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Florian Behlau in Börsennews

05.04.2026 11:13

Blogartikelbild SpaceX Börsengang 2026: Alles zum größten IPO der Geschichte

SpaceX Börsengang 2026: Alles zum größten IPO der Geschichte

Der IPO-Markt war zuletzt weitgehend tot – jetzt kommt Bewegung rein, und ausgerechnet SpaceX könnte alles verändern. Elon Musks Raumfahrtfirma hat am 1. April vertraulich den Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Bei einer möglichen Bewertung von bis zu 1,75 Billionen USD würde SpaceX den größten Börsengang der Geschichte liefern.

Für Anleger geht es dabei um mehr als nur einen prominenten Namen. Der SpaceX-Börsengang könnte zeigen, wie viel Fantasie der Markt aktuell noch für Zukunftsthemen wie Satelliteninternet, Raumfahrt und KI bezahlt. Gleichzeitig stellt sich die zentrale Frage: Ist diese Bewertung gerechtfertigt – oder steckt hier bereits zu viel Zukunft im Kurs? Und wie kann man als Anleger beim IPO dabei sein? Das klären wir in dieser Goldesel Topstory.

Eine SpaceX-Rakete startet ins All – der geplante Börsengang könnte neue Maßstäbe an den Kapitalmärkten setzen. Foto: ChatGPT/OpenAI

Project Apex: Was über den SpaceX Börsengang bekannt ist

Unter dem internen Projektnamen „Project Apex“ treibt SpaceX den Börsengang im Hintergrund voran. Erste Details zeigen bereits, welche Dimension dieses Vorhaben erreichen kann:

  • S-1-Einreichung: SpaceX hat am 1. April 2026 eine vertrauliche IPO-Anmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Dieses Verfahren ermöglicht es dem Unternehmen, zentrale Finanzdaten zunächst unter Verschluss zu halten und den Börsengang ohne öffentlichen Druck vorzubereiten.
  • Zeitplan: Der Börsengang ist aktuell für Juni oder Juli 2026 an der Nasdaq vorgesehen. Der genaue Termin dürfte stark vom Marktumfeld abhängen – insbesondere von der Entwicklung der Tech-Aktien und der allgemeinen Risikobereitschaft der Investoren.
  • Bewertung: Angestrebt wird eine Bewertung zwischen 1,5 und 1,75 Billionen USD. Damit würde SpaceX auf Anhieb in einer Liga mit den größten Tech-Konzernen spielen – obwohl Umsatz und Gewinn aktuell noch deutlich darunter liegen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an zukünftiges Wachstum.
  • Emissionsvolumen: Mit bis zu 75 Milliarden USD könnte der IPO größer ausfallen als der Börsengang von Saudi Aramco im Jahr 2019. Ein solches Volumen würde enorme Liquidität aus dem Markt ziehen und den IPO zu einem der dominierenden Themen an den Börsen machen.
  • Bankenkonsortium: Zu den führenden Banken gehören Morgan Stanley, Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America und Citigroup. Die breite Aufstellung zeigt, welche Bedeutung dieser Börsengang für den globalen Kapitalmarkt hat.
  • Aktienstruktur: Geplant ist eine Dual-Class-Struktur, bei der Elon Musk die Kontrolle über die Stimmrechte behält. Für Anleger bedeutet das: wirtschaftliche Beteiligung ja – Mitspracherecht nur eingeschränkt.
  • Retail-Allokation: Besonders auffällig ist die geplante Zuteilung von bis zu 30 % der Aktien an Privatanleger. Das ist für einen IPO dieser Größenordnung ungewöhnlich hoch und könnte die Nachfrage zusätzlich antreiben – gleichzeitig aber auch zu stärkeren Kursschwankungen zum Handelsstart führen.
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Wie du jetzt schon als Privatanleger in SpaceX investieren kannst

Realistisch betrachtet werden die meisten Privatanleger erst mit dem Börsenstart selbst Zugang zur Aktie erhalten. Der direkte Zugang ist eingeschränkt, aber möglich. Die folgenden Möglichkeiten basieren auf typischen Abläufen bei großen Börsengängen und sind keine bestätigten Details zum SpaceX IPO.

