SpaceX und Tesla vor der Fusion? Zahlen von Netflix, MSCI und Adidas
In der aktuellen Ausgabe des Aktienpodcasts „Aktientalk“ sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über eine mögliche Fusion von SpaceX und Tesla. Michael und Daniel beleuchten zudem die Zahlen von Adidas, Netflix und MSCI. Außerdem...
Aktien im Artikel
In der aktuellen Ausgabe des Aktienpodcasts „Aktientalk“ sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über eine mögliche Fusion von SpaceX und Tesla.
Michael und Daniel beleuchten zudem die Zahlen von Adidas, Netflix und MSCI. Außerdem erfahrt ihr, warum Nike den Vergleich mit Adidas aktuell zu Recht scheut und welche Aktie Michael für seinen Sohn ins Depot gekauft hat.
Ob es bei Tesla und SpaceX wirklich zur Fusion kommen könnte und was das für Aktionäre bedeuten würde, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple Podcasts, Spotify oder direkt bei YouTube.
Key Takeaways
- Die KI-Unternehmen melden weiterhin starke Nachfrage, obwohl beliebte Wachstumsaktien zuletzt deutlich unter Druck standen.
- Adidas wächst kräftig und verstärkt damit die Zweifel an Nikes operativer Entwicklung.
- Netflix überzeugt im abgeschlossenen Quartal, enttäuscht aber mit Margenausblick und gesenkter Werbeumsatzprognose.
- Eine mögliche Fusion von SpaceX und Tesla bleibt spekulativ; Bewertung und Transaktionsbedingungen wären entscheidend.
Warum Hedgefonds einzelne Aktien besonders hart treffen können
Bei den starken Verlusten von Nebius, CoreWeave oder Bloom Energy muss man nicht automatisch unternehmensspezifische Probleme unterstellen. Ein möglicher Erklärungsansatz sind Positionsabbauten gehebelter Fonds.
Wer mit geliehenem Kapital arbeitet, kann bei Verlusten oder Mittelabflüssen unter Verkaufsdruck geraten. Dann werden Positionen reduziert, weil Liquidität gebraucht wird, nicht unbedingt, weil sich das Geschäft verschlechtert hat. Besonders beliebte und hoch gewichtete Aktien können dadurch gleichzeitig unter die Räder kommen.
Entscheidend ist die Trennung zwischen Verkaufsdruck an der Börse und schwächerer Nachfrage im Unternehmen. Bislang kommen aus dem KI-Sektor überwiegend weiter sehr starke Nachfragesignale. Das spricht für die Möglichkeit einer Bereinigung, ist aber natürlich keine Garantie für den nächsten Aufwärtsschub.
Öl und Geopolitik bleiben Störfaktoren
Daneben sorgen die Nachrichten rund um Iran, die USA und die Straße von Hormus weiter für Unsicherheit. Meldungen über mögliche Kompromisse werden schnell wieder relativiert. Selbst wenn mehr Öltransporte passieren, muss das nicht unmittelbar niedrigere Preise bedeuten.
Höhere Versicherungs- und Transportkosten können die Lieferungen weiterhin verteuern. Für Verbraucher bleibt die Belastung damit spürbar. Hohe Kraftstoffpreise könnten Elektroautos zusätzlichen Rückenwind geben, aber solche Kaufentscheidungen schlagen sich nicht innerhalb weniger Tage in den Absatzzahlen nieder.
KI in Deutschland: Erst die Industrie aufbauen, dann über Regeln streiten
Ein Gespräch auf einer Veranstaltung von Bechtle hat uns noch einmal gezeigt, wie spannend KI und Cybersicherheit gerade im Mittelstand sind. Aus erster Hand zu hören, wo Unternehmen tatsächlich stehen, ist etwas anderes als die nächste große Zukunftspräsentation.
Dazu passt die Diskussion zwischen Nvidia-Chef Jensen Huang und Friedrich Merz: Wie viel Regulierung braucht eine Branche, die sich hier erst entwickeln muss? Unser Punkt ist ziemlich einfach. Wer technologisch mitspielen will, muss auch Raum für Investitionen und Umsetzung schaffen.
