AbbVie Aktie: Skyrizi erreicht in Crohn-Studie 35,8 Prozent endoskopische Remission
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AbbVie meldet neue Phase-3-Daten zu subkutanem Skyrizi bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn.
- Nach 24 Wochen erreichten 35,8 Prozent der Behandelten eine endoskopische Remission, verglichen mit 9,1 Prozent unter Placebo.
- Bei Patienten ohne vorherige fortgeschrittene Therapie lagen die Remissionsrate bei 45,1 Prozent und die Rate ulcer-freier Endoskopien bei 49 Prozent.
- Die subkutane Induktion wird derzeit von der FDA und der EMA geprüft; neue Sicherheitssignale wurden nicht festgestellt.
Marktanalyse & Details
Endoskopische Ergebnisse der AFFIRM-Studie
Die neuen Ergebnisse aus der Phase-3-Studie AFFIRM betreffen Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem aktivem Morbus Crohn. Nach 24 Wochen hatten 35,8 Prozent der Patienten, die subkutanes Risankizumab (Skyrizi) erhielten, eine endoskopische Remission erreicht. In der Placebogruppe waren es 9,1 Prozent. Als Remission galt eine weitgehende Abheilung der Darmschleimhaut mit wenig bis keiner sichtbaren Entzündung.
Bei Patienten mit Geschwüren zu Studienbeginn waren nach der Behandlung 36,6 Prozent ohne sichtbare Geschwüre. In der Untergruppe ohne vorherige fortgeschrittene Therapie erreichten 45,1 Prozent eine endoskopische Remission und 49 Prozent eine ulcer-freie Endoskopie. Die Studie umfasste auch viele schwer behandelbare Fälle: 65 Prozent hatten zuvor unzureichend auf fortgeschrittene Therapien angesprochen.
Sicherheit und Zulassungsprüfung
Die Sicherheitsdaten bis Woche 24 entsprachen laut AbbVie dem bekannten Profil von Risankizumab; neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Das Unternehmen berichtete zudem über niedrigere Raten behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse in den Risankizumab-Gruppen als unter Placebo während der Induktions- und Erhaltungsphase.
Die subkutane Induktion bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn wird aktuell von der US-Arzneimittelbehörde FDA und der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA geprüft. Die Studienergebnisse wurden auf der Jahrestagung des American College of Gastroenterology 2026 vorgestellt.
Analysten-Einordnung: Der Abstand zur Placebogruppe und die Ergebnisse bei zuvor nicht fortgeschritten behandelten Patienten liefern ein klinisch relevantes Wirksamkeitssignal. Dies deutet darauf hin, dass eine subkutane Induktion das Einsatzpotenzial von Skyrizi bei Morbus Crohn erweitern könnte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine mögliche zusätzliche Wachstumsperspektive für AbbVies Immunologiegeschäft – sie hängt jedoch zunächst von den Zulassungsentscheidungen ab. Die Studiendaten allein garantieren weder eine Zulassung noch einen kommerziellen Erfolg.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt stehen nun die laufenden Prüfungen durch FDA und EMA. Ein konkreter Entscheidungstermin liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor. Für AbbVie bleibt die Entwicklung relevant, weil eine Zulassung die subkutane Behandlungsoption für Crohn-Patienten erweitern könnte; bis zu einer behördlichen Entscheidung bleibt dieser mögliche Beitrag zum Geschäft jedoch offen.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.