AbbVie Aktie: Quartalsgewinn über Erwartungen, Prognose und Dividende steigen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. AbbVie erzielte im dritten Quartal 17,40 Milliarden US-Dollar Umsatz und 3,82 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie.
  2. Skyrizi und Rinvoq wuchsen zweistellig und glichen einen deutlichen Umsatzrückgang bei Humira teilweise aus.
  3. Der Konzern hob seine bereinigte Gewinnprognose für 2026 an und erwartet rund 67,8 Milliarden US-Dollar Umsatz.
  4. Die Quartalsdividende steigt um 5,2 Prozent auf 1,82 US-Dollar je Aktie, erstmals zahlbar am 16. Februar 2027.

Marktanalyse & Details

Wachstum bei Immunologie kompensiert Humira-Rückgang

AbbVie meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 17,40 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 3,82 US-Dollar über den Analystenerwartungen. Das Nettoergebnis stieg auf 4,22 Milliarden US-Dollar nach 1,56 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.

Die wichtigsten Wachstumstreiber kamen aus dem Immunologiegeschäft: Skyrizi steigerte den Umsatz um 22,7 Prozent auf 5,78 Milliarden US-Dollar, Rinvoq um 24 Prozent auf 2,71 Milliarden US-Dollar. Dem stand ein Rückgang von 31 Prozent bei Humira auf 3,21 Milliarden US-Dollar gegenüber. Auch das Neurowissenschaftssegment legte zu: Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 3,39 Milliarden US-Dollar.

Jahresausblick angehoben, kurzfristige Prognose bleibt anspruchsvoll

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet AbbVie nun einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 13,95 und 13,99 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 13,76 bis 13,96 US-Dollar gelegen. Die Umsatzprognose wurde leicht auf rund 67,8 Milliarden US-Dollar angehoben. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,83 bis 3,87 US-Dollar in Aussicht; die Markterwartung lag bei 3,89 US-Dollar. Beim Quartalsumsatz rechnet AbbVie mit rund 18,4 Milliarden US-Dollar.

Die bereinigte Bruttomarge soll im Geschäftsjahr über 84 Prozent des Umsatzes liegen. AbbVie erklärte zugleich, dass der finanzielle Effekt eines 340B-Rabattpilotprojekts noch nicht verlässlich beziffert werden könne. Zu den Belastungen zählen zudem Ausgaben für erworbene Forschung und Entwicklung sowie Meilensteinzahlungen; diese summierten sich bis zum Ende des dritten Quartals auf einen Einfluss von 0,69 US-Dollar je Aktie.

Dividende wächst weiter

Der Verwaltungsrat erhöhte die Quartalsdividende von 1,73 auf 1,82 US-Dollar je Aktie. Die neue Ausschüttung gilt erstmals für die am 16. Februar 2027 zahlbare Dividende; maßgeblich für den Anspruch ist der Aktienbesitz am 15. Januar 2027. Seit der Gründung 2013 hat AbbVie die Quartalsdividende nach Unternehmensangaben insgesamt um 355 Prozent erhöht. Die lange Ausschüttungshistorie geht auf die frühere Muttergesellschaft Abbott Labs zurück.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass AbbVie den Übergang nach dem Verlust des Humira-Exklusivitätsschutzes bislang mit kräftigem Wachstum bei Skyrizi und Rinvoq abfedern kann. Die angehobene Jahresprognose stützt diese Perspektive, doch der Rückgang bei Humira bleibt erheblich und die unter den Erwartungen liegende Gewinnspanne für das vierte Quartal mahnt zur Vorsicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die weitere Wachstumsstory wesentlich davon abhängt, ob die neueren Immunologika ihre Dynamik halten und die Pipeline künftig zusätzliche Umsatzquellen erschließt.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt stehen nun die Entwicklung von Skyrizi und Rinvoq sowie AbbVies Fähigkeit, den Humira-Rückgang dauerhaft auszugleichen. Die nächste konkrete Ausschüttungsmarke ist der 15. Januar 2027 als Stichtag für die erhöhte Dividende; die Auszahlung folgt am 16. Februar 2027. Auch die nächste Quartalsbilanz wird zeigen, ob das Wachstum die vorsichtigere kurzfristige Gewinnprognose übertrifft.

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