Volkswagen: ODDO BHF hebt Kursziel auf 90 Euro – Rating bleibt neutral

Volkswagen AG VZ AI Generated

Kurzüberblick

  • ODDO BHF erhöht das Kursziel für Volkswagen von 80 auf 90 Euro und bestätigt die Einstufung "Neutral".
  • Die Volkswagen-Vorzugsaktie notiert am 7. September 2026 bei 81,22 Euro und liegt seit Jahresbeginn 21,98 Prozent im Minus.
  • Volkswagen plant weltweit den Abbau weiterer 50.000 Stellen und will die Jahresproduktion auf neun Millionen Fahrzeuge senken.
  • Bis 2030 soll die Umsatzrendite auf 9 Prozent steigen, nachdem sie im ersten Halbjahr bei 3,8 Prozent lag.

Marktanalyse & Details

Höheres Kursziel trotz neutraler Bewertung

ODDO BHF hebt das Kursziel für die Volkswagen-Vorzugsaktie von 80 auf 90 Euro an. Das entspricht einer Erhöhung um 12,5 Prozent. Ausgehend vom aktuellen Kurs von 81,22 Euro ergibt sich ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von rund 10,8 Prozent. Die Einstufung bleibt jedoch auf "Neutral". Am Morgen des 7. September bewegte sich die Aktie mit einem Plus von 0,12 Prozent kaum; seit Jahresbeginn steht weiterhin ein Rückgang von 21,98 Prozent zu Buche.

Sanierungsprogramm setzt auf weniger Kapazität

Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat einem weitreichenden Konzernumbau zugestimmt. In den kommenden Jahren sollen weltweit rund 50.000 weitere Stellen wegfallen. Zugleich soll die Jahresproduktion auf neun Millionen Fahrzeuge sinken, während Volkswagen sein Modellangebot verkleinern will.

  • Volkswagen strebt bis 2030 eine Umsatzrendite von 9 Prozent an.
  • Im ersten Halbjahr lag die Umsatzrendite bei 3,8 Prozent.
  • Für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und das Audi-Werk Neckarsulm fehlt ab 2031 bis 2034 zunächst eine wettbewerbsfähige Folgebelegung.
  • Für Neckarsulm läuft die Frist für ein wettbewerbsfähiges Produktionskonzept bis zum 30. Juni 2027.

Analysten-Einordnung

Die Kurszielanhebung signalisiert, dass ODDO BHF dem Sanierungsprogramm mittelfristig einen höheren Unternehmenswert zutraut. Das unveränderte neutrale Rating macht zugleich deutlich, dass die Umsetzung noch nicht als ausreichend sicher bewertet wird. Dies deutet darauf hin, dass die geplanten Kapazitäts- und Personalanpassungen zwar die Profitabilität verbessern könnten, der Konzern aber zunächst den erheblichen Abstand zwischen der aktuellen Umsatzrendite von 3,8 Prozent und dem Ziel von 9 Prozent schließen muss. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das Aufwärtspotenzial hängt weniger von der Ankündigung des Sparprogramms als von belastbaren Fortschritten bei Margen, Modellmix und der Auslastung der europäischen Werke ab.

Fazit & Ausblick

Das höhere Kursziel liefert Volkswagen einen positiven Bewertungsimpuls, ändert aber nichts am neutralen Votum. Im Mittelpunkt stehen nun die Umsetzung des Stellenabbaus, die künftige Belegung der betroffenen Standorte und der Nachweis, dass die operative Marge bis 2030 deutlich steigt. Ein wichtiger Zwischenpunkt ist die Vorlage eines wettbewerbsfähigen Konzepts für Neckarsulm bis Ende Juni 2027.

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