Rund um Frankfurt sieht man gleichzeitig, dass etwas passiert. Rechenzentren entstehen, Infrastruktur wird ausgebaut. Das ist ein positives Signal. Entscheidend bleibt allerdings, ob daraus dauerhaft wettbewerbsfähige Angebote entstehen. Allein über Regeln zu sprechen, bringt Deutschland bei KI oder autonomem Fahren jedenfalls nicht nach vorne.
Adidas Aktie: Gute Zahlen – Nike Aktie hinkt hinterher
Die Adidas-Zahlen waren ein klarer Lichtblick. Der Umsatz im dritten Quartal stieg um rund neun Prozent, das operative Ergebnis um etwa 37 Prozent. Dazu kamen eine verbesserte Marge und eine angehobene Prognose.
Ganz ohne Einordnung sollte man diese Entwicklung allerdings nicht feiern: Eine Zollerstattung von knapp 200 Millionen Euro spielte ebenfalls hinein. Dieser Effekt gehört bei der Bewertung der Ergebnisqualität dazu.
Trotzdem bleibt unter dem Strich ein starkes Quartal. Die Aktie legte innerhalb von fünf Handelstagen um mehr als zwölf Prozent zu. Der Markt hat die Entwicklung also durchaus honoriert.
Nike hat nicht nur ein Branchenproblem
Natürlich ist das Umfeld für Sportartikel und Konsummode schwierig. Puma und Lululemon haben ebenfalls Probleme, und auch On konnte trotz Wachstum nicht alle Erwartungen erfüllen. Konsumzurückhaltung ist real.
Aber wenn Adidas wächst und Nike gleichzeitig mit deutlich schwächeren Umsätzen kämpft, lässt sich nicht alles auf die Konjunktur schieben. Ein relevanter Teil der Nike-Probleme dürfte hausgemacht sein.
Adidas wirkt mit seiner Positionierung in Fußball und Running derzeit stabiler. Bei Nike stellt sich dagegen die Frage, ob Markenführung, Produktangebot und Vertriebsstrategie wieder besser zusammenfinden. Ein Comeback bleibt möglich. Darauf zu setzen, braucht allerdings Geduld und mehr als die Erinnerung daran, wie stark die Marke früher einmal war.
Genau das macht diese Branche anspruchsvoll: Ein verpasster Trend oder schwächere Kollektionen können die Lage schnell drehen. Auch Adidas ist davor nicht geschützt.
Warum der DAX besser laufen kann als die deutsche Wirtschaft
Adidas und die jüngste Prognoseanhebung bei DHL zeigen außerdem, warum ein robuster DAX kein Widerspruch zu einer schwachen deutschen Konjunktur ist. Viele Indexmitglieder verdienen ihr Geld weltweit.
Bei DHL ist beispielsweise das internationale Expressgeschäft entscheidend, nicht allein der deutsche Briefversand. Der DAX ist deshalb kein direkter Zustandsbericht der heimischen Wirtschaft.
MSCI: Starkes Wachstum ohne spektakuläre Prognoseanhebung
MSCI hat ebenfalls überzeugt. Der Umsatz stieg um mehr als zwölf Prozent auf rund 892 Millionen US-Dollar. Erwartet worden waren ungefähr 888 Millionen US-Dollar. Das war ein kleiner Umsatzbeat, während das bereinigte Ergebnis je Aktie die Schätzungen deutlicher übertraf und um 14,3 Prozent zulegte.
Die Aktie reagierte zeitweise mit knapp fünf Prozent Plus. Auf Sicht von fünf Handelstagen lag der Zuwachs sogar über zehn Prozent.
Interessant daran: MSCI musste die Jahresprognose gar nicht anheben, um diese Reaktion auszulösen. Auch die Kostenerwartungen blieben bestehen. Offenbar reichte die operative Entwicklung, um Vertrauen zurückzubringen.
Michael und Daniel bleiben vom Unternehmen überzeugt. Die Sorge, KI könne MSCI einfach ablösen, erscheint angesichts der aktuellen Geschäftsentwicklung wenig überzeugend. Wer die Zahlen selbst einordnen möchte, findet die Unternehmensberichte auf der Investor-Relations-Seite von MSCI.
