Amazon.com Aktie: Analyst hebt Rating wegen AWS- und KI-Wachstum auf „Kaufen“

Amazon.com Aktie: Analyst hebt Rating wegen AWS- und KI-Wachstum auf „Kaufen“

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Phillip Securities stuft Amazon nach den Quartalszahlen von „Accumulate“ auf „Buy“ hoch.
  2. Das Kursziel steigt von 320 auf 330 US-Dollar; als Treiber nennt die Analystin vor allem AWS.
  3. Amazon Web Services steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 39 Prozent auf 46 Milliarden US-Dollar.
  4. Hohe KI-Investitionen belasten den freien Cashflow: Auf Zwölfmonatssicht bis September lag er bei minus 42,4 Milliarden US-Dollar.

Marktanalyse & Details

Analystin setzt auf AWS und KI-Infrastruktur

Die Analystin Helena Wang von Phillip Securities hob ihre Empfehlung für Amazon von „Accumulate“ auf „Buy“ an und erhöhte das Kursziel von 320 auf 330 US-Dollar. Sie begründet den positiveren Blick mit der starken Nachfrage nach Cloud-Diensten und Amazons Positionierung im KI-Geschäft. Dazu zählen eigene Chips, ein breites Cloud-Angebot und Partnerschaften mit Anbietern großer Sprachmodelle.

Im dritten Quartal erzielte AWS laut den vorliegenden Unternehmensangaben 46 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Plus von 39 Prozent. Amazon sieht für AWS in den Jahren 2027 und 2028 jährliche Wachstumsraten von mehr als 40 Prozent als möglich an. Langfristig stellte der Konzern zudem einen Umsatz von einer Billion US-Dollar innerhalb von fünf bis zehn Jahren in Aussicht.

Investitionen erhöhen den Druck auf den Cashflow

Der Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur kostet erheblich: Der freie Cashflow war in den zwölf Monaten bis September mit 42,4 Milliarden US-Dollar negativ. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Amazon noch 14,8 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Damit steht der erwarteten Cloud-Expansion ein deutlich höherer Kapitalbedarf gegenüber.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Bewertung der Amazon-Aktie zunehmend davon abhängt, ob AWS das hohe Wachstum tatsächlich in dauerhaft höhere Erträge umwandeln kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einen Zielkonflikt: Investitionen können Amazons Wettbewerbsposition im KI- und Cloud-Markt stärken, drücken kurzfristig aber auf den freien Cashflow. Die Hochstufung zeigt, dass Phillip Securities den langfristigen Nutzen derzeit höher gewichtet als diesen finanziellen Gegenwind; sie beseitigt das Umsetzungs- und Renditerisiko jedoch nicht.

Fazit & Ausblick

Im Fokus steht nun, ob AWS sein kräftiges Wachstum fortsetzt und Amazon zugleich die hohen Infrastrukturkosten kontrolliert. Entscheidend für die weitere Einordnung sind deshalb nicht nur zusätzliche Cloud-Umsätze, sondern auch deren Beitrag zu Gewinn und Cashflow. Die ambitionierten Wachstumsziele für 2027 und 2028 bleiben Erwartungen des Unternehmens und müssen sich erst in den kommenden Quartalen bestätigen.

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