Flatexdegiro mit Problemen – DAS steckt dahinter
Flatexdegiro war jahrelang eine Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen wurde 1999 in Frankfurt am Main gegründet. Vor allem in den letzten Jahren konnte man durch die Übernahme des niederländischen Onlinebrokers Degiro enorm vom Börsenboom profitieren. Dadurch erfolgte 2020 der Aufstieg in den SDAX. Jetzt gibt es allerdings Ärger mit der Bafin.
Ganzes Bündel an schlechten Nachrichten
Am 05. Dezember musste flatexdegiro die Prognose nach unten anpassen. Das Tagesgeschäft läuft deutlich schlechter als gedacht. Die Prognose wird gekappt, eine Dividende wird es nicht geben. Zusätzlich gab es eine Sonderprüfung durch die Bafin. Dabei wurden Mängel in der Organisation und der Unternehmensführung festgestellt.
In der Folge brach der Aktienkurs weiter ein. Von einer Marktkapitalisierung von einst drei Milliarden EUR, sind jetzt nur noch etwa 700 Millionen EUR übrig.

So sehen Analysten die Lage
Nach dem schlechten Ausblick und den internen Problemen haben jetzt gleich mehrere Analysten ihren Daumen gesenkt, bleiben bei den Kurszielen aber optimistisch.
Die Analysten von Jeffries haben das Kursziel auf 13 EUR gesenkt, belassen die Einstufung allerdings auf ‘Buy’ und bezeichnen den Kursabsturz als Überreaktion.
Die Investmentbank Keefe, Bruyette & Woods hat die Einstufung von ‘Outperform’ auf ‘Market Perform’ herabgesetzt und das Kursziel von 15 auf 8 EUR zusammengestrichen.
Warburg Research hat das Kursziel von 25,40 auf 19,80 EUR gesenkt. Hält die aktuelle Bewertung bei dem derzeitigen operativen Ausblick allerdings für viel zu niedrig.
Siehe auch: Indexänderungen – Porsche steigt für Puma in den DAX auf