Adidas-Aktie erholt sich dank Analysten-Lob und Nike-Kredit für Frauen-Bundesliga
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Adidas-Aktie legt um 3,7% auf 148,50 Euro zu und überwindet erstmals seit Ende Juli die 21-Tage-Linie.
- StoneX-Analyst Zeyn Burak setzt ein Kursziel von 200 Euro für Adidas und verweist auf Produktneuheiten und sinkende Lagerbestände.
- Nike gewährt der ausgelagerten Frauen-Bundesliga (FBL e.V.) einen Kredit von bis zu 15 Millionen Euro zu 1,5% Zinsen – während Adidas der DFL bis zu 100 Millionen Euro leiht.
- Ein Insider kauft 5.500 Adidas-Aktien zu 1,90 Euro (Gesamtvolumen: 10.450 Euro) – ein Signal für Vertrauen in die Aktie.
Marktanalyse & Details
Kurserholung mit Rückenwind aus den USA
Die Aktien von Adidas zeigen sich am Dienstag deutlich erholt und steigen um 3,7% auf 148,50 Euro. Damit überwinden sie erstmals seit Ende Juli wieder die 21-Tage-Linie. Auslöser ist eine optimistische Einschätzung des US-Finanzdienstleisters StoneX. Deren Analyst Zeyn Burak setzt ein Kursziel von 200 Euro für Adidas an – ein Niveau, das die Papiere zuletzt vor rund 13 Monaten erreicht hatten. Burak begründet dies mit erwarteten Produktneuheiten und einer Bereinigung der hohen Lagerbestände.
Analysten-Einordnung: Die Zielsetzung von 200 Euro entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 30% gegenüber dem aktuellen Kurs. Dies deutet darauf hin, dass StoneX von einer nachhaltigen Trendwende bei Adidas ausgeht, angetrieben durch frische Produktzyklen und eine verbesserte Kostenstruktur.
Die Papiere von Puma, die seit Sommer noch etwas schwächer tendierten, erholen sich am Dienstag nur um moderate 0,6%. Dies dürfte auch auf den Rückhalt im Gesamtmarkt (MDax) zurückzuführen sein.
Nike-Kredit für Frauen-Bundesliga – Signal für sportpolitischen Wandel
Eine weitere interessante Entwicklung betrifft die Finanzierung des deutschen Frauenfußballs. Die ab Juli 2027 selbstständige Frauen-Bundesliga kann bei Ausrüster Nike einen Kredit von bis zu 15 Millionen Euro aufnehmen (Zinssatz: 1,5% p.a.). Dieser Schritt unterstreicht Nikes wachsende Rolle im deutschen Fußball, nachdem der Konzern ab 2027 die Nationalmannschaften ausrüsten wird. Zum Vergleich: Die DFL (Männer) erhielt von Adidas einen Darlehensrahmen von bis zu 100 Millionen Euro. Der neue Kredit für die Frauen-Liga ist zwar deutlich kleiner, verschafft dem FBL e.V. aber dennoch einen finanziellen Spielraum für die Aufbauphase.
Insidertransaktion als Vertrauensbeweis
Am 21. September wurde zudem eine Directors’-Dealings-Meldung veröffentlicht. Ein Insider kaufte 5.500 Adidas-Aktien zu einem Stückpreis von 1,90 Euro – das Gesamtvolumen beträgt 10.450 Euro. Dieser Kauf wird von Marktbeobachtern als positives Signal interpretiert, da Insiderkäufe häufig auf Vertrauen in das jeweilige Unternehmen hindeuten.
Fazit & Ausblick
Die Adidas-Aktie scheint nach dem jüngsten Kursrutsch um rund ein Viertel seit dem Jahreshoch Anfang Juli eine Stabilisierung zu finden. Der Rückenwind durch das Analysten-Lob aus den USA und der Insider-Kauf könnten weitere Kursgewinne begünstigen. Allerdings bleibt die YTD-Performance mit -15,85% deutlich negativ. Anleger sollten die nächsten Quartalszahlen im Oktober im Auge behalten, um zu sehen, ob sich die operative Erholung in den Zahlen widerspiegelt. Die strategische Neuausrichtung im Frauenfußball und die Partnerschaft mit Nike könnten mittelfristig zusätzliches Wachstumspotenzial bieten.
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