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Lars Weigand in Börsennews

01.08.2026 13:56

Blogartikelbild Leopold Aschenbrenner Fonds komplett liquidiert & Zahlen der Big-Techs

Leopold Aschenbrenner Fonds komplett liquidiert & Zahlen der Big-Techs

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die komplette Liquidierung des Fonds vom „German Wunderkind“ Leopold Aschenbrenner, der nach spektakulärer Rendite sein Portfolio komplett liquidiert hat.

Außerdem beleuchten unsere Experten die Zahlen von Amazon, Meta, Microsoft und Apple. Die Aktie von Apple wurde nach einem massiven Anstieg deutlich abverkauft, Microsoft hingegen legte so viel an Wert zu, wie seit 2008 nicht mehr.

Wie die Zahlen der Big-Techs ausgefallen sind und warum Leopold Aschenbrenner sein Portfolio komplett leerräumen musste, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastsSpotify oder direkt bei YouTube.

Was für eine Woche an der Börse. Die große Earnings-Woche hat einmal mehr gezeigt, wie schnell sich die Stimmung drehen kann. Erst lief Software stark, während KI-Infrastrukturwerte regelrecht zerlegt wurden. Dann kam die Gegenbewegung und plötzlich schossen Werte wie Nebius, Bloom Energy oder SK Hynix wieder massiv nach oben.

Gleichzeitig haben die großen Tech-Konzerne geliefert, aber mit komplett unterschiedlichen Kursreaktionen: Microsoft mit einem echten Ausrufezeichen, Meta mit Sorgen um ausufernde Kosten, Apple mit starken Quartalszahlen, aber einem enttäuschenden Ausblick. Und Amazon hat mit seinem AWS-Wachstum ein kleines Feuerwerk abgebrannt.

Die wohl wichtigste Lektion dieser Tage liegt aber nicht in den Quartalszahlen. Sie liegt in der Geschichte rund um Leopold Aschenbrenner und seinen offenbar komplett liquidierten Fonds. Denn sie zeigt brutal deutlich, was passieren kann, wenn man mit zu viel Hebel, zu viel Selbstvertrauen und zu wenig Risikopuffer unterwegs ist.

Die Marktlage: Von Sektorrotation zur Zwangsliquidierung

In den vergangenen Wochen war ein sehr ungewöhnliches Bild zu sehen. KI-Infrastrukturaktien gerieten massiv unter Druck, während klassische Softwarewerte, Dividendenwerte und vermeintlich langweilige Standardtitel zulegen konnten.

Salesforce, SAP, ServiceNow und selbst lange verschmähte Softwaretitel liefen plötzlich deutlich besser. Parallel dazu ging es bei vielen Infrastrukturwerten richtig abwärts. Und mit abwärts ist nicht gemeint, dass eine Aktie mal fünf oder zehn Prozent korrigiert. Bei einigen Momentumwerten standen innerhalb weniger Wochen Rückgänge von 50 Prozent oder mehr auf dem Ticker.

Das hatte schon Crash-Charakter. Panik, Stop-Loss-Wellen, Margin Calls und die Sorge, dass die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur irgendwann schneller zurückgefahren werden könnten als gedacht. Dazu kamen Spekulationen über nachlassende Dynamik bei Speicherpreisen und Fragen, ob der Capex-Boom der Hyperscaler wirklich dauerhaft so weitergehen kann.

Natürlich gehören Gewinnmitnahmen nach starken Kursanstiegen dazu. Viele der betroffenen Aktien waren vorher extrem gut gelaufen. Aber die Geschwindigkeit und Härte dieser Bewegung deuteten darauf hin, dass mehr im Spiel war als ein normaler Rücksetzer.

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Leopold Aschenbrenner: Wenn aus 1.000 Prozent Rendite ein Risiko wird

Leopold Aschenbrenner war in den vergangenen Monaten für viele der neue Börsenstar. Sein Essay „Situational Awareness“ hatte enorme Aufmerksamkeit erzeugt. Die zentrale These: Künstliche Intelligenz wird die Welt schneller verändern, als viele erwarten, und besonders die Profiteure der KI-Infrastruktur könnten massiv profitieren.

