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Lars Weigand in Börsennews

14.06.2026 20:19

Blogartikelbild SpaceX-IPO, deutsche Robotik Aktie, Adobe und Oracle enttäuschen

SpaceX-IPO, deutsche Robotik Aktie, Adobe und Oracle enttäuschen

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die ersten Kurse und die Zuteilung beim IPO von SpaceX.

Außerdem beleuchten unsere Experten die an sich soliden Ergebnisse von Oracle und Adobe, die trotzdem zu einem Abverkauf bei den Aktien führten.

Letztlich geht es noch um einen deutschen Nebenwert, der plötzlich im Trendthema Robotik eine wichtige Rolle spielen könnte.

Wie die Zahlen von Oracle und Adobe ausgefallen sind, wie der erste Börsentag von SpaceX lief und welcher Nebenwert im Bereich Robotik jetzt spannend ist, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastsSpotify oder direkt bei YouTube.

Aktuelle Marktlage: Zwischen Iran-Hoffnungen, Ölpreis und Rallye bei KI Infrastruktur

Die Großwetterlage am Markt bleibt nervös. Besonders das Thema Iran sorgt weiter für ständige Richtungswechsel. Erst wird mit militärischen Schritten gedroht, kurz darauf steht wieder ein möglicher Deal im Raum. Solche Schlagzeilen schlagen direkt auf Ölpreis, Indizes und Sektoren durch.

Zuletzt deutete vieles wieder stärker auf eine Einigung hin. Das half vor allem dem DAX, der deutlich zulegen konnte. Gleichzeitig fiel der Ölpreis, was klassische Profiteure eines niedrigeren Energiepreises nach oben zog.

Besonders stark waren dabei unter anderem:

  • Airlines wie Lufthansa
  • Reiseaktien wie TUI
  • Konsumwerte
  • Immobilienaktien

Auch an der Nasdaq war wieder ordentlich Bewegung drin. Vor allem die KI Infrastruktur Profiteure legten kräftig zu. Dazu gehörten Maschinenbauer und Halbleiterzulieferer wie ASML, KLA oder Lam Research, aber auch Speicherchip Werte wie Micron und Sandisk. Teilweise ging es dort zweistellig nach oben.

Das Problem aus Anlegersicht bleibt aber dasselbe wie seit Wochen: Viele Titel eröffnen mit großen Kurslücken. Wer auf Rücksetzer wartet, bekommt sie oft nicht. Wer hinterherspringt, läuft Gefahr, direkt in die nächste Korrektur zu geraten. Das macht das Timing extrem schwer.

Und während Teile des Marktes wieder Stärke zeigen, bleibt Software weiter der Problemsektor. Genau dort wird es bei Adobe besonders interessant.

Adobe: Starke Zahlen, höhere Prognose und trotzdem wieder Abverkauf

Aktienverlinkung: US00724F1012

Adobe ist eines dieser Paradebeispiele dafür, wie brutal der Markt aktuell mit Software umgeht. Auf den ersten Blick sah das Zahlenwerk nämlich alles andere als schlecht aus. Im Gegenteil.

Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 13 Prozent zu. Damit gewann das Geschäft sogar wieder etwas an Dynamik. Gerade nach einer Phase, in der das Wachstum nicht mehr durchgehend zweistellig war, ist das ein gutes Signal.

Auch das Management zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. Über verschiedene Kundengruppen hinweg lief es ordentlich, und künstliche Intelligenz scheint den Produkten aktuell eher zu helfen als zu schaden. Die Nutzung steigt, statt unter Druck zu geraten.

Dazu kommt: Adobe hob sogar die Prognose an.

Wichtige Punkte bei Adobe:

  • Umsatzwachstum wieder im zweistelligen Bereich
  • KI sorgt bislang nicht für Disruption, sondern eher für zusätzliche Nutzung
  • Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben
  • Auch der Ausblick für das nächste Quartal wurde verbessert

Und trotzdem reagierte die Aktie negativ. Warum?

