Lululemon-Aktie unter Druck: Leggings-Verkäufe brechen um 20 Prozent

Die Sportswear-Marke Lululemon hat am 3. September 2026 ihre Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 erneut gesenkt: Statt zuvor 11,0 bis 11,2 Milliarden US-Dollar erwartet das Unternehmen nun nur noch 10,35 bis 10,50 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem erwarteten Rückgang von 5 bis 7 Prozent gegenüber 2025. Es ist bereits die zweite Kürzung innerhalb von drei Monaten – schon am 4. Juni 2026 hatte Lululemon die ursprüngliche Erwartung zurückgenommen.

Der Anlass liegt im Kerngeschäft: Die Nachfrage nach den für die Marke prägenden Leggings ist im zweiten Quartal um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal eingebrochen. Im Handel am 4. September fiel die Aktie laut 24/7 Wall St. zeitweise um rund 16 bis 20 Prozent.

Warum die Leggings-Zahl so wichtig ist

Leggings gehören zu den Kernprodukten, mit denen Lululemon groß geworden ist. Wenn ausgerechnet diese Kategorie um etwa 20 Prozent nachlässt, trifft das nicht eine Randsparte, sondern das Fundament des Geschäfts – und damit auch das Vertrauen der Anleger in die Marke.

Nachfrageeinbruch im Kerngeschäft

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Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen, wo das Problem sitzt. Der Gesamtumsatz sank um rund 4 Prozent auf etwa 2,4 Milliarden US-Dollar, die vergleichbaren Umsätze gingen um 9 bis 10 Prozent zurück. In Nordamerika brachen die Erlöse insgesamt um etwa 8 Prozent ein, in Kanada um rund 11 Prozent, in den USA um etwa 8 Prozent. Die internationalen Märkte wuchsen derweil moderat.

Im Earnings-Call erklärte das Management, die Nachfrage nach Kernprodukten – allen voran Leggings – habe deutlich unter den Erwartungen gelegen. Dazu kamen Gegenwind in sozialen Netzwerken und eine spürbar schwächere Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten. Für das dritte Quartal gab das Management keine detaillierte Umsatzspanne heraus, stellte sich jedoch auf anhaltenden Gegenwind im laufenden Geschäft ein.

Zweite Prognosekürzung binnen drei Monaten

Die neue Jahresprognose von 10,35 bis 10,50 Milliarden US-Dollar liegt deutlich unter der im Juni gekürzten Erwartung von 11,0 bis 11,2 Milliarden US-Dollar. Für Nordamerika rechnet Lululemon im Gesamtjahr nun mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, wobei die USA in einer ähnlichen Größenordnung und Kanada etwas schwächer rückläufig sein sollen.

Auch bei den Margen wird es enger: Lululemon geht von einem Rückgang der Bruttomarge aus, der im niedrigen bis mittleren zweistelligen Basispunktbereich liegt – vor allem wegen höherer Rabatte und Zölle. Laut Reuters beschreiben Analysten die Leggings-Schwäche als Kernursache für die negative Kursreaktion und eine mögliche Neubewertung der Ertragskraft.

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Expansion läuft trotz Nachfrageschwäche weiter

Lululemon hält an den Plänen für das Filialnetz fest: Geplant sind im Geschäftsjahr 2026 weiterhin rund 35 neue eigene Geschäfte und etwa 35 Store-Optimierungen. Am Markt wird dieser Schritt jedoch diskutiert. Einige Beobachter äußern die Befürchtung, dass neue Verkaufsflächen bei sinkender Kundennachfrage zunächst unterausgelastet bleiben und damit die ohnehin gedrückten Margen zusätzlich belasten könnten.

Wie groß der Vertrauensverlust ist, zeigt die Marktdeutung laut Quartz: Investoren werten die zweite Kürzung der Jahresprognose innerhalb weniger Monate als negatives Signal für das kurzfristige Wachstum. Auch einzelne Marktberichte heben hervor, dass das internationale Wachstum die nordamerikanische Schwäche kurzfristig nicht ausgleichen kann.

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Was die Aktie jetzt bewegt

Nach dem Rutsch von zeitweise 16 bis 20 Prozent, über den 24/7 Wall St. berichtet, ist die Aktie für manche Investoren erstmals wieder ein Thema: Einzelne Marktkommentare verweisen darauf, dass bekannte Investoren den starken Kursrückgang nach der Guidance-Kürzung als Kaufgelegenheit betrachten. Analysten betonen zugleich, dass höhere Rabatte, steigende Zollkosten und eine schwächere Fixkostendeckung die Margen in den kommenden Quartalen weiter belasten dürften.

Konkret hängt die Entwicklung an drei Punkten: ob sich die Nachfrage nach Leggings wieder fängt, wie hoch das Rabattniveau im Herbst bleibt und wie effizient die Neueröffnungen anlaufen. Bis zum nächsten Quartalsbericht bleibt die zweite Jahreshälfte für Lululemon eine spürbare Bewährungsprobe, vor allem im rückläufigen nordamerikanischen Heimatmarkt.

autor
Meine Meinung dazu:

Die zweite Prognosekürzung ist schwerer zu verkraften als die erste: Wer sein Kernprodukt um ein Fünftel einbrechen lässt, hat kein Absatz-, sondern ein Markenproblem. Die Store-Expansion wirkt da fast stur. – Patrick E. – Main Trader Team Goldesel

Offizielle Quellen

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