Amgen Aktie: Goldman hebt Kursziel auf 536 Dollar, JPMorgan bleibt neutral
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman hebt das Kursziel für Amgen von 481 auf 536 US-Dollar an und stuft die Aktie mit „Buy“ ein.
- JPMorgan erhöht sein Kursziel von 350 auf 425 US-Dollar, bleibt aber bei „Neutral“.
- Amgens Quartalsumsatz stieg um 8 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar; die Jahresprognose wurde angehoben.
- Nach den Zahlen geriet die Aktie nachbörslich unter Druck; zugleich belastet der Biosimilar-Wettbewerb wichtige Medikamente.
Marktanalyse & Details
Analysten heben Kursziele an – mit unterschiedlicher Einschätzung
Goldman setzt das Kursziel für Amgen auf 536 US-Dollar nach zuvor 481 US-Dollar und empfiehlt die Aktie zum Kauf. JPMorgan hebt sein Ziel ebenfalls deutlich an, von 350 auf 425 US-Dollar, hält jedoch an einer neutralen Einstufung fest. Die beiden Einschätzungen spiegeln damit unterschiedliche Erwartungen an das weitere Kurspotenzial wider.
Analysten-Einordnung: Die höheren Kursziele passen zum kräftigen Quartal und zur verbesserten Prognose. Dass JPMorgan trotz der Anhebung neutral bleibt, mahnt zugleich zur Einordnung: Gute Geschäftszahlen allein beseitigen weder Bewertungsrisiken noch den Wettbewerbsdruck. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben dem Wachstum der Verkaufsschlager auch die Haltbarkeit der Margen und der Umgang mit Biosimilar-Konkurrenz entscheidend bleiben.
Starkes Quartal und höhere Jahresprognose
Im dritten Quartal 2026 erhöhte Amgen den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 6,45 US-Dollar, ein Plus von 14 Prozent. Der operative Gewinn stieg laut Unternehmensangaben um knapp die Hälfte auf 3,7 Milliarden US-Dollar.
Der Konzern erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 38,9 bis 39,7 Milliarden US-Dollar; zuvor lag die Spanne bei 38,2 bis 39,4 Milliarden. Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde angehoben: auf 22,90 bis 23,70 US-Dollar von zuvor 22,30 bis 23,50 US-Dollar.
- Repatha: Umsatzplus von 37 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden US-Dollar.
- Evenity: Umsatzplus von 39 Prozent auf 751 Millionen US-Dollar.
- Prolia: Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 632 Millionen US-Dollar, belastet durch Biosimilar-Konkurrenz.
Kursreaktion und Gegenwind bei etablierten Präparaten
Trotz der besser als erwarteten Quartalswerte gab die Aktie nachbörslich nach. Der Rückgang wurde in den Meldungen mit Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Kursanstieg in Verbindung gebracht. Zusätzlich zeigen Prolia und das ebenfalls auf dem Wirkstoff Denosumab basierende Xgeva, wie stark der Wettbewerb durch Biosimilars etablierte Umsätze unter Druck setzen kann: Xgevas Umsatz fiel im Quartal um 47 Prozent.
Auch der freie Cashflow ging im Jahresvergleich von 4,2 auf 3,7 Milliarden US-Dollar zurück. Amgen führte dies vor allem auf Veränderungen beim Working Capital zurück; im Vorjahresquartal hatten der Zeitpunkt von Rabatten und Zahlungseingängen begünstigend gewirkt.
Fazit & Ausblick
Die angehobene Umsatz- und Gewinnprognose sowie das Wachstum von Repatha und Evenity stützen die positive Einschätzung von Goldman. Für die weitere Entwicklung sind jedoch auch die Fortschritte gegen den Biosimilar-Druck und die Entwicklung des Cashflows wichtig. Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, ob die Wachstumstreiber die Rückgänge bei älteren Präparaten dauerhaft ausgleichen können.
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