Das Haar in der Suppe: CFO-Wechsel und schwächeres ARR-Wachstum

Ein Punkt, der am Markt fast nie gut ankommt, ist ein überraschender Abgang im Vorstand. Genau das passierte hier, denn der Finanzvorstand wird das Unternehmen verlassen. Solche Personalien können an der Börse schnell mehr Gewicht bekommen als operative Fortschritte.

Hinzu kam eine zweite Baustelle: das Wachstum beim jährlich wiederkehrenden Umsatz. Adobe stellte in Aussicht, hier im zweiten Halbjahr etwas weniger Dynamik zu zeigen als zuvor gedacht.

Der Hintergrund ist allerdings wichtig. Das Unternehmen priorisiert stärker die Gewinnung hochwertiger Nutzer im Premium Bereich. Kurzfristig kostet das etwas Wachstum bei dieser Kennzahl, langfristig soll es Adobe robuster machen.

Das Problem ist nur: Der Markt denkt oft kurzfristig. Und Analysten hatten offenbar mehr erwartet.

Deshalb hagelte es Abstufungen und gesenkte Kursziele. Genau so etwas verstärkt dann häufig den Abwärtsdruck zusätzlich. Der Markt fokussiert sich plötzlich nur noch auf die paar negativen Punkte und blendet aus, dass Umsatz und Gewinnprognose gleichzeitig steigen.

Warum Adobe trotzdem interessant bleibt

Wenn man sich das Ganze etwas nüchterner anschaut, bleibt vor allem eins hängen: In den Zahlen ist bislang keine echte strukturelle Schwäche zu erkennen.

Es gibt keinen offensichtlichen Beleg dafür, dass Adobe operativ von KI verdrängt wird. Weder in der aktuellen Entwicklung noch im Ausblick zeigt sich ein Einbruch. Trotzdem wird die Aktie weiter behandelt, als stünde genau das unmittelbar bevor.

Natürlich ist das Sentiment schlecht. Natürlich helfen CEO und CFO Wechsel kurzfristig nicht. Und ja, es kann gut sein, dass eine echte Neubewertung noch dauert. Aber genau hier liegt auch der Punkt: Die Skepsis wirkt inzwischen sehr weit fortgeschritten.

Viele haben sich schon bei höheren Bewertungen eingeredet, die Aktie sei günstig. Inzwischen ist die Bewertung noch einmal deutlich zusammengeschmolzen. Das alleine ist kein Kaufargument, aber es zeigt, wie viel Misstrauen bereits eingepreist sein könnte.

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Oracle: Rekordzahlen, gigantischer Auftragsbestand aber Sorgen um die Profitabilität

Aktienverlinkung: US68389X1054

Auch Oracle lieferte eigentlich starke Zahlen. Umsatz und Gewinn legten jeweils um mehr als 20 Prozent zu. Für ein Unternehmen dieser Größe ist das alles andere als selbstverständlich.

Oracle profitiert massiv vom KI Infrastruktur Boom. Besonders das Geschäft mit Rechenzentren und Cloud Kapazitäten entwickelt sich extrem dynamisch. Genau dort fließen aktuell die Milliarden der großen Tech Konzerne hin.

Operativ gibt es also einiges, das für Oracle spricht.

Die bullische Seite bei Oracle

Was besonders heraussticht, ist der Auftragsbestand. Der gesicherte Umsatz für die Zukunft ist regelrecht explodiert. Das signalisiert eine enorme Nachfrage nach den angebotenen Leistungen.

Auffällige Wachstumsbereiche bei Oracle:

  • OCI Cloud Wachstum von rund 47 Prozent
  • Infrastructure as a Service mit fast verdoppeltem Wachstum
  • Einzelne KI Datenbankbereiche mit vervielfachtem Umsatz
  • Massiv steigender Auftragsbestand

Wenn Kunden derart viele Kapazitäten buchen, dann spricht viel dafür, dass Oracle in den kommenden Jahren noch deutlich mehr Umsatz realisieren kann. Ein bekannter Großkunde ist dabei OpenAI. Solche Namen geben dem Markt zwar grundsätzlich Vertrauen in die Nachfrage, ändern aber nichts an der zweiten Seite der Medaille.