Netflix: Starkes Quartal, enttäuschender Ausblick
Netflix zeigt sehr schön, warum gute Zahlen nicht automatisch steigende Aktienkurse bedeuten. Das abgeschlossene Quartal war operativ wirklich ordentlich:
- Der Umsatz stieg um 11,8 Prozent auf rund 12,9 Milliarden US-Dollar.
- Die operative Marge verbesserte sich von 28,2 auf 34,6 Prozent.
- Der Nettogewinn erhöhte sich von etwa 2,5 auf rund 3,6 Milliarden US-Dollar.
Das Problem lag im Ausblick. Für das vierte Quartal wurde zwar weiteres Umsatzwachstum von 11,6 Prozent erwartet. Beim Nettogewinn standen jedoch nur noch rund 2,8 Milliarden US-Dollar im Raum, bei einer operativen Marge von etwa 26 Prozent.
Damit wird deutlich: Die hohe Marge des abgeschlossenen Quartals lässt sich nicht einfach fortschreiben. Sie hatte unter anderem von zeitlich verschobenen Ausgaben profitiert. Der erwartete Rückgang fiel stärker aus, als der Markt offenbar akzeptieren wollte.
Auch das Werbegeschäft muss Erwartungen erfüllen
Zusätzlich wurde die Werbeumsatzprognose von drei auf 2,7 Milliarden US-Dollar gesenkt. Das Geschäft wächst, aber eben nicht so stark wie erhofft. Für eine Aktie, bei der Anleger auf zusätzliche Wachstumstreiber setzen, macht dieser Unterschied einiges aus.
Netflix konkurriert außerdem längst nicht nur mit anderen Streamingdiensten. YouTube, TikTok und Computerspiele kämpfen um dasselbe knappe Gut: die Freizeit der Menschen. Ein großer Spiele-Release wie GTA 6 ist deshalb durchaus relevant für die Frage, wie viel Zeit für Serien und Filme übrig bleibt.
Die Bewertung erscheint uns nach dem Rückgang interessanter. Im besprochenen Bewertungsstand lagen das erwartete KGV bei ungefähr 19, das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBIT bei rund 20 und die Free-Cashflow-Rendite bei knapp vier Prozent. Das sind Momentaufnahmen, keine dauerhaft gültigen Kennzahlen.
Netflix ist damit nicht automatisch ein Kauf, aber ein genauerer Blick lohnt sich. Die zentrale Frage lautet, wie nachhaltig Wachstum, Werbeerlöse und Margen sind. Originalberichte und Ausblicke veröffentlicht Netflix im Investor-Relations-Bereich.
SpaceX und Tesla: Wie sinnvoll wäre eine Fusion?
Die spektakulärste Geschichte ist die mögliche Fusion von SpaceX und Tesla. Im Raum stehen Berichte über Gespräche der Führungsgremien und eine grundsätzlich positive Haltung von Elon Musk. Als möglicher Zeithorizont wird Ende 2027 diskutiert.
Wichtig ist die Einordnung: Eine Fusion von SpaceX und Tesla ist bislang ein Gerücht, kein beschlossener Zusammenschluss. Auch hohe Wahrscheinlichkeitsschätzungen einzelner Beobachter oder Wettmärkte ersetzen weder verbindliche Bedingungen noch die nötigen Zustimmungen.
Die strategische Idee dahinter lässt sich trotzdem nachvollziehen. Tesla soll immer stärker für Robotaxis, Robotik und KI stehen. Dafür wird enorme Rechenleistung gebraucht. Wenn entsprechende Infrastruktur und Anwendungen unter einem Dach zusammenkommen, kann das grundsätzlich sinnvoll sein.
Genauso berechtigt ist allerdings die Gegenfrage: Wird dadurch tatsächlich Wert geschaffen, oder entsteht vor allem ein noch komplexeres Konglomerat?