  • Pre-IPO-Fonds und Sekundärmärkte: Über spezialisierte Fonds oder Plattformen können ausgewählte Investoren bereits vor dem Börsengang Anteile an privaten Unternehmen wie SpaceX erwerben. In der Praxis bleibt dieser Zugang jedoch meist vermögenden Anlegern vorbehalten, da hohe Mindestinvestments und begrenzte Verfügbarkeiten die Einstiegshürden deutlich erhöhen.
  • Indirekte Investments über das Space-Ökosystem: Wer frühzeitig auf den Trend setzen will, kann in börsennotierte Unternehmen investieren, die vom Wachstum der Raumfahrtindustrie profitieren. Dazu zählen etwa Raketenhersteller, Satellitenfirmen oder Infrastruktur-Anbieter. Diese Strategie bietet keinen direkten Zugang zu SpaceX, aber eine breitere Wette auf die gesamte Space Economy.
  • Teilnahme am IPO selbst: Zwar plant SpaceX eine vergleichsweise hohe Retail-Allokation von bis zu 30 %, dennoch dürfte die Nachfrage zum Börsenstart enorm sein. In solchen Fällen werden Privatanleger oft nur in begrenztem Umfang berücksichtigt, während institutionelle Investoren bevorzugt bedient werden.
  • Einstieg nach dem Börsengang: Historisch zeigen viele große IPOs ein ähnliches Muster: starke Nachfrage zum Start, gefolgt von erhöhter Volatilität in den ersten Wochen. Wer nicht zwingend sofort investieren muss, findet nach der Erstnotiz häufig attraktivere Einstiegsgelegenheiten, sobald sich der erste Hype gelegt hat.
Was ist eine vertrauliche S-1-Einreichung?

Unternehmen können ihren Börsengang in den USA zunächst vertraulich bei der Börsenaufsicht SEC anmelden. Dabei werden zentrale Finanz- und Unternehmensdaten eingereicht, ohne dass diese sofort öffentlich werden. Das vollständige S-1-Dokument wird in der Regel erst mindestens 15 Tage vor der Roadshow veröffentlicht. Für Anleger bedeutet das: Viele entscheidende Details zum SpaceX Börsengang werden erst relativ spät bekannt.

SpaceX im Profil: Vom Raketenbauer zum Space-Tech-Konglomerat

SpaceX hat sich seit der Gründung 2002 vom Raketen-Startup zum dominanten Tech-Konglomerat transformiert. Das Geschäftsmodell ruht heute auf vier Säulen:

  • Launch Services: Absolute Marktführung durch die Falcon-Familie (ca. 80 % des weltweiten Volumens).
  • Starlink: Satelliten-Internet als globaler Cashflow-Lieferant mit über 9,2 Mio. Nutzern.
  • Starship: Das Transportmittel der nächsten Generation für Massennutzlasten und die Mars-Vision.
  • Starshield: Eine spezialisierte Militärsparte für hochsichere Regierungsaufträge.

Der strategische Gamechanger war der xAI-Merger im Februar 2026. Mit einer kombinierten Bewertung von 1,25 Bio. USD erschließt SpaceX eine neue Dimension: Orbitale Datenzentren. Durch die Verschmelzung des Starlink-Netzwerks mit den xAI-Modellen verarbeitet SpaceX Daten direkt im Orbit. Damit mutiert das Unternehmen vom reinen Logistiker zum unverzichtbaren Infrastruktur-Giganten der KI-Ära.

Die Zahlen hinter dem Mega-IPO: Umsatz, Gewinn und Bewertung

Da SpaceX bisher nicht publizitätspflichtig war, basieren die folgenden Daten auf Branchen-Insidern und Analystenschätzungen. Erst mit dem endgültigen Börsenprospekt werden die exakten Bilanzen für alle sichtbar, bis dahin gilt: Diese Zahlen sind die „Best Guesses“ der Wall Street.

  • Umsatz & EBITDA 2025: Geschätzt bei 15,5–16 Mrd. USD Umsatz und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von beeindruckenden 7,5–8 Mrd. USD.
  • Starlink-Dominanz: Das Satelliten-Internet ist mit 10 Mrd. USD Umsatz und über 9,2 Mio. Nutzern (bei ~9.500 Satelliten) mittlerweile das finanzielle Rückgrat.
  • Launch-Monopol: Mit ca. 165 Starts im Jahr 2025 deckt SpaceX rund 80 % des weltweiten kommerziellen Marktes ab.
  • Staatsaufträge: Über 24 Mrd. USD vom Pentagon seit 2008, inklusive eines frischen 5,9 Mrd. USD schweren Space-Force-Vertrags aus 2025.
Die drei Mega IPOs 2026

SpaceX ist nur der Auftakt: Auch OpenAI (bis zu 1 Bio. USD Bewertung) und Anthropic (380 Mrd. USD Bewertung) planen für das zweite Halbjahr 2026 ihre Börsengänge. Mit einem geschätzten Gesamtvolumen von über 150 Mrd. USD würden diese drei Giganten die Aufnahmefähigkeit der Kapitalmärkte auf eine historische Probe stellen. SpaceX macht den Anfang und setzt den entscheidenden Maßstab für das gesamte Tech-Jahr.