Das Problem: Oracle muss selbst enorme Summen investieren

Und genau da liegt der Knackpunkt. Um diesen riesigen Bedarf überhaupt bedienen zu können, muss Oracle massiv investieren. Das bedeutet höhere Ausgaben, zusätzliche Finanzierung und am Ende auch Druck auf die Profitabilität.

Der Markt fragt sich also nicht, ob Nachfrage da ist. Die Frage lautet eher: Kann Oracle das profitabel genug in freien Cashflow umwandeln?

Dazu kommt die ohnehin hohe Verschuldung. Wenn jetzt noch mehr Kapital aufgenommen werden muss, ist das für viele Investoren erst einmal kein Wohlfühlszenario. Ein Teil zusätzlicher Finanzierung könnte zudem über neue Aktien laufen, was Verwässerung bedeutet.

Das erklärt, warum die Reaktion trotz guter Zahlen verhalten bis negativ ausfiel.

Warum Oracle mittelfristig trotzdem spannend bleibt

Mittelfristig gibt es hier aber durchaus ein bullishes Szenario. Wenn Oracle den Höhepunkt dieser Investitionsphase erreicht und die daraus entstehenden Cashflows später ausreichen, um weitere Expansion selbst zu tragen, könnte sich das Bild deutlich aufhellen.

Dann würde aus der heutigen Skepsis plötzlich Zuversicht werden. Und genau solche Stimmungswechsel können bei Aktien mit starkem operativem Rückenwind ziemlich dynamisch ausfallen.

Kurzfristig braucht man dafür aber Geduld. Der Markt will erst sehen, dass das Modell nicht nur wächst, sondern auch die Bilanz nicht überfordert.

Software bleibt unter Druck, obwohl die Zahlen oft solide sind

Wenn man Adobe und Oracle zusammennimmt, dann zeigt sich ein klares Muster. Die Berichtssaison im Softwarebereich war keineswegs katastrophal. Viele Unternehmen lieferten ordentliche Zahlen, manche erhöhten sogar ihre Prognosen.

Trotzdem werden Rallys schnell wieder komplett abverkauft. Bei einigen Aktien ging es sogar auf neue Tiefs. Das ist vor allem eine Frage des Sentiments. Der Markt verlangt derzeit fast Perfektion. Alles, was nur leicht von den hochgesteckten Erwartungen abweicht, wird bestraft.

Deshalb ist der Sektor aktuell extrem anspruchsvoll. Fundamental läuft vieles besser, als es die Kursentwicklung vermuten lässt. Aber solange das Vertrauen fehlt, kann es länger dauern, bis sich das auch wieder in den Bewertungen widerspiegelt.

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Novo Nordisk: Gute Nachrichten für die Wegovy-Pille

Aktienverlinkung: US6701002056

Neben all dem Tech Trubel gab es auch aus dem Gesundheitssektor positive Nachrichten. Novo Nordisk erhielt eine weitere Zulassung für die Wegovy Pille, diesmal im Vereinigten Königreich.

Damit ist das Präparat nun bereits im dritten Land zugelassen. Zuvor hatte es auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten grünes Licht gegeben.

Das ist aus mehreren Gründen relevant. Zum einen wächst damit der potenzielle Markt weiter. Zum anderen unterstreicht es, dass Novo Nordisk bei diesem Thema international vorankommt und die Expansion nicht nur auf einen Einzelmarkt beschränkt ist.

Gerade die Pille wird aus Sicht vieler noch unterschätzt. Der Bedarf im Bereich Adipositas ist riesig und kaum von einem einzelnen Anbieter allein zu bedienen. Gleichzeitig dürfte die einfache Einnahmeform das Interesse zusätzlich erhöhen.

Natürlich braucht ein Konzern dieser Größe Zeit, bis neue Produkte spürbar auf den Gesamtumsatz durchschlagen. Aber die Richtung stimmt. Und genau deshalb bleibt Novo Nordisk für viele langfristig spannend.

