AbbVie Aktie: Q3-Beat hebt Gewinnprognose und Dividende an
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AbbVie erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 17,40 Mrd. USD und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,82 USD.
- Skyrizi und Rinvoq steigerten ihre Umsätze um 22,7 beziehungsweise 24,0 Prozent und glichen den Rückgang von Humira teilweise aus.
- Für das Gesamtjahr hob AbbVie die bereinigte EPS-Prognose auf 13,95 bis 13,99 USD an; die Quartalsdividende steigt auf 1,82 USD je Aktie.
- Für das vierte Quartal erwartet der Konzern 3,83 bis 3,87 USD bereinigten Gewinn je Aktie und rund 18,4 Mrd. USD Umsatz.
Marktanalyse & Details
Neue Immunologiepräparate fangen Humira-Rückgang auf
AbbVie übertraf im dritten Quartal die Erwartungen: Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent auf 17,40 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 3,82 USD über der Schätzung von 3,73 USD. Der Nettogewinn erreichte 4,22 Mrd. USD nach 1,56 Mrd. USD im Vorjahr.
Der wichtigste Wachstumsmotor blieb die Immunologie. Skyrizi setzte 5,78 Mrd. USD um, ein Plus von 22,7 Prozent. Rinvoq steigerte den Umsatz um 24,0 Prozent auf 2,71 Mrd. USD. Dem stand ein Rückgang von Humira um 31,0 Prozent auf 3,21 Mrd. USD gegenüber. Auch die Neurowissenschaften trugen zum Wachstum bei: Ihr Umsatz legte um 19,0 Prozent auf 3,39 Mrd. USD zu.
Prognose angehoben, Quartalsausblick gemischt
Für 2026 erwartet AbbVie nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 13,95 bis 13,99 USD, nach zuvor 13,76 bis 13,96 USD. Die Umsatzprognose liegt bei rund 67,8 Mrd. USD. Für Skyrizi rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit 21,8 Mrd. USD Umsatz, für Rinvoq mit 10,3 Mrd. USD. Die bereinigte Bruttomarge soll mehr als 84 Prozent des Umsatzes erreichen.
Der Ausblick auf das vierte Quartal fällt differenziert aus: AbbVie prognostiziert einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,83 bis 3,87 USD und liegt damit leicht unter der Analystenschätzung von 3,89 USD. Die Umsatzprognose von etwa 18,4 Mrd. USD liegt dagegen über der Vergleichsschätzung von 18,3 Mrd. USD. Zudem erhöht der Konzern die Quartalsdividende um 5,2 Prozent auf 1,82 USD je Aktie.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass AbbVie den Übergang nach dem Verlust der Humira-Exklusivität zunehmend mit den stark wachsenden Nachfolgern bewältigt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine verbesserte Gewinnperspektive, zugleich bleibt die Abhängigkeit von Skyrizi und Rinvoq ein zentraler Punkt: Ihr Wachstum muss den weiteren Rückgang von Humira und mögliche künftige Patentabläufe ausgleichen. Dass die Gewinnspanne der Q4-Prognose unter dem Konsens liegt, setzt dem positiven Gesamtjahresausblick einen vorsichtigen Akzent.
Pipeline soll Wachstum über die Immunologie hinaus erweitern
AbbVie prüft nach Angaben von Chief Scientific Officer Roopal Thakkar weitere Möglichkeiten, das Engagement im Bereich Adipositas auszubauen. Im Fokus stehen differenzierte Wirkstoffprofile und mögliche Kombinationen, die sowohl die Wirksamkeit als auch die Verträglichkeit verbessern könnten. Der Konzern sieht dabei auch mögliche Anknüpfungspunkte an Indikationen, in denen er bereits eine starke Stellung hat.
Fazit & Ausblick
Der Quartalsbericht stärkt AbbVies Jahresausblick und bestätigt die Bedeutung von Skyrizi und Rinvoq als Wachstumssäulen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob diese Präparate den Humira-Rückgang dauerhaft kompensieren und die Pipeline zusätzliche Wachstumsquellen hervorbringt. Anleger können als nächsten wichtigen Prüfstein die Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen beobachten.
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