Die Bewertung im Realitätscheck

Für 2026 wird ein Umsatz von 20–24 Mrd. USD erwartet. Bei einer Bewertung von 1,75 Bio. USD zahlt man also etwa das 100-Fache des Umsatzes. Zum Vergleich: Klassische Telekommunikationsriesen werden oft nur mit dem 8-Fachen bewertet. Anleger kaufen hier keine aktuelle Substanz, sondern die Wette auf ein technologisches Monopol und die massive KI-Fantasie durch den xAI-Merger. Wer hier investiert, setzt darauf, dass SpaceX die physikalische Infrastruktur für die digitale Welt der Zukunft kontrolliert.

Risiken und Fragezeichen für Anleger

So beeindruckend die Zahlen von SpaceX auch sind, der Börsengang ist kein Selbstläufer. Wer hier investiert, kauft nicht nur ein operativ starkes Unternehmen, sondern auch ein ganzes Bündel an Ungewissheiten.

Das größte Fragezeichen steht hinter dem xAI-Merger. Im Februar 2026 wurde Musks KI-Unternehmen xAI in SpaceX integriert, bewertet mit 250 Mrd. USD. Klingt nach Synergien, doch xAI schreibt tiefrote Zahlen: geschätzt 250 Mio. USD Umsatz bei 2,5 Mrd. USD Verlust. Kritiker sehen darin eine unprofitable KI-Sparte, die auf dem Rücken einer profitablen Raumfahrtfirma an die Börse gebracht wird. Der Merger fand ohne unabhängige Aktionärsprüfung statt. Erst mit dem S-1-Prospekt wird sichtbar, wie sich die Verluste auf die Konzernbilanz auswirken.

Eng damit verknüpft ist die Frage, wie realistisch orbitale Datenzentren tatsächlich sind. SpaceX hat bei der FCC die Genehmigung für bis zu eine Million Satelliten beantragt, die als KI-Rechenzentren im All dienen sollen. Experten bleiben skeptisch: Bau, Start und Wartung solcher Systeme übersteigen nach aktuellem Stand die Kosten terrestrischer Datenzentren deutlich. Musk selbst räumt ein, dass diese Technologie frühestens in zwei bis drei Jahren marktreif sein könnte. Ein erheblicher Teil der Bewertung stützt sich also auf Technologie, die bisher nicht existiert.

Was ist eine Lock-up-Periode?

Nach einem Börsengang dürfen Insider wie Gründer, Mitarbeiter und Frühphaseninvestoren ihre Anteile für einen festgelegten Zeitraum nicht verkaufen. Diese sogenannte Lock-up-Periode beträgt bei US-IPOs üblicherweise 90 bis 180 Tage. Für SpaceX-Anleger ist das relevant, weil nach Ablauf dieser Frist ein erhebliches Aktienvolumen auf den Markt kommen kann. Historisch führt das Lock-up-Ende bei großen IPOs häufig zu Kursdruck, da Insider Gewinne realisieren.

Darüber hinaus solltest du folgende Risiken auf dem Schirm haben:

  • Starship noch nicht einsatzbereit: Das Transportmittel der nächsten Generation soll frühestens Anfang 2027 operationell fliegen. Verzögerungen hätten direkte Auswirkungen auf die Umsatzprognosen, da Starship für die Massenentfaltung der neuen Starlink-V3-Satelliten entscheidend ist.
  • Extreme Personenabhängigkeit: Elon Musk führt gleichzeitig Tesla, SpaceX, xAI, X und Neuralink. Jede Kontroverse kann sich unmittelbar auf den Kurs auswirken.
  • Wettbewerb rückt näher: Amazon hat mit Amazon Leo bereits über 200 Satelliten im Orbit und plant den kommerziellen Service in den USA und Europa. Mit über 10 Mrd. USD zugesagtem Investment und einer Erweiterung auf 7.700 Satelliten ist Amazon ein ernstzunehmender Herausforderer.