Das Thema war nachvollziehbar. Chiphersteller, Speicheranbieter, Rechenzentrumsbetreiber und Infrastrukturunternehmen standen im Zentrum der KI-Euphorie. Problematisch wurde es offenbar bei der Umsetzung.

Der Fonds soll zwischenzeitlich eine Rendite von über 1.000 Prozent erzielt haben. Ende Juni lag die Performance seit Jahresbeginn Berichten zufolge bei rund 439 Prozent. Das klingt natürlich erst einmal spektakulär. Aber genau an diesem Punkt sollten bei jedem Anleger die Alarmglocken angehen.

Eine solche Rendite lässt sich in so kurzer Zeit normalerweise nicht mit einem breit diversifizierten, defensiven Ansatz erreichen. Dafür braucht es hohe Konzentration, extrem volatile Titel, Derivate, Margin oder einen sehr aggressiven Hebel. Und wenn diese Mischung in die richtige Richtung läuft, sieht man kurzfristig aus wie ein Genie. Wenn der Markt dreht, kann es allerdings sehr schnell vorbei sein.

Die gefährliche Kombination aus Konzentration, Shorts und Hebel

Aschenbrenner soll stark auf KI-Profiteure wie Nebius, Bloom Energy, SK Hynix und weitere Hardware- und Infrastrukturwerte gesetzt haben. Gleichzeitig gab es offenbar Short-Positionen im Softwarebereich. Genau diese Kombination wurde dann zum Problem.

Die Infrastrukturwerte fielen zunächst stark. Danach setzte im Softwarebereich eine kräftige Erholung ein. Damit gerieten beide Seiten der Positionierung unter Druck. Wer auf der Long-Seite in volatilen Infrastrukturwerten steckt und gleichzeitig Software leerverkauft hat, kann in einer solchen Rotation sehr schnell in eine Zwickmühle geraten.

Besonders kritisch wird es, wenn ein Fonds groß ist und Marktteilnehmer wissen oder zumindest vermuten, wo die Positionen liegen. Dann entsteht ein klassisches Haifischbecken. Andere Marktteilnehmer können versuchen, die Bewegung zu verstärken, Liquidität wird dünner und die Kurse geraten unter zusätzlichen Druck.

Berichten zufolge kamen Nachschussforderungen großer Banken hinzu. Offenbar stand am Ende ein Verkauf des öffentlichen Aktienportfolios im Wert von rund 16 Milliarden US-Dollar an Citadel im Raum, wohl als Blockdeal und mit deutlichem Abschlag. Das wäre nachvollziehbar, denn ein Verkauf über den offenen Markt hätte gerade bei kleineren, spekulativen Aktien den Abverkauf vermutlich noch deutlich verschärft.

Ob alle Details exakt so abgelaufen sind, wird man von außen nie vollständig nachvollziehen können. Die grundsätzliche Lektion bleibt aber glasklar: Ein hoher Hebel funktioniert so lange, bis er es nicht mehr tut.

Warum vierfacher Hebel langfristig kaum gutgehen kann

Ein angeblicher vierfacher Hebel klingt für manche zunächst vielleicht noch moderat. Ist er aber nicht, wenn man auf Aktien setzt, die an einzelnen Tagen 20, 30 oder sogar 40 Prozent schwanken können.

Fällt eine Position mit 25 Prozent Verlust, wird daraus bei vierfacher Hebelung rechnerisch ein Verlust von 100 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital. Natürlich sind die tatsächlichen Mechaniken bei Margin, Sicherheiten und Liquidationen komplexer. Aber die Richtung ist eindeutig: Bei stark volatilen Aktien kann ein einziger schlechter Tag reichen.

