adidas Aktie: Nike senkt Ausblick und verschärft Sparprogramm
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nike plant Einsparungen von 2,5 Milliarden US-Dollar und will dafür auch Stellen abbauen.
- Der Nike-Umsatz sank im vergangenen Quartal um 4 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar, der Gewinn um 2 Prozent auf 712 Millionen Dollar.
- Für das Geschäftsjahr bis Ende Mai 2027 erwartet Nike einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.
- Deutsche Bank Research senkte das adidas-Kursziel am 1. Oktober von 210 auf 205 Euro, bestätigte aber die Kaufempfehlung.
Marktanalyse & Details
Nike kämpft mit sinkenden Erlösen
Der Adidas-Konkurrent Nike verschärft seinen Sparkurs. Das über mehrere Jahre angelegte Programm soll 2,5 Milliarden US-Dollar einsparen; auch ein Stellenabbau ist vorgesehen. Im jüngsten Quartal gingen Umsatz und Nettogewinn im Jahresvergleich zurück. Nike begründete die schwächere Entwicklung unter anderem mit zurückhaltenden Verbraucherausgaben.
Zusätzlich belastet den Konzern eine strategische Neuausrichtung: Nike will die Beziehungen zu Handelspartnern verbessern, nachdem der starke Fokus auf den Direktvertrieb Wettbewerbern Regalfläche in Geschäften überlassen hatte. Konzernchef Elliott Hill kündigte außerdem einen stärkeren Fokus auf Sportler an.
Einordnung für adidas
Analysten-Einordnung: Nikes Rückgang kann adidas im Wettbewerb um Marktanteile Chancen eröffnen, ist aber kein unmittelbarer Vorteil: Die gedämpfte Nachfrage und Nikes schwache Umsatzprognose sind zugleich Warnsignale für den gesamten Sportartikelmarkt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Produktpipeline auch die Nachfrage im Handel und die Umsetzung der jeweiligen Vertriebsstrategien entscheidend bleiben. Ein direkter Einfluss auf adidas lässt sich aus Nikes Zahlen allein nicht ableiten.
Die adidas-Aktie notierte laut den vorliegenden Marktdaten am 1. Oktober um 22:45 Uhr bei 143,35 Euro. Das Tagesminus betrug 0,31 Prozent, seit Jahresbeginn lag die Aktie 15,35 Prozent im Minus. Deutsche Bank Research hält an der Einstufung „Buy“ fest, reduzierte das Kursziel jedoch um fünf Euro auf 205 Euro.
Fazit & Ausblick
Nikes Sparprogramm und der erwartete Umsatzrückgang erhöhen den Druck auf den Branchenvergleich, liefern aber noch keinen Beleg für eine Verbesserung bei adidas. Für die weitere Einschätzung sind vor allem die Nachfrageentwicklung, die Positionierung im Handel und die Umsetzung der adidas-Produktpipeline relevant. Ein nächster Berichtstermin von adidas ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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