AMD Aktie: Jefferies bestätigt Kaufempfehlung und warnt vor Engpässen 2027

AMD Aktie: Jefferies bestätigt Kaufempfehlung und warnt vor Engpässen 2027 AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Jefferies bestätigt für AMD die Kaufempfehlung und das Kursziel von 650 US-Dollar.
  2. Analyst Blayne Curtis erwartet 13,5 Milliarden US-Dollar Umsatz im September- und 17 Milliarden im Dezemberquartal.
  3. Für 2027 sieht Jefferies bei Server-CPUs ein Umsatzpotenzial von mehr als 35 Milliarden US-Dollar.
  4. Begrenzte TSMC-Kapazitäten und ein möglicher langsamer Hochlauf des Helios-Racks bleiben Risiken.

Marktanalyse & Details

Umsatzprognosen und Wachstumstreiber

Jefferies-Analyst Blayne Curtis rechnet für AMD mit 13,5 Milliarden US-Dollar Umsatz im Septemberquartal und erwartet, dass der Konzern für das Dezemberquartal 17 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellt. Das entspräche einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Im Mittelpunkt der längerfristigen Einschätzung steht jedoch das Rechenzentrumsgeschäft: Jefferies sieht Spielraum, die Markterwartung für 2027 von gut 70 Milliarden US-Dollar auf etwa 75 Milliarden anzuheben.

Bei Server-Prozessoren veranschlagt Jefferies zunächst 32 Milliarden US-Dollar Umsatz für 2027, hält aber mehr als 35 Milliarden für möglich. Als wesentlichen Treiber nennt der Analyst die kommende Venice-Generation. Zugleich erwartet er weiteres Wachstum mit der aktuellen Turin-Produktfamilie, falls AMD Fertigungskapazitäten stärker für KI-GPUs einsetzt.

Kapazitäten und Helios-Hochlauf als Risikofaktoren

Ein zentraler Engpass könnte die Fertigung beim Auftragshersteller TSMC werden. Venice-CPUs und MI450-GPUs nutzen laut Jefferies denselben N2-Fertigungsprozess. Auch wenn die jährliche N2-Kapazität 2027 voraussichtlich mehr als doppelt so hoch sein soll, könnte AMD deshalb zwischen dem Ausbau beider Produktlinien abwägen müssen. Jefferies erwartet, dass GPUs wegen des höheren Ertrags je Wafer bevorzugt werden könnten – sofern AMD ausreichend zahlungskräftige Kunden außerhalb von OpenAI und Meta gewinnt.

Auch beim Helios-Rack bleibt der Zeitplan zu beobachten. Die ersten Systeme seien bei Meta installiert und würden getestet; das sei jedoch nicht gleichbedeutend mit einem Hochlauf in großen Stückzahlen. Curtis hält daher Verzögerungen beim breiten Einsatz für möglich.

Analysten-Einordnung: Die bestätigte Kaufempfehlung beruht auf starkem Wachstumspotenzial bei Rechenzentrums-CPUs und KI-Beschleunigern. Dieses Potenzial ist aber an zwei Bedingungen geknüpft: AMD muss die knappe Fertigungskapazität sinnvoll zwischen den Produktgruppen verteilen und den Helios-Ausbau zuverlässig skalieren. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Nachfrage zunehmend die tatsächlich verfügbaren Produktionsmengen und die Umsetzung der System-Rollouts entscheidend werden. Jefferies weist zudem darauf hin, dass bereits viel Optimismus im Kurs stecken könnte. Die AMD-Aktie verlor am 29. Oktober 6,44 Prozent, lag seit Jahresbeginn den Marktdaten zufolge aber weiterhin 160,88 Prozent im Plus.

Fazit & Ausblick

Jefferies sieht bei AMD weiterhin Aufwärtsspielraum, bestätigt das Kursziel von 650 US-Dollar aber ohne neue Anhebung. Für die weitere Einschätzung zählen nun insbesondere die kommenden Quartalszahlen, die konkrete Umsatzprognose für das Dezemberquartal sowie Fortschritte bei TSMCs N2-Kapazität und beim Helios-Hochlauf. Engpässe könnten das Wachstum bremsen oder AMD zu einer Priorisierung zwischen CPUs und GPUs zwingen.

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