  • Hohe Renditen sind kein Beweis für dauerhaftes Können. Sie können auch das Resultat von hoher Konzentration und großem Risiko sein.
  • Ein gutes Timing kann jahrelang funktionieren. Das bedeutet nicht, dass das Risiko verschwunden ist.
  • Die Börse belohnt Übermut oft zunächst. Später holt sie sich den Preis aber häufig zurück.
  • Risikomanagement entscheidet über die Überlebensfähigkeit. Wer eine normale Korrektur nicht übersteht, war vorher zu aggressiv positioniert.

Das erinnert an viele Geschichten aus der Corona-Zeit. Damals wurden einzelne Investoren und Fonds wie unfehlbare Messiasse gefeiert, weil ihre Depots explodierten. Später kam die Realität zurück. Es gibt immer jemanden, der in einer bestimmten Marktphase extrem stark outperformt. Es gibt Millionen Anleger, hunderte Fonds und unzählige Strategien. Rein statistisch wird es immer solche Ausreißer geben.

Was selten erwähnt wird: Vielleicht lag diese Person davor 97 Mal falsch. Vielleicht wird das Risiko erst sichtbar, wenn die Marktphase wechselt. Genau deshalb sollte man sich nicht von einzelnen Performance-Screenshots, Social-Media-Hypes oder dreistelligen Renditen blenden lassen.

Die Börse ist kein Ort, an dem man dauerhaft mit dem Kopf durch die Wand geht. Man muss nicht jedes Jahr das Depot verzehnfachen. Viel wichtiger ist, über mehrere Marktphasen hinweg dabei zu bleiben.

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Microsoft: Zahlen wie aus dem Lehrbuch

Aktienverlinkung: US5949181045

Microsoft hat dagegen einmal mehr gezeigt, warum die Aktie für viele langfristig ein Kerninvestment bleibt. Nach den Zahlen kam es zum größten Kurssprung seit 2008, zeitweise lag die Aktie mehr als 15 Prozent im Plus. Das ist bei einem Konzern dieser Größe schon eine Ansage.

Die Zahlen waren schlicht stark:

  • Der Umsatz stieg um 18 Prozent.
  • Das operative Ergebnis legte ebenfalls um 18 Prozent zu.
  • Der Nettogewinn wuchs um 31 Prozent.
  • Azure beschleunigte sein Wachstum auf 43 Prozent.
  • Copilot erreichte mehr als 30 Millionen zahlende Nutzerplätze.

Microsoft hat dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber einigen anderen Big-Tech-Konzernen: Das Unternehmen investiert zwar massiv in KI und Cloud-Infrastruktur, bleibt aber gleichzeitig beim Free Cashflow deutlich positiv. Der Markt akzeptiert hohe Investitionen viel eher, wenn daneben weiterhin ordentlich Geld verdient wird.

Genau das ist bei Microsoft der Fall. Die Cloud wächst, Copilot gewinnt Nutzer, die Unternehmenssoftware läuft, die Kundenbasis ist riesig und das Geschäft ist extrem breit aufgestellt. Wer behauptet, Software werde durch KI überflüssig oder Microsoft sei technologisch abgehängt, findet in diesen Zahlen jedenfalls keine Unterstützung.

Microsoft investiert Milliarden, aber es wirkt nicht wie blindes Geldausgeben. Es wirkt wie der Ausbau einer ohnehin schon sehr profitablen Geldmaschine.

Meta: Starkes Wachstum, aber zu hohe CapEx-Investitionen

Aktienverlinkung: US30303M1027

Bei Meta war das Bild deutlich komplizierter. Das Kerngeschäft läuft weiterhin sehr gut. Der Umsatz stieg um 28 Prozent auf mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Gerade im Werbegeschäft bleibt Meta eine absolute Macht.

Aber die Kostenentwicklung ist das Problem. Die Ausgaben stiegen um rund 55 Prozent. Das sorgt dafür, dass das Nettogewinnwachstum nicht mithalten kann. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Nettogewinn sogar um 14 Prozent zurück.

