AMD Aktie: Samsung plant HBM-Fertigung für AMD in Texas
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Samsung plant, in Taylor, Texas, Basis-Chips für High-Bandwidth-Memory von AMD und Nvidia zu fertigen.
- Die gesamte geplante Produktionsmenge soll bereits bestellt sein; AMD soll den größten Anteil erhalten.
- AMD veröffentlicht seine Zahlen zum dritten Quartal am 3. November nach US-Börsenschluss.
- Die AMD-Aktie notierte am 3. November um 15:58 Uhr bei 434,10 Euro und lag 3,49 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Samsung will HBM-Lieferkette in den USA ausbauen
Samsung plant, sein Werk in Taylor im US-Bundesstaat Texas für die Fertigung sogenannter Basis-Chips für High-Bandwidth-Memory (HBM) zu nutzen. Die Bausteine sind Teil der Speichertechnik, die bei KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt. Neben AMD soll auch Nvidia beliefert werden. Berichten zufolge ist die gesamte geplante Produktionskapazität bereits durch Aufträge gebunden; AMD soll den größten Teil der Menge beanspruchen.
Für AMD könnte eine zusätzliche Fertigungsquelle in den USA die Versorgung mit wichtigen Komponenten unterstützen. Aus den vorliegenden Angaben gehen jedoch weder konkrete Liefermengen noch ein Zeitplan für den Produktionsstart hervor. Die geplante Fertigung ist daher noch nicht mit kurzfristig verfügbaren zusätzlichen Lieferungen gleichzusetzen.
Quartalszahlen rücken den KI-Ausbau in den Fokus
AMD will am 3. November nach Börsenschluss in den USA über das dritte Quartal berichten. Vor der Veröffentlichung erwarten Analysten laut den vorliegenden Schätzungen einen Umsatz von rund 13,0 bis 13,1 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von etwa 1,96 US-Dollar. Für das vierte Quartal liegen die Erwartungen auseinander: Eine Prognose sieht 15,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,56 US-Dollar je Aktie vor, während der Marktkonsens bei 16,3 Milliarden beziehungsweise 2,67 US-Dollar liegt.
Im Mittelpunkt stehen die Nachfrage nach Server-Prozessoren und KI-Beschleunigern sowie der Hochlauf der MI450-Plattform und des Helios-Systems. Analysten erwarten, dass die Auslieferungen in diesem Bereich an Fahrt gewinnen könnten. Gleichzeitig könnten ein schwächerer PC-Markt und steigende Speicherkosten die Margen belasten.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass für AMD nicht allein das Umsatzwachstum entscheidend ist, sondern auch, wie schnell das Unternehmen neue KI-Produkte in größerem Umfang liefern kann. Eine gesicherte Komponentenversorgung wäre dafür hilfreich, ersetzt aber weder den Nachweis stabiler Produktionsmengen noch profitables Wachstum. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Bei den Quartalszahlen dürften neben dem Ausblick auf Server und KI vor allem Margen und die konkreten Angaben zum Produktionshochlauf zählen.
Aktienkurs stabilisiert sich vor dem Bericht
Die Aktie stand laut den vorliegenden Marktdaten am Nachmittag des 3. November bei 434,10 Euro, ein Tagesplus von 3,49 Prozent. Zugleich hatten AMD-Aktien in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben. Die Erholung vor den Zahlen zeigt, dass Anleger auf einen positiven Ausblick setzen könnten; sie bestätigt für sich genommen jedoch noch keine Trendwende.
Fazit & Ausblick
Die geplante HBM-Fertigung in Texas ist ein möglicher Baustein für AMDs KI-Lieferkette, bleibt aber an Produktionshochlauf und tatsächliche Auslieferungen gebunden. Kurzfristig liefern die Quartalszahlen und der Ausblick nach US-Börsenschluss am 3. November die wichtigeren Hinweise: Entscheidend sind das Tempo des KI-Geschäfts, die Servernachfrage und die Entwicklung der Bruttomarge.
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