn 50,48 Prozent.

Marktanalyse & Details

Umsatzplus und angehobener Ausblick

Amgen steigerte den Erlös im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 14 Prozent auf 6,45 Dollar und übertraf die Markterwartung von 5,79 Dollar. Der operative Gewinn kletterte auf 3,7 Milliarden Dollar. Nach dem starken Quartal hob der US-Biotechnologiekonzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 38,9 bis 39,7 Milliarden Dollar an. Für den bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Amgen 22,90 bis 23,70 Dollar; auch diesen Ausblick präzisierte der Konzern optimistischer.

Wachstum bei Repatha, Gegenwind bei älteren Präparaten

Das Wachstum verteilt sich auf mehrere Medikamente: 17 Amgen-Produkte erzielten im Quartal zweistellige Zuwächse. Der Cholesterinsenker Repatha steigerte den Umsatz um 37 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar, das Osteoporosemittel Evenity um 39 Prozent auf 751 Millionen Dollar.

Gleichzeitig zeigt der Rückgang bei etablierten Präparaten, dass das Wachstum nicht ohne Gegenkräfte verläuft. Prolia setzte 45 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal, Xgeva 47 Prozent weniger. Bei beiden Mitteln drängen Biosimilar-Wettbewerber auf den Markt.

Analysten-Einordnung und Aktienreaktion

Analysten-Einordnung: Die angehobene Umsatzprognose und die besser als erwarteten Quartalswerte sprechen für anhaltende Zugkraft bei Amgens Wachstumsmitteln. Der deutliche Rückgang bei Prolia und Xgeva macht jedoch klar, dass die Entwicklung einzelner Kassenschlager die Erosion älterer Produkte ausgleichen muss. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob Repatha, Evenity und weitere wachsende Medikamente die Biosimilar-Einbußen dauerhaft kompensieren können.

Die Aktie gab nach den Zahlen zunächst nachbörslich nach, drehte im europäischen Handel am 4. November aber ins Plus. Um 16:45 Uhr notierte sie bei 419,15 Euro, ein Tagesplus von 3,7 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf 50,48 Prozent. Goldman Sachs hob sein Kursziel auf 536 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. JPMorgan erhöhte das Ziel auf 425 Dollar, blieb aber bei einer neutralen Einstufung. Die unterschiedlichen Bewertungen unterstreichen, dass die starke Geschäftsentwicklung nicht automatisch eine einheitliche Einschätzung des Kurspotenzials bedeutet.

Fazit & Ausblick

Amgen geht mit einem verbesserten Jahresausblick und mehreren stark wachsenden Medikamenten in die kommenden Quartale. Für die weitere Bewertung werden die nächsten Umsatzmeldungen zu Repatha und Evenity sowie die Entwicklung der Biosimilar-bedingten Rückgänge bei Prolia und Xgeva zentral sein. Ein konkreter Termin für die nächste Ergebnisvorlage liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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