Dazu kam eine Umsatzprognose, die hinter den Erwartungen des Marktes lag. Meta stellte für das laufende Quartal 61 bis 64 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit rund 63 Milliarden gerechnet hatten. Selbst am oberen Ende der Prognosespanne wäre die Überraschung also begrenzt gewesen.

Bei Meta besteht weiterhin die Sorge, dass das Unternehmen im KI-Wettlauf zu aggressiv investiert und mögliche Überkapazitäten aufbaut. Dazu kommt die Abhängigkeit vom Werbemarkt. Meta ist nach wie vor deutlich stärker ein One-Trick-Pony als Microsoft oder Amazon.

Das bedeutet nicht, dass Meta ein schlechtes Unternehmen ist. Ganz im Gegenteil, das operative Kerngeschäft ist extrem stark. Aber Meta bleibt vermutlich auch künftig der Big-Tech-Wert, bei dem es häufiger Quartale mit größeren Enttäuschungen geben kann. Genau deshalb wird die Aktie im Vergleich zu einigen anderen Tech-Giganten oft niedriger bewertet.

Apple: Gute Zahlen, aber der Ausblick bremst

Aktienverlinkung: US0378331005

Bei Apple waren die Zahlen auf den ersten Blick sogar sehr ordentlich. Der Umsatz stieg um 16 Prozent, der Gewinn je Aktie legte um 29 Prozent zu. Beide Werte lagen über den Erwartungen.

Warum ging die Aktie nach den Zahlen trotzdem deutlich zurück? Weil an der Börse meistens nicht das vergangene Quartal entscheidend ist, sondern der Blick nach vorne.

Für das laufende Quartal erwartet Apple ein Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent. Der Markt lag mit seinen Erwartungen bei rund 12 Prozent. Auch beim iPhone-Umsatz blieb Apple unter den höheren Erwartungen vieler Analysten.

Zusätzlich berichtete Tim Cook von Engpässen in der Lieferkette und begrenzten Fertigungskapazitäten, insbesondere im Mac-Bereich. Steigende Speicherpreise könnten zudem die Margen belasten. Nicht alle höheren Kosten lassen sich einfach an Kunden weiterreichen.

Apple bleibt natürlich ein herausragendes Unternehmen. Aber die Aktie ist hoch bewertet, die Erwartungen sind entsprechend groß und die KI-Strategie wirft weiter Fragen auf. Apple setzt bislang auf einen eher hybriden und vergleichsweise kapitaldisziplinierten Ansatz. Das kann sich langfristig als clever herausstellen. Es könnte aber auch bedeuten, dass andere Unternehmen bei KI schneller eine stärkere Infrastruktur aufbauen.

Unterm Strich ist das bei Apple Jammern auf hohem Niveau. Für langfristige Aktionäre war das Quartal alles andere als schlecht. Kurzfristig war die Enttäuschung über den Ausblick nach der vorherigen Kursstärke aber nachvollziehbar.

Amazon: AWS liefert die große Überraschung

Aktienverlinkung: US0231351067

Amazon war der klare Gewinner dieser Zahlenrunde. Besonders AWS hat geliefert. Die Cloud-Sparte wuchs um 37 Prozent, nachdem das Wachstum im Vorquartal noch bei 28 Prozent gelegen hatte. Das war das stärkste AWS-Wachstum seit 18 Quartalen und bei dieser Größe wirklich bemerkenswert.

Amazon übertraf die Erwartungen praktisch auf allen Ebenen:

  • Der Umsatz lag bei 200,6 Milliarden US-Dollar.
  • Der Markt hatte lediglich rund 197 Milliarden US-Dollar erwartet.
  • Das operative Ergebnis erreichte 27,5 Milliarden US-Dollar.
  • Die Konsensschätzung lag bei etwa 23,6 Milliarden US-Dollar.
  • Die operative Marge stieg auf 13,7 Prozent, erwartet wurden ungefähr 12 Prozent.

