Apple Aktie: Tim Cooks Bilanz von iCloud bis heute
Apple hat sein Angebot in den Jahren unter Tim Cook weit über das iPhone hinaus erweitert. Neue Dienste, Wearables, Bezahllösungen und eigene Chips kamen hinzu. Zugleich erreichte der Konzern als erstes börsennotiertes Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar und später als erstes US-Unternehmen die Marke von 2 Billionen US-Dollar.
Die Entwicklung verlief nicht über eine einzelne große Produktidee. Apple ergänzte sein Ökosystem Schritt für Schritt. Viele dieser Angebote sind eng mit bestehenden Geräten verbunden und erhöhen den Nutzen für Kunden, die mehrere Apple-Produkte besitzen.
iCloud, Apple Maps und Apple Pay bauen das System aus
Im Oktober 2011 startete Apple den Cloud-Dienst iCloud. Nutzer konnten damit Inhalte und Daten zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren. Der Dienst wurde zu einem Bindeglied zwischen iPhone, iPad und Mac und verringerte die Abhängigkeit von der lokalen Speicherung auf einem einzelnen Gerät.
Am 19. September 2012 folgte Apple Maps als Standard-Kartendienst auf Apple-Geräten. Apple ersetzte damit die zuvor genutzte Kartenlösung und übernahm einen weiteren wichtigen Bestandteil seines mobilen Betriebssystems selbst.
Zwei Jahre später wandte sich Apple dem Zahlungsverkehr zu. Der Konzern stellte Apple Pay am 9. September 2014 vor. Am 20. Oktober 2014 startete der Dienst zusammen mit iOS 8.1 in den USA. Damit wurde das iPhone auch zum Zahlungsmittel und Apple erschloss einen Bereich, der über den Verkauf von Hardware hinausgeht.
Apple Watch und AirPods schaffen neue Produktlinien
Die Apple Watch wurde im September 2014 angekündigt und kam am 24. April 2015 auf den Markt. Sie brachte Apple an das Handgelenk und ergänzte das iPhone um Gesundheits-, Kommunikations- und Benachrichtigungsfunktionen. Laut dem bereitgestellten Autor-Material war sie die erste große neue Hardware-Linie in der Amtszeit von Tim Cook.
Am 7. September 2016 stellte Apple die AirPods vor. Die erste Generation kam im Dezember desselben Jahres in den Verkauf. Die kabellosen Kopfhörer waren eng auf das Zusammenspiel mit Apple-Geräten ausgelegt und erweiterten das Geschäft um eine weitere Zubehörkategorie.
Apple entwickelte auch die Watch weiter. Am 7. September 2022 präsentierte das Unternehmen die Apple Watch Ultra, die ab dem 23. September erhältlich war. Das größere und widerstandsfähiger ausgelegte Modell richtete sich an Nutzer mit höheren Anforderungen an Laufzeit und Belastbarkeit.
Eigene Chips und Vision Pro erweitern Apples Reichweite
Laut Autor-Material brachte Apple 2020 die ersten Macs mit dem selbst entwickelten M1-Chip auf den Markt. Der Wechsel zu Apple Silicon gab dem Unternehmen mehr Kontrolle über das Zusammenspiel von Prozessoren, Betriebssystem und Geräten. Apple war damit bei wichtigen Mac-Komponenten weniger auf externe Chipplattformen angewiesen.
2021 kam laut Autor-Material der AirTag hinzu. Das kleine Ortungsgerät nutzt Apples bestehendes Gerätenetzwerk und zeigt erneut, wie der Konzern neue Produkte in seine vorhandene Plattform einbindet.
Mit der Vision Pro eröffnete Apple eine weitere Produktkategorie. Das Gerät war ab dem 2. Februar 2024 in den Apple Stores in den USA erhältlich. Apple bezeichnete das Konzept als räumliches Computing. Anders als bei der Apple Watch oder den AirPods handelte es sich um einen neuen Gerätetyp, dessen Bedienung auf Augen, Händen und Sprache aufbaut.
Apple Intelligence bringt generative KI auf die Geräte
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 10. Juni 2024 stellte Apple sein System Apple Intelligence vor. Die generative KI wurde für iPhone, iPad und Mac entwickelt. Apple verband sie damit direkt mit seinen wichtigsten Betriebssystemen und Geräten, statt ein separates KI-Produkt aufzubauen.
Dieser Ansatz entspricht der Produktentwicklung der vorherigen Jahre. Neue Funktionen werden in bestehende Geräte integriert und sollen den Nutzen des gesamten Systems erhöhen. Bei Apple Intelligence betrifft das unter anderem die Verarbeitung persönlicher Inhalte und die Unterstützung bei Aufgaben auf dem Gerät.
Für die Apple Aktie ist entscheidend, ob solche Funktionen Kunden im Ökosystem halten und neue Kaufanreize schaffen. Die bisherige Entwicklung unter Cook zeigt, dass Apple sein Geschäft wiederholt um Produktgruppen und Dienste ergänzt hat, ohne das iPhone als Kern des Angebots aufzugeben.
Zwei historische Marken an der Börse
Die Erweiterung des Produktportfolios fiel mit einem starken Anstieg des Unternehmenswerts zusammen. Am 2. August 2018 erreichte Apple als erstes börsennotiertes Unternehmen weltweit eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar.
Am 19. August 2020 folgte die nächste Schwelle: Apple wurde zum ersten börsennotierten US-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 2 Billionen US-Dollar. Zwischen den beiden Marken lagen gut zwei Jahre.
Tim Cooks Bilanz umfasst damit mehrere neue Hardware-Linien, den Ausbau digitaler Dienste und den Wechsel zu eigenen Mac-Chips. Apple hat sich in dieser Zeit von einem Unternehmen mit starkem Fokus auf iPhone und Mac zu einem breiter aufgestellten Anbieter aus Geräten, Software und Diensten entwickelt.
Fazit
Tim Cook war kein Visionär wie Steve Jobs. In seiner Ära gab es trotzdem allerlei Innovationen. In den letzten Jahren wurden die Kritiker aber lauter, dass neue Produkte fehlen. Unter dem neuen CEO kommt hier vielleicht wieder mehr Dynamik rein.