AMD Aktie: KI-Nachfrage treibt Umsatz und Ausblick deutlich nach oben

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Das Wichtigste in Kürze

  1. AMD steigerte den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 13,38 Milliarden US-Dollar.
  2. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft sprang um 97 Prozent auf den Rekordwert von 8,55 Milliarden US-Dollar.
  3. Für das vierte Quartal stellt der Konzern rund 17 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine bereinigte Bruttomarge von etwa 55 Prozent in Aussicht.
  4. CEO Lisa Su erwartet für 2027 ein Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent; zugleich belastet eine schwächere PC-Nachfrage den Ausblick.

Marktanalyse & Details

Rechenzentrum wird zum Wachstumsmotor

Die Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren beschleunigt AMDs Geschäft. Der Konzern erzielte im dritten Quartal 13,38 Milliarden US-Dollar Umsatz und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 13,09 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,09 US-Dollar ebenfalls über der Prognose von 1,95 US-Dollar.

Besonders stark entwickelte sich das Rechenzentrumssegment: Die Erlöse stiegen um 97 Prozent auf 8,55 Milliarden US-Dollar und lagen damit über den erwarteten 8,20 Milliarden. Für das laufende vierte Quartal prognostiziert AMD rund 17 Milliarden US-Dollar Umsatz, mit einer Spanne von plus oder minus drei Prozent. Die bereinigte Bruttomarge soll bei etwa 55 Prozent liegen, nach 56 Prozent im dritten Quartal.

Ambitionierte Ziele, aber Gegenwind im PC-Geschäft

Lisa Su stellte für 2027 ein Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent in Aussicht. Zudem soll das Servergeschäft weiter an Gewicht gewinnen. Eine Analysteneinschätzung von Jefferies hebt die Prognose für das Wachstum der Servererlöse 2027 auf mehr als 100 Prozent an, zuvor waren mehr als 70 Prozent erwartet worden. AMD baut zugleich sein Angebot über einzelne Beschleuniger hinaus aus: Das Helios-Racksystem mit MI455X-Beschleunigern und Venice-Serverchips ist in Produktion; erste Systeme werden bei Meta getestet.

Das Wachstum ist jedoch nicht gleichmäßig verteilt. Im Client- und Gaming-Segment sanken die Erlöse um acht Prozent auf 3,72 Milliarden US-Dollar und verfehlten die Erwartungen. AMD rechnet im kommenden Jahr mit einem zweistelligen Rückgang der PC-Auslieferungen, will sich nach Aussage des Managements aber besser als der Gesamtmarkt entwickeln. Hinzu kommt eine knappe Versorgung mit Hochbandbreitenspeicher, der für KI-Prozessoren benötigt wird.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass AMDs nächste Wachstumsphase zunehmend davon abhängt, die starke Nachfrage im Rechenzentrum in tatsächliche Lieferungen und Marktanteile umzusetzen. Der kräftige Umsatzsprung und der optimistische Ausblick stärken die Wachstumsperspektive; die niedrigere Margenprognose, die Speicherknappheit und die Schwäche im PC-Geschäft zeigen aber, dass höhere Erlöse nicht automatisch zu einer entsprechend starken Margenentwicklung führen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend sind neben dem KI-Auftragseingang auch Produktionskapazität, Produktanlauf und Profitabilität.

Fazit & Ausblick

Mit der Prognose von rund 17 Milliarden US-Dollar Umsatz im vierten Quartal und einem erwarteten Wachstum von mehr als 80 Prozent im Jahr 2027 setzt AMD die Messlatte hoch. Im Mittelpunkt der nächsten Quartalsberichte stehen daher die Entwicklung des Rechenzentrumsgeschäfts, die Umsetzung des Helios-Ausbaus und die Bruttomarge. Ein konkreter Termin für die nächste Zahlenvorlage ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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