Beim Nettogewinn muss man etwas genauer hinschauen, weil ein großer Einmaleffekt enthalten war. Deshalb ist das operative Ergebnis hier die sauberere Kennzahl. Und auch dieses Ergebnis war hervorragend. Im Vorjahr lag das operative Ergebnis noch bei 19,2 Milliarden US-Dollar, jetzt waren es 27,5 Milliarden.

Amazon zeigt damit, warum der Konzern langfristig so spannend bleibt. Im E-Commerce sind die Margen vergleichsweise gering. Aber Werbung, AWS und die wachsende Infrastruktur sorgen für deutlich profitablere Erlösquellen.

Warum Amazon weiter massiv investiert

Amazon will die Investitionen weiter hochfahren und hat die Capex-Erwartungen für das Jahr auf rund 220 Milliarden US-Dollar angehoben. Das klingt erst einmal gewaltig. Anders als bei Meta fließt dieses Geld bei Amazon aber in mehrere direkt miteinander verbundene Bereiche: Cloud, Rechenzentren, KI-Chips, E-Commerce-Infrastruktur und Logistik.

Besonders spannend sind die Aussagen zur zukünftigen AWS-Kapazität. Ein großer Teil der Kapazitäten, die Amazon 2027 bereitstellen will, soll bereits reserviert sein. Auch für 2028 sei schon ein beträchtlicher Anteil verplant. Das spricht gegen die These, dass Amazon auf gut Glück riesige Überkapazitäten aufbaut.

Zusätzlich wächst das eigene KI-Chipgeschäft rund um Trainium stark. Dieses Segment soll bereits eine Runrate von rund 25 Milliarden US-Dollar erreicht haben. Das wäre erneut ein riesiges Geschäftsfeld, das innerhalb kurzer Zeit entstanden ist.

Amazon muss dabei nicht zwingend selbst das weltweit führende KI-Modell entwickeln. Genau darin liegt die Stärke des AWS-Ansatzes. Über Plattformen wie Bedrock können Kunden unterschiedliche Modelle nutzen. Ob am Ende OpenAI, Anthropic, chinesische Anbieter oder andere Modelle vorn liegen, ist für Amazon nicht der entscheidende Punkt. Solange die Anwendungen auf AWS laufen, verdient Amazon mit.

Der Ausblick beim Umsatz lag zwar leicht unter den Erwartungen. Amazon rechnet mit 197 bis 202 Milliarden US-Dollar, während die Wall Street eher 204 Milliarden auf dem Zettel hatte. Der Markt hat darüber aber hinweggesehen, weil AWS, Margen und operative Dynamik so stark waren.

Fazit: Keine Heldenverehrung, keine Panik und kein übertriebener Hebel

Diese Woche hatte alles: brutale Korrekturen, Short-Squeezes, Zwangsverkäufe, Kursfeuerwerke und vier der wichtigsten Tech-Zahlen der Saison.

Microsoft zeigt, wie man KI-Investitionen mit profitabler Cloud-Dynamik verbindet. Meta zeigt, dass starkes Umsatzwachstum nicht reicht, wenn die Kosten explodieren. Apple verdeutlicht, dass selbst gute Zahlen bei hoher Bewertung nicht automatisch für steigende Kurse sorgen und bei Amazon sieht man, wie viel Potenzial noch in AWS, Werbung und der eigenen Infrastruktur steckt.

Die Geschichte rund um Leopold Aschenbrenner bleibt aber der wichtigste Warnhinweis. Hohe Renditen sind schön. Schnelle Gewinne machen Spaß. Doch wer dauerhaft zu nah am Abgrund unterwegs ist, braucht nur eine schlechte Marktphase, um jahrelange Erfolge in kürzester Zeit wieder abzugeben.

Bleibt geerdet, bleibt diversifiziert und übertreibt es nicht mit dem Hebel. Die Börse bietet genug Chancen. Man muss nicht alles auf eine Karte setzen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: ServiceNow.

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