Schaeffler plötzlich Robotik Aktie

Aktienverlinkung: DE000SHA0100

Jetzt zu einem eher ungewöhnlichen Kandidaten. Wenn man an Robotik denkt, denken die wenigsten zuerst an eine deutsche Autozulieferer Aktie. Und genau deshalb ist Schaeffler interessant.

Das Unternehmen ist zwar nach wie vor stark im Automobilbereich aktiv, arbeitet aber offenbar zunehmend daran, sich in neue Zukunftsfelder hineinzuentwickeln. Besonders auffällig ist die Aktivität rund um humanoide Roboter.

Was dabei naheliegt: Schaeffler bringt Know how bei mechanischen Komponenten, Gelenken und Aktoren mit. Genau solche Bauteile spielen bei humanoiden Robotern eine wichtige Rolle.

Warum das Thema überhaupt spannend ist

Humanoide Robotik wird vom Markt immer ernster genommen. Es geht nicht mehr nur um ferne Visionen. Erste größere Produktionsanläufe werden bereits erwartet, etwa bei Unternehmen wie Tesla oder Figure. Gleichzeitig entstehen in China viele neue Player.

Schaeffler will dabei keine eigenen Roboter bauen, sondern sich als Zulieferer positionieren. Das ist ein realistischerer Ansatz und strategisch auch nachvollziehbar.

Was für Schaeffler spricht:

  • Strategische Partnerschaften im Robotikbereich
  • Kooperationen mit bekannten Unternehmen
  • Know how bei Aktoren und mechanischen Komponenten
  • Zusätzliche Ambitionen im Bereich Space

Natürlich bleibt die große Frage, wie viel davon am Ende Substanz und wie viel davon Zukunftserzählung ist. In den aktuellen Zahlen sieht man von diesem Wandel noch nicht allzu viel. Deshalb ist das Ganze eher ein spekulativer Trade als ein glasklarer Langfrist Case.

Aber genau solche Geschichten können an der Börse funktionieren, wenn der Markt anfängt, sie ernst zu nehmen. Und eine gewisse Aufwärtstendenz war in der Aktie zuletzt bereits zu sehen.

Space und Robotik: Warum diese Themen den Markt weiter beschäftigen werden

Dass Zukunftsthemen wie Space und Robotik nicht mehr nur Randnotizen sind, sieht man auch an den jüngsten Index Änderungen. Mit Unternehmen aus dem Cloud und Space Bereich rücken genau solche Wachstumssegmente stärker in den Vordergrund.

Rocket Lab ist dafür ein gutes Beispiel. Das Thema Space gewinnt weiter an Relevanz. Gleichzeitig bleibt es extrem volatil, weil hier viel Spekulation im Spiel ist und viele private Anleger aktiv sind.

Das bedeutet im Klartext: starke Trends nach oben, aber zwischendurch auch heftige Rücksetzer. Wer in diesen Bereichen unterwegs ist, braucht starke Nerven.

SpaceX IPO – so lief der erste Handelstag

Aktienverlinkung: US84615Q1031

Dann zum großen Thema der Woche. Der erste Handelstag von SpaceX war natürlich das Highlight. Die Erwartungen waren riesig, die Spekulationen entsprechend auch.

Und unterm Strich kann man sagen: Der Tag lief überraschend geordnet ab.

Es gab im Vorfeld durchaus Sorgen, ob technisch alles funktioniert, wie die Zuteilung ausfällt und ob der Handelsstart im Chaos endet. Tatsächlich lief vieles deutlich gesitteter als befürchtet.

Zuteilung und Handelsstart

Die Zuteilungsquote lag am Ende in vielen Fällen nur bei ungefähr 12,9 Prozent. Das war weniger, als manche erwartet hatten. Bei anderen Brokern soll die Quote teilweise höher gewesen sein, aber insgesamt war die Nachfrage natürlich gewaltig.

Kein Wunder, denn es handelte sich um eines der größten Börsenereignisse seit langer Zeit.