Aktien-Profiteure: Wer vom SpaceX Hype profitiert

Rocket Lab

Aktienverlinkung: US7731211089

Rocket Lab hat sich als die einzige ernstzunehmende private Alternative zu SpaceX im Bereich der kleineren und mittleren Nutzlasten etabliert. Das Unternehmen bietet nicht nur Starts mit der bewährten Electron-Rakete an, sondern ist mit seiner Sparte „Space Systems“ auch ein bedeutender Zulieferer für Satellitenkomponenten und Software. Mit der für Q4 2026 geplanten Neutron-Rakete greift Rocket Lab direkt das Marktsegment der Falcon 9 an.

Aktienverlinkung: US7731211089
Widget: revenue

Das Geschäftsjahr 2025 war ein Rekordjahr mit einem Umsatz von 602 Mio. USD (+38 % YoY). Besonders beeindruckend ist der Auftragsbestand (Backlog), der Ende 2025 auf 1,85 Mrd. USD anschwoll (+73 % zum Vorjahr). Für 2026 rechnen Analysten mit einer weiteren Beschleunigung, sofern die Neutron-Tests nach Plan verlaufen.

Chartanalyse Rocket Lab – 200-Tagelinie hält

Chartanalyse Rocket Lab Aktie April 2026 – 200-Tagelinie hält

Die Papiere von Rocket Lab haben zuletzt auf einen Unterstützungsbereich zwischen 52,80 und 57,25 USD – insbesondere aber auf die 200-Tagelinie reagiert. Nun hat die Aktie aber ein größeres Volumencluster und den Widerstandsbereich zwischen 75 und 78,70 USD vor der Brust. Ebenso liegt die 50-Tagelinie noch über dem aktuellen Kursniveau.

Einstiegsszenario: Bei Kursen über 78,70 USD wird die Aktie prozyklisch interessant – ein antizyklischer Einstieg würde sich bei einem erneuten Rücklauf in Richtung 57 USD anbieten.

Intuitive Machines

Aktienverlinkung: US46125A1007

Als zentraler Partner des Artemis-Programms der NASA ist Intuitive Machines der Vorreiter der kommerziellen „Lunar Economy“. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Mondlander (Nova-Serie) und die dazugehörige Kommunikationsinfrastruktur im Orbit des Erdtrabanten. Ziel ist es, den Mond als logistischen Stützpunkt für künftige Deep-Space-Missionen nutzbar zu machen.

Aktienverlinkung: US46125A1007
Widget: revenue

Die Volatilität ist hier hoch, doch die operative Dynamik stimmt: Im März 2026 sicherte sich LUNR einen neuen NASA-Vertrag über 180,4 Mio. USD für die Lieferung eines Mond-Rovers. Nach einem starken 2025, in dem das Unternehmen durch eine strategische Investition von 175 Mio. USD seine Bilanz stärkte, profitiert die Aktie nun massiv von der gestiegenen Aufmerksamkeit für Space-Infrastruktur.

Chartanalyse Intuitive Machines – gelingt der Ausbruch?

Chartanalyse Intuitive Machines Aktie April 2026 – gelingt der Ausbruch?

Die Aktie von Intuitive Machines arbeitet an einem Ausbruch über den Widerstandsbereich zwischen 22,40 und 23,40 USD. Am vergangenen Donnerstag, den 02. April 2026, konnte die Aktie bereits über diesem Niveau schließen. Über dieser Zone gibt es so gut wie keine charttechnischen Ziele. Während eines absoluten Hypes im Jahr 2023 legte die Aktie kurzzeitig auf über 135 USD zu, in diesem Zeitraum war der Bereich um die 40-USD-Marke für einige Tage von Relevanz.

Einstiegsszenario: Long bei weiterer Stärke über 24,30 USD oder bei einem Rücksetzer in den Bereich zwischen 23,40 und 22,40 USD.

AST SpaceMobile

Aktienverlinkung: US00217D1000

AST SpaceMobile verfolgt den heiligen Gral der Telekommunikation: Satelliten-Breitband direkt auf das unmodifizierte Smartphone – ohne zusätzliche Hardware. Durch Partnerschaften mit Giganten wie AT&T, Verizon und Vodafone baut das Unternehmen ein globales Netz aus riesigen „BlueBird“-Satelliten auf. Damit positioniert sich ASTS als komplementärer (und teils überlegener) Player zu Starlink im Endkundenmarkt.

