EON betont hohen Puffer
Heute morgen hat der Netzbetreiber und Versorger E.ON die Quartalszahlen vorgelegt. Der Konzern sieht in der aktuellen Jahresprognose bereits einen Puffer für schlechtere Zeiten einkalkuliert.
E.ON war ursprünglich ein integrierter Energiekonzern, der in der Stromerzeugung sowohl konventionelle als auch erneuerbare Energien einsetzte. Allerdings hat das Unternehmen im Jahr 2016 eine strategische Neuausrichtung angekündigt und sich entschieden, seine konventionelle Energieerzeugung und die Energiehandelsgeschäfte abzuspalten. Seitdem konzentriert sich E.ON vor allem auf erneuerbare Energien, Netzgeschäfte und Kundenlösungen.
So sahen die Zahlen im Detail aus
E.ON konnte im ersten Quartal das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, denn das Vorjahresquartal war nicht besonders stark. E.ON verdiente mit 1,03 Milliarden EUR deutlich mehr als im Vorjahr (680 Millionen EUR), die Erwartungen wurden übertroffen. Der Umsatz lag mit 33,4 Milliarden EUR ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis, allerdings unter den Erwartungen. E.ON will weiter an den Investitionszielen festhalten. Der CFO betont, dass die aktuelle Prognose eher konservativ ist und Spielraum für Verschlechterungen zulässt.
Das sagen die Analysten
Jefferies belässt das Kurziel bei 10,50 EUR und die Einstufung auf ‘Hold’. Damit liegt der aktuelle Kurs über dem Kursziel. Analyst Ahmed Farman betonte allerdings die Konsensschätzungen hätten noch Luft nach oben.
Die DZ Bank hat E.ON auf ‘Halten’ abgestuft, aber das Kursziel auf 12,80 EUR erhöht. Die Erwartungen seien übertroffen worden, meint Analyst Werner Eisenmann. Allerdings sei die Aktie bereits stark gestiegen.
Bernstein Research belässt das Kursziel bei 9,30 EUR und die Einstufung bei ‘Market-Perform’. Der Konzern habe laut Analystin Deepa Venkateswaran positiv überrascht.
Barclays belässt die Einstufung auf ‘Overweight’ und das Kursziel bei 13 EUR. Der Analyst Peter Crampton hält die Jahresprognose von E.ON für konservativ.
Fazit
E.ON hat relativ starken Zahlen gemeldet, erhöht allerdings bisher nicht die konservative Prognose, da das Vorjahresquartal ein schlechter Maßstab war. Laut Analysten gibt es nach dem starken Jahresauftakt wohl aktuell wenig Potential nach oben.
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: E.ON.