adidas ADR Aktie: EBIT steigt im dritten Quartal um 37 Prozent
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- adidas steigerte den Q3-Umsatz im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 7,252 Milliarden Euro.
- Das EBIT legte um 37 Prozent auf 1,008 Milliarden Euro zu; der Nettogewinn erreichte 711 Millionen Euro.
- Der Konzern hob seine Prognose für das Betriebsergebnis 2026 auf rund 2,5 Milliarden Euro an.
- Eine US-Zollrückerstattung von rund 200 Millionen Euro stützte das Quartalsergebnis.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal mit Sondereffekt
adidas meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 7,252 Milliarden Euro, 9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt betrug das Wachstum nach den vorläufigen Angaben 7 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 37 Prozent auf 1,008 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg von 482 Millionen auf 711 Millionen Euro.
Zum kräftigen EBIT-Zuwachs trug eine US-Zollrückerstattung von rund 200 Millionen Euro bei. Der Ergebnisanstieg ist daher nicht ausschließlich als Verbesserung des laufenden Geschäfts zu werten. adidas plant zudem, im vierten Quartal etwa 100 Millionen Euro erneut zu investieren.
Prognose angehoben, Fragen für 2027 bleiben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern nun ein Betriebsergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro, nach zuvor etwa 2,3 Milliarden Euro. Die Anhebung signalisiert Zuversicht für den Jahresabschluss, während der Zollrückfluss einen Teil der verbesserten Ergebnisbasis erklärt.
Als Risiken für den weiteren Ausblick gelten der herausfordernde Konsummarkt sowie hohe Schuhbestände und verstärkte Rabattaktionen im Lifestyle-Geschäft. Für 2027 richtete sich der Blick außerdem auf die Auftragslage und mögliche höhere Rohstoffkosten. UBS hatte zuvor an einer neutralen Einstufung festgehalten und das Kursziel von 173 auf 160 Euro gesenkt; die Bank warnte vor zu hohen Markterwartungen für das Folgejahr.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus Umsatzwachstum und höherem EBIT ist operativ ermutigend, doch der Zollrückfluss macht die Qualität des Ergebnisanstiegs weniger eindeutig. Dies deutet darauf hin, dass Anleger neben der Jahresprognose besonders auf die Entwicklung ohne Sondereffekte und auf die Rabattintensität achten dürften. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die angehobene Prognose stärkt die kurzfristige Ergebnisperspektive, beantwortet aber noch nicht, ob das Wachstum 2027 tragfähig bleibt.
Fazit & Ausblick
Mit der Prognose von rund 2,5 Milliarden Euro EBIT setzt adidas für 2026 ein höheres Ergebnisziel. Entscheidend für die weitere Einschätzung sind die Entwicklung des Lifestyle-Geschäfts, der Abbau der Schuhbestände und neue Hinweise zur Auftragslage für 2027. Die geplanten zusätzlichen Investitionen im vierten Quartal könnten zugleich die kurzfristige Ergebniswirkung des starken dritten Quartals teilweise begrenzen.
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