AMD Aktie: TSMC-Rekordgewinn bekräftigt KI-Nachfrage trotz Chip-Ausverkauf
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- TSMC steigerte den Quartalsgewinn binnen Jahresfrist um mehr als zwei Drittel auf 763 Milliarden Taiwan-Dollar.
- Der Umsatz des Auftragsfertigers wuchs im dritten Quartal um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar.
- Für das vierte Quartal stellt TSMC bis zu 54,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent in Aussicht.
- AMD-Aktien standen zuletzt unter Druck: Der aktuelle Kurs lag am 15. Oktober bei 495,80 Euro, 2,52 Prozent unter dem Vortag.
Marktanalyse & Details
TSMC profitiert vom Ausbau der KI-Rechenzentren
Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC hat im dritten Quartal einen Gewinn von gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar erzielt, umgerechnet rund 21,2 Milliarden Euro. Das waren mehr als zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor und übertraf die Erwartungen. Der Umsatz kletterte auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar. Als wesentlichen Treiber nennt das Unternehmen die starke Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren.
TSMC produziert Halbleiter unter anderem für AMD. Der Rekord des Fertigers liefert damit ein positives Signal für die Nachfrage im Chipsektor, ist aber kein direkter Beleg für höhere AMD-Aufträge oder einen bestimmten Umsatzbeitrag des Konzerns.
Ausblick und Investitionen
Für das laufende vierte Quartal erwartet TSMC einen Umsatz von 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge soll zwischen 65 und 67 Prozent liegen; im dritten Quartal betrug sie 66,4 Prozent. Um die Nachfrage zu bedienen, plant TSMC in diesem Jahr Investitionen von bis zu 64 Milliarden US-Dollar. Analysten rechnen im Durchschnitt für das kommende Jahr mit rund 75 Milliarden US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen sprechen dafür, dass die KI-Nachfrage bei einem zentralen Zulieferer weiterhin kräftig ist – auch wenn Anleger zuletzt die Nachhaltigkeit des KI-Booms infrage stellten. Für AMD ist das ein unterstützender Branchenindikator, aber kein Schutz vor Kursschwankungen: Das Unternehmen konkurriert im Markt für KI-Beschleuniger mit deutlich größeren Anbietern und muss seine eigene Nachfrage sowie die Umsetzung seiner Produkte belegen. Der jüngste Rückgang der AMD-Aktie zeigt, dass der Markt derzeit nicht allein auf starke Branchenzahlen, sondern auch auf Bewertung, Wettbewerb und die Investitionspläne der Cloud-Anbieter schaut.
Fazit & Ausblick
TSMCs Rekordquartal und der zuversichtliche Ausblick bestätigen die hohe Auslastung durch KI-Chips. Für AMD dürften in den kommenden Wochen vor allem die angekündigten Ausgaben großer Cloud-Anbieter und eigene Geschäftszahlen entscheidend sein. Die TSMC-Daten stärken die Nachfrageperspektive für die Branche, beantworten aber noch nicht, welchen Anteil AMD daran sichern kann.
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