Fusion von SpaceX und Tesla: Für Aktionäre zählt das Tauschverhältnis
Eine Fusion von Tesla und SpaceX wäre für Aktionäre nicht automatisch ein Geldregen. Denkbar wäre eine Abwicklung über Aktien statt über eine hohe Barzahlung. Dann wären vor allem diese Punkte entscheidend:
- Mit welcher Bewertung gehen beide Unternehmen in den Zusammenschluss?
- Wie werden die bisherigen Aktionäre am gemeinsamen Unternehmen beteiligt?
- Wie viel zusätzliches Kapital erfordern die Ausbaupläne?
- Welche Zustimmungen und Regeln zur Unternehmensführung sind notwendig?
Bei Elon Musks Beteiligung an beiden Seiten wären Interessenkonflikte besonders sorgfältig zu behandeln. Allein aus der Schlagzeile auf einen schnellen Kursgewinn von 30 oder 40 Prozent zu hoffen, wäre uns jedenfalls zu einfach.
Die diskutierten SpaceX-Zahlen sind enorm ambitioniert
Für SpaceX wurden rund 14,6 Milliarden US-Dollar Umsatz gegenüber erwarteten 12,9 Milliarden genannt. Davon entfielen etwa 1,8 Milliarden auf das Raumfahrtgeschäft. In diesem Zahlenbild steht also vor allem die KI- und Rechenzentrumsentwicklung im Mittelpunkt.
Bei einem diskutierten Umsatzwachstum von ungefähr 160 Prozent ist klar, warum Anleger trotz hoher Bewertung genauer hinschauen. Noch ambitionierter sind die Ausbauziele: Bis Ende 2027 stehen rund 13 Gigawatt Rechenleistung im Raum, einschließlich eines Trainingsclusters mit 450.000 Nvidia-GPUs der Vera-Rubin-Generation.
Daraus abgeleitete Umsatzszenarien von 500 Milliarden bis zu einer Billion US-Dollar annualisiert sind allerdings Zukunftsszenarien, keine bereits erzielten Jahresumsätze. Ob diese Größenordnungen erreichbar sind, hängt an Umsetzung, Auslastung, Preisen und Finanzierung.
Aktien für den Sohn: Kleine Position statt großer Wette
Michael hat neben ETFs, darunter einem Nasdaq-ETF, auch einige SpaceX-Anteile für seinen Sohn gekauft. Zusätzlich kam nach einem Rücksetzer eine kleine Position ins eigene Depot. Der Gedanke war ausdrücklich, zunächst einen Fuß in der Tür zu haben.
Das passt zur langfristigen Perspektive: Wer an die Vision glaubt, kann mit einer kleinen Position beteiligt sein, ohne die hohe Bewertung und die Umsetzungsrisiken auszublenden. Der zwischenzeitliche Kursgewinn von ungefähr zehn Prozent ist erfreulich, sagt über den langfristigen Erfolg aber noch wenig aus.
Eine praktische Randnotiz gab es ebenfalls: Der gewünschte Kauf eines goldhinterlegten ETC ließ sich im betreffenden Kinderdepot nicht umsetzen. Bei solchen Anlagevehikeln lohnt es sich also, vorher die konkreten Möglichkeiten des Brokers zu prüfen.
Super Micro und die Chipwerte: Die Nachfrage bleibt der Prüfstein
Super Micro Computer lieferte ein weiteres starkes Signal für den KI-Infrastruktursektor. Die Umsatzspanne wurde von zuvor 14,5 bis 15,5 Milliarden auf 18,5 bis 19,5 Milliarden US-Dollar angehoben. Auch die Bruttomarge soll höher ausfallen.
Für Nvidia, Broadcom, Micron, SK Hynix und andere Zulieferer ist die Nachfrageentwicklung relevant. Hinzu kommen Hinweise auf steigende Spotpreise für Rechenleistung. Würde die Nachfrage bereits deutlich einbrechen, wäre eher das Gegenteil zu erwarten.
Was bei Meta, Microsoft und Alphabet jetzt zählt
Die nächsten Berichte der großen Technologiekonzerne werden deshalb besonders wichtig. Auf dem Radar stehen Meta, Alphabet, Microsoft und Amazon sowie unter anderem SK Hynix, Lam Research, Texas Instruments, IBM und Fortinet.
