TUI verengt EBIT-Prognose 2026: 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro erwartet
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Das Wichtigste in Kürze
- TUI erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein bereinigtes EBIT von 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro.
- Der Konzern verengt damit die bisherige Prognosespanne von 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro, hebt deren Mittelpunkt aber nicht an.
- Hotels und Kreuzfahrten wachsen bei höheren Preisen, während die Auslastung teilweise unter dem Vorjahresniveau liegt.
- Die Veröffentlichung der vollständigen Geschäftszahlen für 2026 ist für den 9. Dezember 2026 geplant.
Marktanalyse & Details
Engere EBIT-Spanne erhöht die Planungssicherheit
TUI sieht sich für das Geschäftsjahr 2026 auf Kurs und erwartet nun ein bereinigtes EBIT von 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro zu konstanten Wechselkursen. Zuvor hatte der Reisekonzern eine deutlich breitere Spanne von 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro genannt. Der Mittelpunkt bleibt damit rechnerisch unverändert bei 1,25 Mrd. Euro. Die neue Spanne liegt vollständig unter dem Vorjahreswert von 1,413 Mrd. Euro.
Eine Umsatzprognose legt TUI weiterhin nicht vor. Der Konzern begründet die engere Ergebnisspanne mit einer verbesserten Buchungsdynamik in den vergangenen Wochen sowie einer starken Nachfrage nach dem eigenen Hotel-, Kreuzfahrt- und Erlebnisangebot.
Hotels und Kreuzfahrten liefern die wichtigsten Wachstumsimpulse
Im Segment Holiday Experiences steigt die verfügbare Hotelkapazität im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 1 Prozent und im ersten Halbjahr 2027 um 7 Prozent. Die durchschnittlichen Tagesraten wachsen um 4 beziehungsweise 1 Prozent. Gleichzeitig liegt die gebuchte Auslastung jeweils 2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. TUI verweist dabei unter anderem auf die Folgen des Hurrikans in Jamaika, geopolitische Unsicherheiten und den Hochlauf neu eröffneter Hotels.
Das Kreuzfahrtgeschäft wird durch die Erweiterung der Flotte getragen. Die verfügbaren Passagiertage steigen im vierten Quartal um 12 Prozent und im ersten Halbjahr 2027 um 17 Prozent. Die durchschnittlichen Tagesraten liegen in beiden Zeiträumen 2 Prozent über dem Vorjahr. Die Auslastung bleibt im vierten Quartal stabil, liegt im ersten Halbjahr 2027 jedoch noch 6 Prozentpunkte niedriger. Die neue Mein-Schiff-Flow hat im Juni den Betrieb aufgenommen und rund 4.000 zusätzliche Liegeplätze geschaffen. Insgesamt umfasst die Flotte inzwischen 19 Schiffe.
Spätere Buchungen bremsen Markets + Airline
Im Bereich Markets + Airline liegt der gebuchte Umsatz für den Sommer 2026 noch 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den vergangenen vier Wochen verbesserte er sich jedoch um 2 Prozent. TUI hat das eigene Kapazitätsrisiko für die Sommersaison um 5 Prozent reduziert und steuert damit Auslastung und Erträge vorsichtiger. Für den Winter 2026/27 liegt der gebuchte Umsatz zu diesem frühen Zeitpunkt 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise halten sich trotz des unsicheren Umfelds gut. TUI führt die verhaltene Buchungslage vor allem auf den anhaltenden Trend zu kurzfristigeren Buchungen sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten zurück. Die stärkste Nachfrage konzentriert sich auf Kurz- und Mittelstreckenziele wie Griechenland, Spanien, die Kanaren, Ägypten und Kap Verde.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass TUI operativ an Preissetzungsmacht und Nachfragequalität gewinnt, der Konzern aber weiterhin vorsichtig mit Kapazitäten umgehen muss. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung mehr Sicherheit bei der Ergebnisschätzung, jedoch keine neue Gewinnbeschleunigung: Der Mittelpunkt der Prognose steigt nicht, und selbst das obere Ende bleibt unter dem Vorjahresergebnis. Positiv ist die Kombination aus höheren Hotel- und Kreuzfahrtraten sowie dem Ausbau des margenstärkeren, asset-ärmeren Angebots. Risiken bleiben eine schwächere Auslastung, eine Verschärfung geopolitischer Konflikte und steigende Treibstoffkosten.
Am 23. September 2026 notierte die TUI-Aktie um 9:37 Uhr bei 6,578 Euro und lag 0,48 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang auf 26,62 Prozent. Der Kurs zeigt damit, dass die eingeengte Prognose allein bislang noch keinen klaren Stimmungsumschwung am Markt ausgelöst hat.
Fazit & Ausblick
TUI liefert mit der engeren EBIT-Spanne ein Signal verbesserter Visibilität, bleibt beim Umsatz wegen der späten Buchungen aber zurückhaltend. Im Fokus stehen nun die Entwicklung der Auslastung im Kreuzfahrtgeschäft, die Winterbuchungen und mögliche geopolitische Belastungen. Die vollständigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlicht TUI am 9. Dezember 2026.
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