Zscaler-Aktie steigt nach Q4: EPS schlägt Schätzung, FY27-Ausblick über Konsens
Kurzüberblick
- Zscaler steigerte den Umsatz im vierten Quartal um 25 Prozent auf 898,2 Mio. USD und übertraf damit die Schätzung von 876,96 Mio. USD.
- Das bereinigte EPS lag mit 1,19 USD um 0,10 USD über der Prognose; der Non-GAAP-Nettogewinn stieg auf 198,2 Mio. USD.
- Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Zscaler 3,908 bis 3,938 Mrd. USD Umsatz und ein Non-GAAP-EPS von 4,86 bis 4,90 USD in Aussicht.
- Die Aktie notierte am 3. September 2026 um 22:47 Uhr bei 154,60 Euro, ein Tagesplus von 2,41 Prozent, liegt seit Jahresbeginn aber noch 20,05 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Q4-Zahlen über den Erwartungen
Zscaler hat das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit einem Umsatz von 898,2 Mio. USD abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich über der Markterwartung von 876,96 Mio. USD. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete der Cybersecurity-Anbieter 1,19 USD nach erwarteten 1,09 USD.
Auch beim Ergebnis zeigt sich eine klare Verbesserung. Der Non-GAAP-Nettogewinn erhöhte sich von 146,7 Mio. USD im Vorjahr auf 198,2 Mio. USD. Auf GAAP-Basis blieb zwar ein Nettoverlust von 3,4 Mio. USD, dieser fiel jedoch deutlich geringer aus als der Verlust von 17,6 Mio. USD im Vorjahresquartal.
Wachstum und Margen bleiben zentrale Treiber
Im Gesamtjahr 2026 erreichte Zscaler einen Umsatz von 3,353 Mrd. USD, ein Plus von 25 Prozent. Das bereinigte EPS stieg um 28 Prozent von 3,28 USD auf 4,21 USD. Nach Unternehmensangaben wuchsen Umsatz und jährlich wiederkehrende Erlöse im Schlussquartal jeweils um 25 Prozent, während die neu gewonnenen wiederkehrenden Erlöse um 24 Prozent zulegten.
Die Non-GAAP-Betriebsmarge erreichte im Quartal mit 24 Prozent einen Rekordwert. Als Wachstumstreiber nennt das Management neben dem klassischen nutzerbasierten Geschäft auch Lösungen für Workloads, Niederlassungen, Datensicherheit und KI. Besonders die Nachfrage nach Sicherheitslösungen für sogenannte agentische KI soll die Plattformnutzung verbreitern.
FY27-Prognose liegt über den Erwartungen
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Zscaler einen Umsatz von 935 bis 939 Mio. USD und ein Non-GAAP-EPS von 1,15 bis 1,16 USD. Damit liegt die Umsatzprognose über dem Konsens von 926,12 Mio. USD, während die EPS-Spanne die Erwartung von 1,08 USD ebenfalls übertrifft.
Für das Gesamtjahr 2027 stellt das Unternehmen 3,908 bis 3,938 Mrd. USD Umsatz in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von 16,6 bis 17,5 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2026. Beim bereinigten EPS lautet die Prognose auf 4,86 bis 4,90 USD, verglichen mit einem Konsens von 4,60 USD. Zusätzlich rechnet Zscaler mit einer Bruttomarge von rund 80 Prozent.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Zscaler den KI-Trend zunehmend in mehrere Produktbereiche übersetzen kann und weniger ausschließlich vom klassischen Sitzplatzwachstum abhängig ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst eine Bestätigung der operativen Dynamik: Der Quartalsgewinn liegt über den Erwartungen, und auch der Ausblick bietet weiteres Überraschungspotenzial. Gleichzeitig signalisiert das für FY27 erwartete Umsatzwachstum von 16,6 bis 17,5 Prozent eine Normalisierung gegenüber den 25 Prozent im Geschäftsjahr 2026. Entscheidend wird daher, ob Zscaler das hohe ARR-Wachstum und die starke Marge auch bei moderaterem Umsatzwachstum verteidigen kann.
Kursreaktion bleibt trotz Erholung durchwachsen
Die positive Ergebnisüberraschung und der über den Konsens liegende Ausblick stützten die Aktie im späten Handel. Mit einem Tagesplus von 2,41 Prozent zeigt sich kurzfristig eine Erholung. Der Rückgang von 20,05 Prozent seit Jahresbeginn macht jedoch deutlich, dass der Markt weiterhin hohe Anforderungen an Wachstum, Margen und die Bewertung des Cybersecurity-Spezialisten stellt.
Fazit & Ausblick
Zscaler startet mit einem starken Q4-Ergebnis und einer über den Erwartungen liegenden FY27-Prognose in das neue Geschäftsjahr. Die nächsten Quartale müssen zeigen, ob die KI-bezogenen Sicherheitsangebote tatsächlich zusätzliches Plattformwachstum erzeugen und ob die angekündigte Bruttomarge von 80 Prozent erreicht wird. Besonders relevant wird die Umsetzung der Q1-Prognose bei Umsatz und bereinigtem EPS.
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