Drei Fragen entscheiden für uns über die nächste Richtung:
- Bleiben die Investitionspläne hoch? Das wäre Rückenwind für Rechenzentren, Speicher und Chips.
- Wächst die tatsächliche Nachfrage weiter? Ausbau allein reicht nicht, die Kapazitäten müssen gebraucht werden.
- Wie wird das Wachstum finanziert? Neue Schulden oder eine mögliche Verwässerung können Aktionäre belasten.
Gerade bei Meta kann deshalb dieselbe Nachricht unterschiedlich wirken: Noch höhere KI-Ausgaben wären für Zulieferer positiv, könnten bei Meta selbst aber Sorgen über Finanzierung und Rendite auslösen.
Unser Fazit: Optimistisch, aber nicht blind
Die jüngsten Rücksetzer wirken angesichts der Unternehmenssignale teilweise übertrieben. Deshalb bestehen kurzfristige Positionen unter anderem in Micron, Broadcom, Nvidia und Meta. Das sind taktische Entscheidungen rund um die Berichtssaison, keine pauschalen Dauerempfehlungen.
Adidas zeigt operative Stärke, MSCI liefert solide und Netflix muss seinen vorsichtigeren Ausblick erklären. Bei SpaceX stehen gewaltige Chancen ebenso gewaltigen Erwartungen gegenüber. Eine mögliche Tesla-Fusion würde die Geschichte noch komplexer machen.
Unser Ansatz bleibt: Zahlen vor Schlagzeilen, Nachfrage vor Kursgefühl und Positionsgröße vor Euphorie. Der KI-Boom wirkt operativ weiterhin stark. Ob daraus gute Aktienrenditen entstehen, entscheidet sich trotzdem an Bewertung und Umsetzung.
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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Netflix.
Häufige Fragen
Kommt es zu einer Fusion von SpaceX und Tesla?
Das ist bislang offen. Es gibt Berichte über Gespräche der Führungsgremien und eine grundsätzlich positive Haltung von Elon Musk, aber keinen beschlossenen Zusammenschluss. Als möglicher Zeithorizont wird Ende 2027 diskutiert.
Was würde eine Fusion von SpaceX und Tesla für Tesla-Aktionäre bedeuten?
Entscheidend wären die Bewertung beider Unternehmen und das Tauschverhältnis. Bei einer Abwicklung über Aktien ist ein schneller Kursgewinn nicht garantiert. Wichtig wären auch der zusätzliche Kapitalbedarf und der Umgang mit Interessenkonflikten, da Musk an beiden Unternehmen beteiligt ist.
Warum entwickelt sich Adidas aktuell besser als Nike?
Adidas steigerte im dritten Quartal den Umsatz um rund neun Prozent und das operative Ergebnis um etwa 37 Prozent und hob die Prognose an. Eine Zollerstattung von knapp 200 Millionen Euro half dabei. Bei Nike dürfte ein relevanter Teil der Probleme hausgemacht sein, etwa bei Markenführung, Produktangebot und Vertrieb.
Warum fiel die Netflix-Aktie trotz guter Quartalszahlen?
Das Quartal war stark: Der Umsatz stieg um 11,8 Prozent, die operative Marge auf 34,6 Prozent. Für das vierte Quartal stellte Netflix jedoch nur noch eine Marge von etwa 26 Prozent in Aussicht und senkte die Werbeumsatzprognose auf 2,7 Milliarden US-Dollar.
Wie hat MSCI im letzten Quartal abgeschnitten?
Der Umsatz stieg um mehr als zwölf Prozent auf rund 892 Millionen US-Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 14,3 Prozent zu. Die Aktie stieg auf Sicht von fünf Handelstagen um über zehn Prozent, ohne dass MSCI die Jahresprognose anheben musste.
Warum fallen KI-Aktien trotz starker Nachfrage?
Ein möglicher Grund sind Positionsabbauten gehebelter Fonds, die Liquidität brauchen. Solche Verkäufe sagen nicht zwingend etwas über das Geschäft der Unternehmen aus. Aus dem KI-Sektor kommen bislang überwiegend starke Nachfragesignale, zum Beispiel die angehobene Umsatzprognose von Super Micro.