Interessant war auch der Kursverlauf zum Start. Die ersten Indikationen lagen zunächst deutlich höher, fielen dann aber vor Handelsbeginn wieder zurück. Die ersten tatsächlichen Kurse waren entsprechend niedriger als viele zwischenzeitlich erwartet hatten.

Danach stabilisierte sich die Aktie aber recht schnell und arbeitete sich wieder nach oben. Zum Zeitpunkt der Auswertung lag der Kurs bei rund 170 Dollar und damit ziemlich genau zwischen den vorherigen Schätzungen.

Warum der erste Tag als Erfolg gewertet werden kann

Wer zugeteilt bekam, lag nach dem ersten Handelstag deutlich im Gewinn. Das allein macht den Start aus Sicht vieler Marktteilnehmer bereits erfolgreich.

Wichtig ist dabei aber die richtige Einordnung. Es ging vielen gar nicht darum, die Aktie blind zehn oder zwanzig Jahre zu halten. Der Reiz lag vor allem in der Chance auf den typischen IPO Aufschlag zum Handelsstart.

Und genau das hat funktioniert.

Die oft zitierten Statistiken, dass IPOs nach Wochen oder Monaten im Schnitt schlecht laufen, greifen in so einem Fall nur bedingt. Denn viele interessieren sich bei solchen Ereignissen vor allem für die erste Marktreaktion und nicht für ein starres Buy and Hold Szenario.

Was nach dem ersten Tag wichtig bleibt

Trotzdem sollte man nicht gierig werden. Bei solch gehypten Börsengängen ist fast alles möglich. Die Bewertung ist hoch, die Erwartungen sind riesig und das Momentum kann beide Richtungen annehmen.

Spannend war auch, dass andere Space Aktien zeitgleich unter Druck gerieten. Das deutet darauf hin, dass Kapital aus bestehenden Space Plays in SpaceX umgeschichtet wurde. So etwas kann noch ein paar Tage weitergehen.

Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass nach dem ersten Hype Ernüchterung einsetzt. Gerade bei sehr emotional getriebenen Börsengängen sieht man oft zunächst Euphorie und anschließend eine Phase, in der die Kurse wieder bröckeln.

Die wichtigsten Erkenntnisse zum ersten SpaceX Handelstag:

  • Die technische Abwicklung lief insgesamt besser als erwartet
  • Die Zuteilung fiel eher knapp aus
  • Der erste Handelstag brachte deutliche Buchgewinne für Zuteilungsempfänger
  • Die Kursbewegung war lebhaft, aber weniger chaotisch als befürchtet
  • Auch in den nächsten Tagen bleibt mit hoher Volatilität zu rechnen

Fazit: Starke Zahlen reichen gerade nicht, Storys bewegen den Markt mehr denn je

Diese Woche hat mal wieder gezeigt, wie widersprüchlich der Markt gerade ist. Adobe erhöht die Prognose und fällt. Oracle liefert Rekordzahlen und wird trotzdem kritisch gesehen. Novo Nordisk sammelt positive Nachrichten ein, während bei Schaeffler plötzlich Robotik Fantasie entsteht. Und SpaceX sorgt trotz hoher Bewertung für Euphorie.

Das alles läuft parallel in einem Umfeld, das zusätzlich von Makro Schlagzeilen, Ölpreis und Zinserwartungen getrieben wird.

Wer aktuell investiert, braucht deshalb mehr denn je eine klare Trennung zwischen kurzfristigem Sentiment und langfristiger Fundamentalanalyse. Denn häufig reagieren Kurse nicht auf das, was objektiv gut oder schlecht ist, sondern auf das, was im Vorfeld bereits erwartet wurde.

Genau deshalb bleiben Adobe und Oracle trotz negativer Reaktion spannend. Genau deshalb sollte man Zukunftsthemen wie Robotik und Space zwar ernst nehmen, aber nie blind hinterherlaufen. Und genau deshalb war der erste Tag von SpaceX zwar ein Erfolg, aber noch lange nicht das Ende der Geschichte.

Die nächsten Wochen dürften also alles andere als langweilig werden.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Schaeffler.

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