adidas ADR Aktie: Rekord-Vorzahlen stützen 2026-Ausblick, UBS warnt vor 2027
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Adidas veröffentlicht am Donnerstag, 29. Oktober, die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal.
- Vorläufig stieg der Umsatz um 9 Prozent auf den Rekordwert von 7,25 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 37 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro.
- Für 2026 erwartet Adidas nun rund 2,5 Milliarden Euro operativen Gewinn; darin berücksichtigt sind zusätzliche Investitionen von etwa 100 Millionen Euro im vierten Quartal.
- UBS sieht Risiken für die Erwartungen an 2027, besonders durch Rabatte und hohe Schuhbestände.
Marktanalyse & Details
Rekordquartal mit Sondereffekt
Die vorläufigen Q3-Zahlen zeigen ein kräftiges Wachstum: Der Umsatz legte auf 7,25 Milliarden Euro zu, währungsbereinigt betrug das Plus 7 Prozent. Das operative Ergebnis erreichte 1,01 Milliarden Euro. Adidas führte den Anstieg auch auf eine US-Zollrückerstattung von rund 200 Millionen Euro zurück.
Nach den Vorabzahlen hob der Konzern seine Prognose für den operativen Gewinn 2026 auf etwa 2,5 Milliarden Euro an. Zuvor hatte Adidas rund 2,3 Milliarden Euro erwartet. Die neue Prognose berücksichtigt, dass das Unternehmen im Schlussquartal etwa 100 Millionen Euro zusätzlich investieren will.
UBS sieht möglichen Erwartungsdruck für 2027
Die UBS bekräftigte am 5. Oktober ihre neutrale Einstufung und senkte das Kursziel von 173 auf 160 Euro. Die Bank hält die Markterwartungen für 2027 für anfällig: Ihre EBIT-Prognose liegt nach den vorliegenden Angaben 8 Prozent unter dem Konsens. Zugleich erwartet sie für 2027 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 6 Prozent und eine EBIT-Marge von 9,1 Prozent.
Ein weiterer Prüfstein sind Lagerbestände und Preisnachlässe im Schuhgeschäft. Adidas-Chef Bjørn Gulden räumte ein, dass das Lifestyle-Schuhgeschäft derzeit durch zu hohe Bestände und starke Rabatte belastet werde. Er erwartet eine Normalisierung, doch deren Zeitpunkt und Ausmaß bleiben für Anleger entscheidend.
Analysten-Einordnung: Das Rekordquartal stärkt den 2026-Ausblick, doch die Zollrückerstattung erklärt einen Teil des Ergebnissprungs und ist nicht ohne Weiteres als wiederkehrender Gewinnbeitrag zu werten. Dies deutet darauf hin, dass die endgültigen Zahlen allein die 2027-Sorgen nicht ausräumen dürften. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Besonders wichtig sind Hinweise zum Auftragsbestand für 2027 sowie zu möglichen Rohstoffkostensteigerungen und zum Abbau der Schuhbestände.
Fazit & Ausblick
Am Donnerstag, 29. Oktober, legt Adidas die endgültigen Q3-Ergebnisse vor. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen über die Rekord-Vorabschätzung hinaus mehr Klarheit zur Nachfrage, zu Rabatten und zum Auftragsbestand für 2027 liefert. Die angehobene Gewinnprognose für 2026 ist positiv, beantwortet aber noch nicht, wie nachhaltig die Ertragskraft im kommenden Jahr ist.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.