AMD Aktie: KI-Boom treibt Umsatz und Prognose auf neue Höhen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AMD steigerte den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar.
- Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft sprang um 97 Prozent auf 8,5 Milliarden US-Dollar.
- Für das laufende Quartal stellt AMD 17 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht; für das Geschäftsjahr 2027 peilt der Konzern mehr als 80 Prozent Umsatzwachstum an.
- Nach den Zahlen legte die AMD-Aktie im nachbörslichen US-Handel zeitweise um rund 8 Prozent zu.
Marktanalyse & Details
KI-Chips treiben das Wachstum
Advanced Micro Devices übertraf im dritten Quartal die Erwartungen: Der Umsatz erreichte 13,4 Milliarden US-Dollar, während Analysten im Schnitt mit 13,1 Milliarden gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,09 US-Dollar und damit ebenfalls über der Prognose von 1,95 US-Dollar. Im Vorjahresvergleich stieg dieser Wert um 74 Prozent.
Besonders stark entwickelte sich das Rechenzentrumsgeschäft. Mit 8,5 Milliarden US-Dollar Umsatz lag es über den erwarteten 8,2 Milliarden und fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. AMD profitiert dabei von der Nachfrage nach Grafikprozessoren für KI-Anwendungen ebenso wie nach Server-CPUs.
Ausblick über den Erwartungen
Für das vierte Quartal erwartet AMD einen Konzernumsatz von 17 Milliarden US-Dollar. Das liegt über der Markterwartung von rund 16,3 Milliarden. Im laufenden Quartal könnten die Erlöse mit Grafikprozessoren für Rechenzentren zudem erstmals die Server-CPU-Umsätze übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent in Aussicht.
Die PC-Sparte blieb hinter den Erwartungen zurück: Das Client-Computing-Geschäft setzte 2,9 Milliarden US-Dollar um, verglichen mit einer Analystenschätzung von 3 Milliarden. AMD rechnet dennoch damit, den PC-Markt künftig zu übertreffen, und will sich besonders auf Unternehmenskunden und das Premiumsegment konzentrieren.
Aktienreaktion und Analystenstimmen
Die Zahlen lösten im nachbörslichen US-Handel deutliche Kursgewinne aus: Die Aktie stieg zeitweise um etwa 7 bis 8 Prozent. Der bei Lang & Schwarz erfasste Kurs lag am Morgen des 4. November bei 460,80 Euro und damit 1,19 Prozent unter dem Vortagesschluss; die Notierung in diesem Handelsfenster ist zeitlich nicht direkt mit der vorherigen US-Nachbörsenbewegung vergleichbar. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 150,71 Prozent zu Buche.
Auch mehrere Banken passten ihre Kursziele an, obwohl die Einstufungen unterschiedlich ausfielen: JPMorgan hob das Ziel auf 575 US-Dollar an und blieb bei Neutral. Goldman Sachs senkte sein Kursziel von 700 auf 675 US-Dollar, bestätigte aber Buy. Die Bank of America reduzierte das Ziel von 720 auf 650 US-Dollar und hielt ebenfalls an Buy fest.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus starkem Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft und einer über den Erwartungen liegenden Umsatzprognose liefert einen konkreten Beleg dafür, dass AMD an den Investitionen in KI-Infrastruktur verdient. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung Rückenwind für die Wachstumsthese, aber keine Garantie, dass die hohen Erwartungen erfüllt werden: Entscheidend wird sein, ob AMD die angekündigte Beschleunigung bei Rechenzentrumsprodukten tatsächlich in Umsatz umsetzt. Die gemischten Kurszielanpassungen unterstreichen, dass trotz überzeugender Zahlen auch die Bewertung und die Ausführung des Wachstumsplans diskutiert werden.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht nun, ob AMD die Prognose von 17 Milliarden US-Dollar Umsatz im vierten Quartal erreicht und das Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft weiter beschleunigt. Ein konkreter Termin für die nächste Veröffentlichung von Quartalszahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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