adidas Aktie: Höheres Gewinnziel stärkt Erholung, 100-Tage-Linie bremst

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Das Wichtigste in Kürze

  1. adidas erhöhte nach einem Rekordquartal den Ausblick für den operativen Gewinn 2026.
  2. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 7,252 Milliarden Euro, das EBIT um 37 Prozent auf 1,008 Milliarden Euro.
  3. Die Aktie näherte sich am Mittwoch der 100-Tage-Linie bei rund 162 Euro, konnte den frühen Anstieg bis zum Mittag aber nicht halten.
  4. Am 29. Oktober will adidas detaillierte Quartalszahlen vorlegen; Anleger dürften besonders auf den Ausblick für Sportschuhe und den Großhandel achten.

Marktanalyse & Details

Rekordquartal und höherer Ausblick

Der Sportartikelhersteller hob am Vorabend seine Prognose für den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2026 an. Grundlage sind vorläufige Quartalszahlen: Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 7,252 Milliarden Euro zu. Die Bruttomarge erreichte 54,3 Prozent, während das operative Ergebnis um 37 Prozent auf den Rekordwert von 1,008 Milliarden Euro stieg.

Im EBIT des dritten Quartals waren 200 Millionen Euro an US-Zollrückerstattungen enthalten. Ohne diesen Effekt lag das operative Ergebnis laut den vorliegenden Analystenkommentaren dennoch 9 Prozent über dem Marktkonsens. Als Treiber wurden die stärkere Bruttomarge und die Kostenkontrolle hervorgehoben.

Kursrally trifft auf technischen Widerstand

Nach der Prognoseanhebung gewann die Aktie am Morgen zeitweise mehr als 2 Prozent und stieg bis auf 162 Euro. Dort traf sie auf die 100-Tage-Durchschnittslinie, die als mittelfristiger Widerstand gilt. Um 12:18 Uhr notierte adidas bei 161,65 Euro und damit 0,37 Prozent unter dem Vortagesschluss. Seit Jahresbeginn lag das Papier zu diesem Zeitpunkt 4,55 Prozent im Minus.

Citigroup-Analystin Monique Pollard hob ihr Kursziel von 200 auf 211 Euro an. Sie erwartet zudem im vierten Quartal weitere 20 Millionen Euro an US-Zollrückerstattungen und senkte ihre Schätzung für die operativen Ausgaben. Metzler verwies auf die besser als erwartete Bruttomarge und den Verkauf zu regulären Preisen. UBS-Analyst Robert Krankowski sieht dagegen offene Fragen zur Bruttomarge 2027 und verwies auf Kosteninflation, ein schwieriges Konsumumfeld sowie mögliche Mixeffekte.

Analysten-Einordnung

Die Kombination aus höherem Ausblick, kräftiger Bruttomarge und Kostendisziplin spricht für eine operative Verbesserung, die nicht allein auf die Zollrückerstattung zurückgeht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch noch keine gesicherte Fortsetzung des Trends: Entscheidend wird sein, ob adidas die Margen auch bei nachlassenden Einmaleffekten und einem anspruchsvollen Konsumumfeld halten kann. Die 100-Tage-Linie markiert kurzfristig eine charttechnische Hürde; belastbare Hinweise für den mittelfristigen Kursverlauf dürften erst die detaillierten Zahlen und der Ausblick liefern.

adidas kündigte außerdem zusätzliche Investitionen von 100 Millionen Euro in Effizienzmaßnahmen für das vierte Quartal an. Sie sollen nach Einschätzung des Unternehmens die Voraussetzungen für die mittelfristigen Rentabilitätsziele verbessern. Die Maßnahme belastet zunächst den Mitteleinsatz, zielt aber darauf, operative Hebel für die kommenden Jahre zu schaffen.

Fazit & Ausblick

Am 29. Oktober stehen die detaillierten Quartalszahlen an. Im Fokus dürften die Entwicklung des Sportschuhgeschäfts im vierten Quartal und 2027 sowie die Erholung des Großhandels in Europa und den USA stehen. Für die Aktie wird neben dem Wachstum besonders wichtig, ob die starke Profitabilität auch ohne größere Zollrückerstattungen Bestand hat und der Kurs die 100-Tage-Linie überwinden kann.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

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