Airbus Aktie: Safran steigert Triebwerksausstoß für A320neo-Familie
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Safran steigerte den bereinigten Umsatz im dritten Quartal um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro.
- Der Konzern lieferte von Juli bis September 535 LEAP-Triebwerke aus, rund 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Das Triebwerksgeschäft wuchs um 14 Prozent; Safran baut LEAP-Antriebe auch für etwa jeden zweiten Jet der Airbus-Familie A320neo.
- Für Airbus bleibt die zentrale Frage, ob Zulieferer ihre Produktion schnell genug für den Hochlauf der Flugzeugfertigung ausweiten können.
Marktanalyse & Details
Safrans Zahlen geben einen Hinweis auf die Lieferkette
Der französische Triebwerks- und Luftfahrtzulieferer Safran hat im dritten Quartal stärker zugelegt als erwartet. Der bereinigte Umsatz stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro. Die Zahl der ausgelieferten LEAP-Triebwerke erhöhte sich auf 535. Diese Antriebe kommen sowohl in Boeings 737 Max als auch in der Airbus-A320neo-Familie zum Einsatz. Safran und GE Aerospace fertigen sie gemeinsam.
Für Airbus ist die Entwicklung deshalb relevant, weil die Verfügbarkeit von Triebwerken ein Faktor für den Produktionshochlauf der A320neo-Reihe ist. Safran meldete im Triebwerksgeschäft ein Umsatzplus von 14 Prozent. Zugleich fiel der Umsatz in der Kabinenausstattung zurück; aus dem Quartalsbericht lässt sich daher kein gleichmäßiger Aufschwung über alle Geschäftsbereiche ableiten.
Nachfrage bleibt hoch, Umsetzung ist entscheidend
Airbus verfügt über einen großen Auftragsbestand für die A320-Familie, hat aber Schwierigkeiten, die Produktion rasch genug auszuweiten. Ein Auftrag über 75 A320neo-Jets von Aviation Capital Group unterstreicht die Nachfrage; die Auslieferungen sind allerdings erst für 2032 bis 2035 vorgesehen. Auch die jüngste Zulassung der größten Boeing-737-Max-Variante zeigt, dass der Wettbewerb im wichtigen Mittelstreckensegment weitergeht.
Analysten-Einordnung: Safrans höhere Auslieferungen sind ein positives Signal für die Airbus-Lieferkette, aber noch kein Beleg dafür, dass die Engpässe überwunden sind. Die 535 LEAP-Triebwerke versorgen zwei Flugzeugprogramme, und die Zahl allein zeigt nicht, welcher Anteil an Airbus ging. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend ist, ob die Lieferanten ihre Kapazitäten nachhaltig erhöhen und Airbus die zusätzlichen Komponenten tatsächlich in höhere Auslieferungen umsetzen kann.
Safran hält Jahresprognose aufrecht
Safran erwartet für das laufende Jahr weiterhin einen Umsatzanstieg im mittleren Zehnerprozentbereich. Der bereinigte operative Gewinn soll 6,4 bis 6,5 Milliarden Euro erreichen. Einen Quartalsgewinn legte das Unternehmen nicht vor. Die Prognose betrifft Safran und ist nicht mit einer aktualisierten Airbus-Auslieferungs- oder Ergebnisprognose gleichzusetzen.
Fazit & Ausblick
Die Zahlen von Safran liefern einen konkreten, aber begrenzten Hinweis auf eine bessere Versorgung mit LEAP-Triebwerken. Für die Airbus-Aktie bleibt der Produktionshochlauf der A320neo-Familie der wichtigere Prüfstein: Anleger sollten auf weitere Angaben zu Triebwerkslieferungen, Fertigungsraten und tatsächlichen Flugzeugauslieferungen achten. Safrans Jahresziele geben dabei Kontext zur Lage des Zulieferers, ersetzen aber keine Airbus-Prognose.
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