Aktienverlinkung: US00217D1000
Widget: revenue

AST befindet sich aktuell in der entscheidenden Skalierungsphase. Ziel für Ende 2026 ist eine Flotte von 45 bis 60 Satelliten im Orbit, um eine kontinuierliche Netzabdeckung in den USA und Europa zu gewährleisten. Während die Umsätze 2025 noch in den Kinderschuhen steckten, wird für 2026 der Übergang zur großflächigen Monetarisierung der über 50 globalen Netzbetreiber-Verträge erwartet, was sich im prognostizierten Umsatz der nächsten Jahre zeigt.

Chartanalyse AST SpaceMobile – welche Trendlinie bricht?

Chartanalyse AST SpaceMobile Aktie April 2026 – welche Trendlinie bricht?

AST SpaceMobile befindet sich in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Die 200-Tagelinie stützt den Kurs seit Juli 2025 von unten – die 50-Tagelinie ist zuletzt allerdings gefallen und dient nun als Widerstand. Auffällig ist auch, dass sich die Aktie zuletzt an zwei Trendlinien orientiert – eine aufsteigende Trendlinie seit September 2025 und eine absteigende Trendlinie seit Januar 2026 seit dem Abverkauf vom Allzeithoch. Es wird spannend zu beobachten, welche der Trendlinien zuerst bricht.

Firefly Aerospace

Aktienverlinkung: US31816X1063

Frisch auf dem Nasdaq-Parkett gelistet, deckt Firefly die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Transport mit der Alpha-Rakete bis hin zu orbitalen Services und dem Mondlander „Blue Ghost“. Durch die Übernahme von SciTec hat sich Firefly zudem als Spezialist für KI-gestützte Weltraum-Datenverarbeitung und nationale Sicherheit positioniert, was sie zu einem „Mini-SpaceX“ macht.

Aktienverlinkung: US31816X1063
Widget: revenue

Firefly lieferte für 2025 einen Rekordumsatz von 159,9 Mio. USD, was einem massiven Sprung von 163 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Prognose für 2026 ist mit einer Spanne von 420 bis 450 Mio. USD äußerst aggressiv, wird aber durch einen Auftragsbestand von über 1,4 Mrd. USD und wichtige Pentagon-Mandate untermauert.

Chartanalyse Firefly Aerospace – Ausbruch nach Bodenbildung?

Chartanalyse Firefly Aerospace Aktie April 2026 – Ausbruch nach Bodenbildung?

Die Aktie von Firefly hat nach einem Hype zum IPO in der Spitze über 70 % an Wert verloren. Ein Ausbruch aus der Bodenbildung scheint mit der aktuellen Stärke im gesamten Sektor jetzt allerdings möglich und über dem Widerstand zwischen 32,10 und 34,60 USD könnte die Aktie weiter von steigenden Kursen profitieren. Insbesondere die Verlaufshochs von Januar 2026 und ein offenes Gap aus September 2025 könnten hier jedoch noch Widerstand bieten.

Space-ETFs – Der breite Zugang zur Raumfahrt-Rallye

Wer nicht auf einzelne Space-Aktien setzen möchte, findet über ETFs einen diversifizierten Zugang zum gesamten Sektor. Für deutsche Anleger ist der VanEck Space Innovators UCITS ETF (Ticker: JEDI, ISIN: IE000YU9K6K2) die naheliegendste Option. Der Fonds ist UCITS-konform, direkt auf XETRA handelbar und mit einer Kostenquote von 0,55 % der günstigste Space-ETF am Markt. Das Fondsvolumen liegt bei rund 976 Mio. EUR, die Performance auf Jahressicht bei knapp 100 %. JEDI bildet den MVIS Global Space Industry ESG Index ab und enthält Titel wie Rocket Lab, AST SpaceMobile, Intuitive Machines und Garmin.

In den USA sorgt derweil ein Neuling für Aufsehen: Der am 31. März 2026 aufgelegte Tema Space Innovators ETF (Ticker: NASA) hält als erster Space-ETF überhaupt rund 10 % direkte SpaceX-Beteiligung über ein Forge-SPV. Daneben bleibt der ARK Space & Defense Innovation ETF (ARKX) mit Positionen wie L3Harris (9,5 %), Rocket Lab (7,2 %) und Tesla (2,6 %) ein populärer Fonds. Beide sind allerdings nicht UCITS-konform und über deutsche Standardbroker wie Trade Republic oder Scalable Capital nicht handelbar. Der Zugang wäre nur über internationale Broker wie Interactive Brokers möglich.

