Er verkaufte sogar seine Immobilien – für diese eine Aktie

Was dieser 47-Jährige mit seinem Geld machte, würden wohl die wenigsten Anleger wagen

Erst kaufte er ein paar Aktien. Dann kaufte er immer mehr. Irgendwann reichte Etienne Breton sein verfügbares Geld offenbar nicht mehr – und er traf eine Entscheidung, die wohl nur die wenigsten Anleger treffen würden.

Der 47-Jährige verkaufte sogar Immobilien, um noch mehr Geld auf eine einzige Aktie zu setzen. Dabei blieb es nicht: Für weitere Käufe lieh er sich zusätzlich Geld. Keine breite Streuung, kein Sicherheitsnetz – stattdessen hing ein erheblicher Teil seines Vermögens an einem einzigen Unternehmen.

Das hätte katastrophal enden können. Doch die Aktie entwickelte sich in die andere Richtung. Aus Bretons ungewöhnlicher Wette entstand schließlich eine Position im Wert von fast 2,5 Millionen US-Dollar.

Hinter der Geschichte steckt ausgerechnet Palantir Technologies.

Aktienverlinkung: US69608A1088

Breton begann Ende 2020, kurz nach dem Börsengang des Softwareunternehmens, Aktien zu kaufen. Laut von Business Insider eingesehenen Broker-Unterlagen hielt er später 17.800 Palantir-Aktien und kaufte weitere 2.000 auf Margin – also mit geliehenem Geld.

Was Margin bei Aktien bedeutet

Beim Kauf auf Margin leiht sich ein Anleger Geld vom Broker, um mehr Aktien zu kaufen. Dadurch können Gewinne größer ausfallen. Gleichzeitig steigt das Verlustrisiko, weil Zinsen anfallen und der Broker bei fallenden Kursen zusätzliche Sicherheiten verlangen kann.

Doch er ging noch einen Schritt weiter

Breton beließ es nicht dabei, immer mehr Palantir-Aktien zu kaufen. Er erhöhte das Risiko noch weiter – und setzte dafür sogar auf geliehenes Geld und Optionsgeschäfte.

 

Unter anderem verkaufte er sogenannte Covered Calls. Damit kassierte er zusätzliche Prämien, die er Berichten zufolge teilweise wieder nutzte, um weitere Palantir-Aktien zu kaufen.

Die Kombination aus Aktienkäufen, Margin und Optionen erhöhte die Wirkung der Palantir-Position. Sie machte die Anlage aber auch komplexer. Der Depotwert von rund 2,5 Millionen US-Dollar lässt deshalb nicht automatisch darauf schließen, dass dieser Betrag vollständig aus Kursgewinnen entstand. Zur persönlichen Vermögenssituation, zu möglichen Schulden und zu den genauen Ergebnissen der Optionsgeschäfte liegen keine vollständigen Angaben vor.

Warum Palantir für ihn zum entscheidenden Titel wurde

Palantir ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, das Plattformen für die Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen entwickelt. Zu den wichtigsten Produkten gehören Gotham, Foundry, Apollo und die Palantir Artificial Intelligence Platform, kurz AIP.

 

Gotham richtet sich vor allem an Regierungsbehörden und wird unter anderem in Bereichen wie Terrorismusbekämpfung und Geheimdienstarbeit eingesetzt. Foundry hilft Unternehmen dabei, Daten aus verschiedenen Quellen zu integrieren, auszuwerten und für operative Entscheidungen zu nutzen. Apollo steuert die Bereitstellung von Software, Sicherheitsupdates und Konfigurationen in kritischen Systemen. Die Plattform ist cloud-unabhängig und seit 2021 kommerziell verfügbar.

AIP verbindet KI-Modelle und Sprachmodelle direkt mit Unternehmensdaten in Gotham und Foundry. Benzinga und AOL bezeichneten den Start der Plattform im Jahr 2023 als wichtigen Katalysator für den späteren Kursanstieg der Palantir-Aktie. Benzinga berichtete außerdem, dass Palantir 2025 gegenüber den Tiefstständen von 2023 um etwa 80 Prozent gestiegen sei.

Palantir erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 2,87 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von rund 462 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte im selben Jahr etwa 3.936 Mitarbeiter und zahlte für das jüngste Geschäftsjahr keine Dividende. Die Aktie ist an einer US-Börse gelistet und wird unter der ISIN US69608A1088 geführt.

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Die Palantir-Wette bleibt ein Beispiel für hohes Risiko

Bretons Depot ist ein außergewöhnliches Beispiel für die Wirkung einer konzentrierten Anlage. Er besaß laut Business Insider keine weiteren Einzelaktien und setzte bewusst auf Palantir. Medienberichte stellen seine Strategie deshalb als Einzeltitel-Wette dar, mit der ein Privatanleger ein Multi-Millionen-Depot aufgebaut hat.

Für den Erfolg waren mehrere Faktoren nötig: der frühe Einstieg nach dem Börsengang, weitere Käufe, der starke Kursanstieg der Aktie und der Einsatz von Optionen sowie geliehenem Geld. Jeder dieser Punkte kann die Rendite erhöhen, vergrößert aber auch die Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen.

Palantir muss weiterhin mit seinen Softwareplattformen wachsen und Kunden aus Behörden sowie Unternehmen gewinnen. Der Depotwert von Etienne Breton zeigt, was bei einer erfolgreichen Wachstumsaktie möglich ist. Er zeigt ebenso, wie viel Risiko entsteht, wenn fast das gesamte Kapital an einem einzigen Titel hängt.

Offizielle Quellen

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