Workday-Aktie steigt: Freedom Broker senkt Rating auf Hold und hebt Kursziel auf 200 US-Dollar

Workday Inc. AI Generated

Kurzüberblick

  • Freedom Broker stuft Workday von Buy auf Hold ab, erhöht das Kursziel jedoch von 180 auf 200 US-Dollar.
  • Workday übertraf im zweiten Quartal die Umsatz- und Gewinnschätzungen mit 2,649 Mrd. US-Dollar Umsatz und 2,75 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie.
  • Das Unternehmen hob die Prognose für die bereinigte operative Marge im Geschäftsjahr 2027 auf 31,0 % an.
  • Die Workday-Aktie legte am 28. August 2026 um 15,64 % auf 177,44 Euro zu, liegt seit Jahresbeginn aber noch 3,71 % im Minus.

Marktanalyse & Details

Downgrade trotz höherem Kursziel

Der Analyst Almas Almaganbetov von Freedom Broker senkte seine Einschätzung für Workday von Buy auf Hold. Gleichzeitig stieg das Kursziel von 180 auf 200 US-Dollar. Der scheinbare Widerspruch erklärt sich durch die Bewertung: Nach Einschätzung des Analysten sind die bereits erzielten Fortschritte bei der Margenoptimierung im aktuellen Kurs weitgehend berücksichtigt, während kurzfristige Impulse für eine deutlich stärkere Umsatzbeschleunigung fehlen.

Auch Capital One nahm am 28. August eine vorsichtigere Haltung ein und stufte Workday von Overweight auf Equal-weight ab. Das dortige Kursziel liegt bei 219 US-Dollar.

Q2-Zahlen übertreffen Erwartungen

Workday erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 2,649 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 12,8 % gegenüber dem Vorjahr und lag leicht über der Erwartung von 2,636 Mrd. US-Dollar. Der Subskriptionsumsatz stieg um 13,9 % auf 2,471 Mrd. US-Dollar.

  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 2,75 US-Dollar, nach erwarteten 2,61 US-Dollar
  • GAAP-Gewinn je Aktie: 2,57 US-Dollar, nach 0,84 US-Dollar im Vorjahr
  • Erwarteter Subskriptionsumsatz im dritten Quartal: rund 2,515 Mrd. US-Dollar
  • Prognose für die bereinigte operative Marge im dritten Quartal: rund 30,0 %

Die Ergebnisqualität profitierte laut Analysteneinschätzung von strikter Kostendisziplin und einer stärkeren internen Automatisierung durch künstliche Intelligenz. Zugleich überschritt der jährlich wiederkehrende Umsatz mit agentenbasierten KI-Lösungen die Marke von 600 Mio. US-Dollar. Der finanzielle Beitrag dieser Produkte entwickelt sich jedoch langsamer, weil sich Workday zunächst auf die Gewinnung von Anwendern und teilweise auf vergünstigte Flex Credits konzentriert.

Prognose, Wachstum und Aktienrückkauf

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Workday nun einen Subskriptionsumsatz von 9,94 bis 9,95 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von rund 13 % entspricht. Die Prognose für die bereinigte operative Marge wurde auf 31,0 % angehoben. Für das Folgejahr stellt das Unternehmen zudem eine Margensteigerung von mindestens zwei Prozentpunkten in Aussicht.

Gleichzeitig signalisiert die Entwicklung des Subskriptions-Backlogs mit einem Wachstum von 8 % gegenüber dem Vorjahr eine nachlassende Dynamik. Freedom Broker rechnet deshalb in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 und im Geschäftsjahr 2028 mit einem Subskriptionswachstum von etwa 11 %. Als zusätzliche Stütze genehmigte Workday ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 4,0 Mrd. US-Dollar.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass sich die Investmentthese bei Workday derzeit von einer reinen Wachstumsstory zu einer Kombination aus Margenverbesserung, Cashflow und Kapitalrückführung verschiebt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Aktie kurzfristig von besseren Margen und dem Rückkaufprogramm profitieren kann, während für eine nachhaltige Neubewertung vor allem eine erneute Beschleunigung des Subskriptionswachstums und messbare Umsätze aus KI-Produkten erforderlich wären. Das höhere Kursziel von Freedom Broker ist daher weniger ein Signal für uneingeschränkten Optimismus als eine Anerkennung der verbesserten Profitabilität.

Fazit & Ausblick

Workday liefert starke Quartalszahlen und hebt die Margenprognose an, muss sich aber an einem verlangsamten Wachstumspfad messen lassen. Im Fokus der nächsten Quartale stehen die Entwicklung des Subskriptions-Backlogs, die Monetarisierung der KI-Angebote und die Umsetzung des 4-Mrd.-US-Dollar-Rückkaufs. Entscheidend wird sein, ob die Margenfortschritte die nachlassende Umsatzdynamik dauerhaft ausgleichen können.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

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