Fazit – Lohnt sich der SpaceX Börsengang für Privatanleger?

Der SpaceX Börsengang hat das Potenzial, das Finanzjahr 2026 zu definieren. Kein anderer IPO vereint diese Mischung aus technologischer Dominanz, visionärem Narrativ und schierem Volumen. SpaceX ist profitabel, wächst zweistellig und dominiert mit Starlink und Falcon 9 gleich mehrere Märkte. Gleichzeitig ist die angestrebte Bewertung von 1,75 Billionen USD alles andere als günstig. Wer hier einsteigt, zahlt einen Premium-Preis für eine Zukunftswette.

Für Anleger ergeben sich drei Stoßrichtungen:

  • Wer an Musks Gesamtpaket aus Raumfahrt, Satelliteninternet und KI glaubt, findet mit dem IPO den ersten direkten Zugang zu einem Unternehmen mit über 80 % Marktanteil bei kommerziellen Starts und über 9 Millionen Starlink-Nutzern.
  • Wer sich nicht von der Ersttagseuphorie mitreißen lassen will, wartet die ersten Wochen ab. Große IPOs zeigen häufig ein Muster aus überhitztem Start und anschließender Korrektur.
  • Wer den Sektor spielen will, ohne alles auf eine Karte zu setzen, greift zu Profiteur-Aktien wie Rocket Lab oder zum VanEck JEDI ETF auf Xetra.

Risiken und Ausblick

Die Risiken haben wir oben im Detail aufgeschlüsselt. Im Kern läuft es auf eine Frage hinaus: Rechtfertigt das operative Geschäft eine Bewertung, die bereits aggressives Wachstum, einen funktionierenden xAI-Merger und ein stabiles Marktumfeld einpreist? Wer Zweifel hat, wartet das S-1-Prospekt ab, studiert die tatsächlichen Zahlen und steigt erst dann ein, wenn sich der erste Hype gelegt hat.

FAQ: Häufige Fragen zum SpaceX Börsengang

Wann findet der SpaceX Börsengang statt?

SpaceX hat am 1. April 2026 eine vertrauliche S-1-Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC vorgenommen. Der Börsengang wird aktuell für Juni oder Juli 2026 erwartet, wobei der genaue Termin vom Marktumfeld abhängt. Das vollständige Börsenprospekt muss mindestens 15 Tage vor Beginn der Investoren-Roadshow öffentlich gemacht werden.

Wie hoch wird die SpaceX Aktie bewertet?

Berichten zufolge strebt SpaceX eine Bewertung zwischen 1,5 und 1,75 Billionen USD an. Damit würde das Unternehmen zu den zehn wertvollsten Konzernen der Welt gehören. Die Bewertung stützt sich maßgeblich auf das Starlink-Geschäft, die Marktführerschaft im Raketenstartmarkt und die Integration des KI-Unternehmens xAI.

Können Privatanleger beim SpaceX IPO Aktien kaufen?

SpaceX plant eine ungewöhnlich hohe Retail-Allokation von bis zu 30 % der Aktien für Privatanleger. Die direkte Zuteilung beim IPO selbst ist für Anleger aus Deutschland in der Regel nicht möglich, da die Zeichnung über US-Konsortialbanken läuft. Realistisch betrachtet wirst du als deutscher Privatanleger ab dem ersten Handelstag über deinen Broker Zugang zur SpaceX-Aktie an der Nasdaq erhalten, so wie bei jeder anderen US-Aktie auch.

Was ist Starlink und warum ist es so wichtig für SpaceX?

Starlink ist SpaceX‘ Satelliten-Internetdienst, der über ein Netz von mehr als 9.500 Satelliten im niedrigen Erdorbit schnelles Breitbandinternet liefert. Mit über 9,2 Millionen Nutzern weltweit und einem geschätzten Umsatz von rund 10 Mrd. USD (2025) ist Starlink das finanzielle Rückgrat von SpaceX und der Hauptgrund für die hohe Unternehmensbewertung.

Welche Aktien profitieren vom SpaceX Börsengang?

Börsennotierte Profiteure sind unter anderem Rocket Lab (RKLB), Intuitive Machines (LUNR), AST SpaceMobile (ASTS) und Firefly Aerospace (FLY). Wer breiter diversifizieren möchte, findet im VanEck Space Innovators UCITS ETF (JEDI) eine UCITS-konforme Option, die direkt auf XETRA handelbar ist.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Die Autoren sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse in den besprochenen Wertpapieren nicht investiert.

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