ZEAL Network Aktie: Kaufempfehlung und Kursziel von 83 Euro bestätigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine aktuelle Analyse bestätigt für ZEAL Network die Kaufempfehlung und das 12-Monats-Kursziel von 83 Euro.
- Für 2026 wird ein EBITDA von 74,9 Millionen Euro erwartet – am oberen Ende der Unternehmensprognose von 70 bis 75 Millionen Euro.
- Die Q3-Zahlen veröffentlicht ZEAL am 4. November; Schätzungen zu Umsatz und EBITDA fallen je nach Analyse unterschiedlich aus.
- Drei Eurojackpot-Ziehungen am 120-Millionen-Euro-Limit sollen das Schlussquartal stützen.
Marktanalyse & Details
Kursziel und Bewertung
Die Kaufempfehlung und das Kursziel von 83 Euro wurden bestätigt. Beim zuletzt verfügbaren Kurs von 39,30 Euro am 21. Oktober entspricht das rechnerisch einem Abstand von rund 111 Prozent zum Kursziel. Diese Differenz ist eine Analystenschätzung, keine Renditezusage. Der Aktienkurs lag zugleich seit Jahresbeginn 25,29 Prozent im Minus.
Als Begründung verweist die Analyse auf eine aus ihrer Sicht niedrige Bewertung: ZEAL werde mit etwa dem Elffachen des für 2026 erwarteten EV/EBITDA gehandelt. Als strukturelle Wachstumstreiber nennt sie die Digitalisierung des Lotteriegeschäfts, die internationale Expansion und eigene Produkte. Für 2025 bis 2028 wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 18 Prozent prognostiziert.
Q3-Prognosen gehen auseinander
Vor den Zahlen am 4. November erwarten die Analysten steigende Erlöse, unterscheiden sich aber bei der Höhe ihrer Schätzungen. Eine Prognose setzt den Q3-Umsatz bei 72,7 Millionen Euro an, darunter 7,5 Millionen Euro aus SevenCanyon. Eine weitere kommt auf 68,2 Millionen Euro und kalkuliert mit rund 6 Millionen Euro Umsatzbeitrag aus der Akquisition.
Auch beim EBITDA liegen die Schätzungen auseinander: Die Prognosen reichen von 18,4 Millionen Euro einschließlich rund 4 Millionen Euro akquisitionsbezogener Einmalkosten bis zu 20,5 Millionen Euro. In der niedrigeren Schätzung läge das EBITDA ohne diese Einmalkosten bei 22,4 Millionen Euro. Die Differenz zeigt, wie stark die Vergleichbarkeit von der Behandlung der Übernahmekosten und den Annahmen zu SevenCanyon abhängt.
Jackpot-Mix und Geschäftsmix als Treiber
Für das dritte Quartal werden 311 Millionen Euro an Lotterieeinsätzen erwartet, ein Plus von einem Prozent zum Vorjahr. Der Markt sei insgesamt verhalten gewesen; zugleich hätten Eurojackpot-Spitzenziehungen gefehlt. Für ZEAL sind sie laut Analyse besonders wichtig, weil sie die Aktivierung von Kunden und zusätzliche Spieleinsätze begünstigen können.
Im vierten Quartal soll sich der Jackpot-Mix verbessern: Drei Eurojackpot-Ziehungen am Limit von 120 Millionen Euro stehen laut Prognose keiner solchen Ziehung im Vorjahresquartal gegenüber. Für Q4 wird ein EBITDA von 17,7 Millionen Euro erwartet, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem sollen Team-Spiel, eigene Verlosungen und freiheit+ die Profitabilität stützen. Für das Games-Geschäft werden Q3-Umsätze von 4,3 Millionen Euro und ein Wachstum von 18,7 Prozent prognostiziert.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Investmentthese nicht allein von hohen Jackpots abhängt: Eigene Produkte und Games könnten den Umsatzmix verbreitern und die Margenentwicklung unterstützen. Kurzfristig bleibt die Prognose jedoch empfindlich gegenüber Marketingausgaben, Einmalkosten und der tatsächlichen Wirkung der Eurojackpot-Spitzenziehungen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Q3-Zahlen neben dem Umsatzwachstum vor allem Aufschluss über die bereinigte Ertragskraft und die Kosten der Expansion geben dürften.
Fazit & Ausblick
Die bestätigte Kaufempfehlung stützt sich auf erwartetes Wachstum und eine günstige Bewertung, während die Kurszielspanne zum aktuellen Kurs deutlich ist. Entscheidend für die nächste Neubewertung sind die Q3-Veröffentlichung am 4. November und der Verlauf des Schlussquartals. Die Erwartung eines 2026-EBITDA von 74,9 Millionen Euro liegt am oberen Rand der Unternehmensprognose, ist aber weiterhin eine Analystenschätzung.
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