adidas Aktie: UBS stuft auf Sell ab, Barclays senkt Kursziel auf 200 Euro

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. UBS stuft adidas am 3. November auf „Sell“ ab und nennt ein Kursziel von 156 Euro.
  2. Barclays senkt sein Kursziel von 210 auf 200 Euro, hält aber an „Overweight“ fest.
  3. Die neuen Einschätzungen stehen im Kontrast zu mehreren jüngsten Kurszielanhebungen anderer Häuser.
  4. adidas erwartet für das vierte Quartal ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

Marktanalyse & Details

Analystenurteile gehen auseinander

Die UBS hat ihre Empfehlung für adidas auf „Sell“ gesenkt und das Kursziel auf 156 Euro festgelegt. Barclays reduzierte sein Ziel von 210 auf 200 Euro, bestätigte jedoch die Einstufung „Overweight“. Beim zuletzt gemeldeten Kurs von 170,10 Euro liegt das UBS-Ziel unter dem Marktpreis, während das Barclays-Ziel darüber liegt. Die Aktie notierte am 3. November um 07:10 Uhr 0,87 Prozent im Minus; seit Jahresbeginn lag sie 0,44 Prozent im Plus.

Die Skepsis fällt in eine Phase, in der mehrere andere Analysten ihre Ziele angehoben hatten: Die Deutsche Bank setzte ihres auf 210 Euro, Metzler auf 250 Euro, JPMorgan auf 230 Euro und RBC auf 210 Euro. Auch diese Häuser äußerten sich positiv zur Aktie. Die Bandbreite der Einschätzungen zeigt, dass die jüngste operative Stärke nicht von allen Analysten als ausreichend für weitere Kursgewinne bewertet wird.

Operative Entwicklung bleibt der Prüfstein

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um gut neun Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro; währungsbereinigt betrug das Wachstum sieben Prozent. Das Bekleidungsgeschäft legte währungsbereinigt um 19 Prozent zu, während das Schuhgeschäft stagnierte. In Europa gingen die Erlöse um vier Prozent zurück. Für das Schlussquartal erwartet adidas dennoch eine Rückkehr zu Wachstum in der Region und insgesamt ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich.

Analysten-Einordnung: Die unterschiedlichen Kursziele spiegeln den Zielkonflikt zwischen starkem globalem Umsatzmomentum und offenen Fragen zur Erholung in Europa sowie zur Schwäche im Lifestyle-Schuhgeschäft. Dies deutet darauf hin, dass Anleger weniger auf das Wachstum allein als auf dessen Qualität und Breite achten dürften. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Erfüllung des Europa-Ausblicks und eine Rückkehr des Schuhgeschäfts zu Wachstum wichtige Belege für die Nachhaltigkeit der jüngsten Dynamik wären.

Fazit & Ausblick

Im Fokus steht, ob adidas die angekündigte Erholung in Europa im vierten Quartal tatsächlich erreicht und das hohe Wachstumstempo außerhalb der Region hält. Die aktuellen Analystenurteile liefern dafür unterschiedliche Erwartungen, aber keinen einheitlichen Konsens.

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