Airbus Aktie: RBC senkt Kursziel, Auslieferungsziel bleibt im Blick
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- RBC senkt das Kursziel für Airbus von 250 auf 240 Euro und bestätigt die Einstufung „Outperform“.
- Airbus gilt weiterhin als auf Kurs, das Auslieferungsziel von rund 870 Verkehrsflugzeugen im Jahr 2026 zu erreichen.
- Lufthansa erwartet ihren ersten A350-1000 Mitte November; die Maschine ist die 700. Airbus-Auslieferung an den Konzern.
- Die Airbus-Aktie notiert am 15. Oktober um 10:35 Uhr bei 192,64 Euro und liegt im Tagesverlauf 2,42 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
RBC bleibt trotz niedrigerem Kursziel positiv
RBC hat das Kursziel für Airbus um zehn Euro auf 240 Euro reduziert, hält aber an der Einstufung „Outperform“ fest. Damit bleibt die Einschätzung grundsätzlich positiv, während das niedrigere Ziel eine vorsichtigere Bewertung signalisiert.
Zum genannten Kurs von 192,64 Euro liegt das neue Kursziel weiterhin darüber. Die Aktie gewann am Vormittag 2,42 Prozent; seit Jahresbeginn steht sie jedoch 2,49 Prozent im Minus. Der Tagesanstieg allein ändert damit nichts daran, dass die bisherige Jahresbilanz leicht negativ ist.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus gesenktem Kursziel und bestätigtem „Outperform“ deutet darauf hin, dass RBC zwar weiter Potenzial sieht, die Erwartungen aber etwas zurücknimmt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend bleibt, ob Airbus seine Produktion stabilisiert und die geplanten Auslieferungen tatsächlich erreicht. Ein ambitioniertes Jahresziel ist für den Kurs nur dann ein belastbarer Treiber, wenn die Flugzeuge auch termingerecht an Kunden übergeben werden.
Auslieferungen und Lufthansa-A350-1000
Airbus strebt für 2026 rund 870 Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen an. Ein aktueller Marktüberblick sieht den Hersteller weiterhin auf Kurs für dieses Ziel. Die Herausforderung liegt nicht allein bei den Bestellungen, sondern auch darin, die Produktion zuverlässig hochzufahren und Qualitätsprobleme zu vermeiden.
Ein sichtbarer Meilenstein ist der erste Airbus A350-1000 für Lufthansa. Das Flugzeug trägt den Namen „Deutschland“ und befindet sich noch im Airbus-Werk Toulouse. Die Übergabe an Lufthansa ist für Mitte November vorgesehen; es wäre der 700. Airbus-Jet, den der Konzern erhält. Der erste Passagierflug ist für den 3. Dezember auf der Strecke nach Tokio geplant.
- Der A350-1000 ist sieben Meter länger als der A350-900.
- In der Allegris-Konfiguration bietet er 300 Sitzplätze – 33 mehr als die kleinere Variante.
- Lufthansa hat bis 2030 insgesamt 15 A350-1000 bestellt; die ersten zehn sollen für die Kernmarke in München eingesetzt werden.
Fazit & Ausblick
Die bestätigte positive Einstufung von RBC steht einer moderaten Kurszielsenkung gegenüber. Für die weitere Entwicklung der Airbus-Aktie dürften nun vor allem Fortschritte bei Produktion und Auslieferungen zählen. Kurzfristig rücken die geplante Lufthansa-Übergabe im November und der erste A350-1000-Linienflug im Dezember in den Blick; im Gesamtjahr muss Airbus sein Ziel von rund 870 Auslieferungen erreichen.
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