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Goldesel Redaktion in Börsennews

23.03.2023 12:46

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Bankenkrise: Hier sind drei “heiße” Insiderkäufe

Insiderkäufe sind zwar keine Garantie dafür, dass der Aktienkurs bald abheben wird, aber grundsätzlich sind sie ein gutes Zeichen. Denn niemand kann die Lage eines Unternehmens besser bewerten als seine Manager und Anteilseigner. Aktienverkäufe haben nur bedingt Aussagekraft, denn hier kann auch die Beschaffung von Liquidität als Grund angeführt werden. Aktienkäufe hingegen tätigt in aller Regel nur jemand, der mit dem Erwerb eines unterbewerteten Wertpapiers Rendite machen will.

Weil die US-Bankenszene in den vergangenen Wochen durchgeschüttelt wurde wie ein guter Martini, gab es in dieser Branche zuletzt “heiße” Insiderkäufe. Drei präsentieren wir euch nun:

CEO von Charles Schwab greift zu

Aktienverlinkung: US8085131055

Der US-amerikanische Finanzdienstleister Charles Schwab ist in den Sog der Pleite der Silicon Valley Bank geraten. Im zurückliegenden Monat musste die Aktie rund 30 % einbüßen. Zeit also, den Dip zu kaufen? Das dachte sich scheinbar Walter Bettinger, CEO von Charles Schwab. Er hat in der vergangenen Wochen 50.000 Aktien seines Unternehmens in sein persönliches Portfolio gelegt. Das Gesamtvolumen dieser Transaktion betrug rund 2,5 Millionen USD. Bettinger sagte in einem Interview mit CNBC, dass er mit seinem Insidertrade “nicht allein” sei; auch die Kunden von Charles Schwab würden Aktien des Finanzdienstleisters kaufen.

In der vergangenen Woche wurde Charles Schwab von der Citibank von “neutral” auf “kaufen” hochgestuft. Das Kursziel wurde allerdings von 83 USD auf 75 USD reduziert. Die Analysten der Citibank meinen, dass die Aktie von Charles Schwab inmitten des SVB-Desasters ein überzeugendes Chance-Risiko-Verhältnis biete. Derweil gab die Credit Suisse Charles Schwab ein Upgrade von “neutral” auf “outperform” und vergab ein Kursziel von 67,50 USD (zuvor 81,50 USD).
Charles Schwab wird aller Voraussicht nach in diesem April seine Ergebnisse zum ersten Quartal 2023 publik machen. Analysten der Wall Street erwarten einen Gewinn von 0,95 USD pro Aktie, im Vorjahreszeitraum waren es 0,77 USD.

Stellar Bancorp: Zwei Insider kaufen

Aktienverlinkung: US8589271068

Insbesondere regionale US-Banken sind zuletzt unter die Räder gekommen – so wie die Stellar Bank, eine Bank der Stellar Bancorp mit Hauptsitz in Houston, Texas. Die Aktie des Finanzinstituts verlor nach der SVB-Pleite rund 15 % an Wert.

Die Finanzinstitution ist noch recht neu und daher vermutlich nur wenigen Anlegern hierzulande ein Begriff. Die Bank entstand durch eine Fusion der Allegiance Bank und der Community Bank of Texas. Der Zusammenschluss wurde am 1. Oktober 2022 wirksam.

Die Aktie von Stellar Bancorp verlor zuletzt nicht nur wegen der akuten Bankenkrise, sondern auch wegen teils enttäuschender Q4-Zahlen. Während die Einnahmen im Jahresvergleich um 108,5 % auf 126,25 Millionen USD stiegen und damit die Analystenerwartungen übertrafen, fiel der Gewinn pro Aktie mit 0,15 USD viel spärlicher aus als erwartet (0,72 USD).
Zwei Insider haben die zurzeit schwierige Lage genutzt, um ihre Anteile an Stellar Bancorp auszubauen. Bankdirektor Joe Swinbank erwarb 37.841 Aktien im Wert von knapp 1 Million USD, während sein Direktor-Kollege Joe Penland 10.000 Anteile im Wert von 262.000 USD kaufte.

Auch interessant: Bei diesen drei Aktien kauft Cathie Wood den Dip

Matt Olney, Analyst des Finanzdienstleistungsunternehmens Stephens, hält Stellar ebenfalls für kaufenswert, da die potenziellen Gewinne die Risiken “eindeutig überwiegen”. Er schrieb: „Angesichts der Makrounsicherheit glauben wir weiterhin, dass Stellar aufgrund seiner starken Finanzierung, seines hervorragenden Kreditrufs und seiner starken operativen Präsenz im Südosten von Texas gut positioniert ist”, so der Analyst. Olney stufte die Aktie auf “overweight” hoch und vergab ein Kursziel 38 USD. Dies bedeutet ein Aufwärtspotenzial von 44 %. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten auf Tipranks.com in Höhe von 34,33 USD stellt ein Aufwärtspotenzial von 29,50 % in Aussicht.

Fifth Third Bank: Starke Nettozinsmarge

Aktienverlinkung: US3167731005

Die Fifth Third Bank (FITB) mit Sitz in Ohio/Cincinnati ist eine der größten Verbraucherbanken im Mittleren Westen der USA. Zum Kundenstamm zählen Privatpersonen, kleine Firmen und Kleinanleger. Im jüngsten Quartalsbericht konnte die Bank durchweg überzeugen, insbesondere wegen gestiegener Zinsen, die zu einer Ausweitung der Zinsmargen genutzt werden konnten. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 16 % auf 2,3 Milliarden USD.

Seit Beginn der akuten Bankenkrise ist die Aktie der Fifth Third Bank um 26 % nach unten gekracht. Diesen Dip hat nun ein Insider gekauft: Bankdirektor Gary Heminger hat 47.500 Aktien von Fifth Third in sein Depot gelegt. Diese Transaktion entspricht einem Volumen von 1,19 Millionen USD. Und nicht nur Heminger zeigt sich zuversichtlich, was die Bewertung der regionalen Bank betrifft. Analyst Scott Siefers von Piper Sandler hob hervor, dass sich FITB vor allem durch ihre starke Nettozinsmarge auszeichnet. Siefers stufte die Fifth Third Bank auf “overweight” hoch und vergab ein Kursziel von 40 USD. Das Aufwärtspotenzial beträgt demnach ca. 57 %.

Vier andere Analysten der Wall Street stufen die Aktie ebenfalls als Kauf ein, während es vier “halten”-Bewertungen gibt. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt im Schnitt ebenfalls bei fast 40 USD. Zum Verkauf der Aktie rät derzeit kein Wall-Street-Analyst.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist im besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert. Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der Goldesel Trading & Investing GmbH in einer Geschäftsbeziehung stehen. Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

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