adidas Aktie: Nike-Ausblick belastet, doch die Probleme gelten als hausgemacht

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Nike erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich und verfehlt damit die Markterwartungen.
  2. Die schwache Prognose setzt auch adidas unter Druck; Marktteilnehmer sehen Nikes Probleme jedoch überwiegend als unternehmensspezifisch.
  3. Bei adidas könnte sich ein größerer Teil des operativen Ergebnisses ins Schlussquartal verschieben.
  4. adidas legt die nächsten Geschäftszahlen am 29. Oktober vor.

Marktanalyse & Details

Nikes Warnsignal trifft die gesamte Branche

Der US-Sportartikelkonzern rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit fällt der Ausblick deutlich schwächer aus als von Analysten erwartet. Zusätzlich verschärft Nike sein Sparprogramm: Über mehrere Jahre sollen Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden; auch Stellenabbau ist vorgesehen.

Die schwache Prognose belastet zunächst die Stimmung gegenüber Sportartikelherstellern insgesamt. Für adidas notierte der Kurs am 2. Oktober um 9:05 Uhr bei 139,80 Euro und damit 2,48 Prozent unter dem Vortagesschluss. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 17,45 Prozent im Minus.

Adidas ist nicht automatisch Nikes Spiegelbild

Marktteilnehmer bewerten die Belastung für adidas als geringer, weil Nikes Schwierigkeiten zu einem erheblichen Teil als hausgemacht gelten. Das schließt Ansteckungseffekte nicht aus: Eine schwächere Branchenstimmung kann die Erwartungen an Nachfrage und Wettbewerb auch bei adidas dämpfen. Zugleich verweisen Analysten auf eine stärkere Verlagerung des operativen Ergebnisses von adidas ins Schlussquartal – ein wichtiger Punkt für die Beurteilung des Jahresverlaufs.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Nikes Ausblick für adidas eher ein Stimmungs- und Vergleichsrisiko als ein unmittelbarer Beleg für eine gleich starke operative Verschlechterung ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die eigenen Umsatz- und Margentrends von adidas entscheidend bleiben. Besonders relevant wird sein, ob das Unternehmen die erwartete Ergebnisverlagerung ins vierte Quartal mit konkreten Zahlen und belastbaren Aussagen zur Nachfrage untermauert.

Fazit & Ausblick

Bis zur Vorlage der adidas-Zahlen am 29. Oktober dürfte der Markt Nikes Branchenwarnung gegen die unternehmensspezifischen Unterschiede abwägen. Dann wird sich zeigen, ob adidas den erwarteten stärkeren Ergebnisbeitrag zum Jahresende bestätigen kann und wie das Unternehmen die Nachfrageentwicklung einschätzt.

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