UBS bekräftigt Buy für Micron und setzt Kursziel auf 1.625 USD
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- UBS bestätigt für Micron Technology das Buy-Rating und ein Kursziel von 1.625 USD.
- Der Analyst erwartet bis 2027 eine weiter wachsende Lücke zwischen Speicherchip-Angebot und Nachfrage.
- Für Server-DDR prognostiziert UBS rund 80 Prozent Nachfragewachstum, bei Server- und Speicher-SSDs sogar mehr als 100 Prozent.
- Micron dürfte am 30. September mit seinen Quartalszahlen den nächsten wichtigen Test für die Speicherchip-Rally liefern.
Marktanalyse & Details
UBS sieht anhaltenden Rückenwind für Speicherchips
UBS-Analyst Timothy Arcuri hat seine positive Einschätzung zu Micron Technology bestätigt und das Kursziel bei 1.625 USD belassen. Ausgehend vom jüngsten US-Schlusskurs von 1.096,16 USD entspricht das einem erheblichen weiteren Aufwärtspotenzial. An der Lang & Schwarz Exchange notierte die Aktie am 23. September bei 957,60 Euro und lag damit im Tagesverlauf 0,57 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn hat der Titel laut den vorliegenden Marktdaten bereits 280,08 Prozent zugelegt.
Der Kern der UBS-These ist eine sich bis 2027 weiter öffnende Angebots-Nachfrage-Lücke. Für DRAM erwartet Arcuri eine Auslastungs- beziehungsweise Erfüllungsquote von lediglich rund 60 Prozent. Gleichzeitig soll die Nachfrage nach Server-DDR-Speicher um etwa 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Bei Server- und Speicher-SSDs hält UBS sogar ein Bit-Nachfragewachstum von mehr als 100 Prozent für möglich.
Gewinnschätzungen steigen erneut
UBS hat die Gewinnprognosen für Micron abermals angehoben. Für die Geschäftsjahre 2027, 2028 und 2029 erwartet der Analyst nun einen Gewinn je Aktie von rund 212, 277 beziehungsweise 219 USD. Für das vierte Geschäftsquartal 2026 rechnet UBS mit einem Umsatz von etwa 52 Milliarden USD und einer Bruttomarge von rund 87,6 Prozent. Für das erste Geschäftsquartal 2027 wird ein Umsatz zwischen 58 und 59 Milliarden USD sowie ein weiterer Margenanstieg um rund einen Prozentpunkt erwartet.
Die Prognose liegt deutlich über den derzeitigen Markterwartungen. UBS begründet dies nicht allein mit kurzfristig höheren Speicherpreisen, sondern vor allem mit einer längeren Dauer des Nachfragezyklus. Langfristige Lieferverträge könnten zwar die kurzfristige Steigerung der Prognosen begrenzen, würden zugleich aber die Visibilität für Microns Umsatz und Margen verbessern.
Aktienrückkäufe als zusätzlicher Kurstreiber
Ein weiterer Schwerpunkt der UBS-Einschätzung ist die Kapitalrückführung. Die Beschränkungen für Aktienrückkäufe im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen CHIPS Act sollen am 9. Dezember 2026 auslaufen. UBS erwartet daher ab dem zweiten Geschäftsquartal 2027 zunächst quartalsweise Rückkäufe im Umfang von etwa 20 Milliarden USD. Dieses Volumen könnte anschließend auf 40 bis 50 Milliarden USD pro Quartal steigen. Dabei handelt es sich um eine Analystenprognose und nicht um eine bestätigte Unternehmensplanung.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass UBS Micron nicht mehr nur als kurzfristigen Profiteur knapper Speicherchips bewertet, sondern als Unternehmen mit länger anhaltender Preissetzungsmacht und starkem Kapitalrückführungspotenzial. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch auch ein erhöhtes Erwartungsrisiko: Nach dem Kursanstieg von mehr als 280 Prozent seit Jahresbeginn muss Micron die hohen Prognosen durch steigende Preise, Margen und Rückkäufe bestätigen. Sollte neue Kapazität schneller auf den Markt kommen als erwartet, könnte sich der derzeitige Bewertungsaufschlag rasch verringern.
UBS bewertet das Kursziel mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa acht auf Basis der langfristigen Gewinnschätzung für 2029. Selbst bei einem unterstellten Preisrückgang von 80 Prozent in der nächsten Abschwungphase sieht Arcuri den annualisierten Tiefpunktgewinn noch über dem Niveau, das Micron voraussichtlich kurzfristig in Aussicht stellen wird. Diese Annahme bildet den zentralen Belastbarkeitstest der optimistischen Investmentthese.
Fazit & Ausblick
Die Micron-Aktie bleibt ein Spannungsfeld zwischen außergewöhnlicher Dynamik und der typischen Zyklik des Speichermarktes. Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen am 30. September. Entscheidend werden dabei der Ausblick für das erste Geschäftsquartal 2027, die Entwicklung der Bruttomarge und konkrete Aussagen zu Aktienrückkäufen sein. Bestätigt Micron die von UBS erwartete Nachfragepersistenz, könnte das Kursziel von 1.625 USD neue Aufmerksamkeit erhalten. Eine Entspannung bei DRAM- oder SSD-Preisen wäre dagegen das wichtigste Gegenargument.
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