Texas Roadhouse schlägt Q1-EPS, hält 2026-Aussicht: 5%-6% Store-Week-Wachstum im Fokus

Texas Roadhouse Inc.

Kurzüberblick

Texas Roadhouse hat nach einem starken Start ins laufende Geschäftsjahr seine Erwartungen für 2026 bekräftigt und zugleich im ersten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen. Die US-Restaurantkette meldete ein EPS von 1,87 US-Dollar nach Konsens von 1,80 US-Dollar sowie steigende vergleichbare Umsätze in den Restaurants.

Operativ zeigt sich zudem Schwung zu Quartalsbeginn: In den ersten fünf Wochen des zweiten Quartals legten die vergleichbaren Restaurantverkäufe um 6,5 Prozent zu. Der Markt beobachtet dabei besonders, wie gut die Preissetzung den laufenden Inflationsdruck bei Rohstoffen und Löhnen abfedert. Die Aktie notiert am 08.05.2026 um 08:37 Uhr an der Lang & Schwarz Exchange bei 139 Euro und liegt damit am Tagesspot um 2,9 Prozent im Minus sowie im laufenden Jahr um 2,28 Prozent.

Marktanalyse & Details

Quartalszahlen: Ergebnis besser als erwartet

Im ersten Quartal berichtete Texas Roadhouse Einnahmen von 1,63 Milliarden US-Dollar (Konsens 1,64 Milliarden US-Dollar). Das operative Kernthema bleibt jedoch die Profitabilität: Das EPS stieg auf 1,87 US-Dollar und lag damit über der Markterwartung von 1,80 US-Dollar.

  • Vergleichbare Restaurantverkäufe: plus 7,1 Prozent
  • Store Weeks: plus 5,7 Prozent
  • Entwicklung im Filialausbau: sieben eigene Restaurants eröffnet, zusätzlich 22 in Bau

Nachfrage & Preissetzung: Menüpreise wirken

Für die weitere Dynamik liefert das Unternehmen frühe Indikatoren: In den ersten fünf Wochen des zweiten Quartals stiegen die vergleichbaren Umsätze um 6,5 Prozent. Zusätzlich wurde Anfang April ein Preisschritt beim Menü von rund 1,9 Prozent umgesetzt.

Für Anleger ist das wichtig, weil die Kombination aus realem Besuchertrend (Traffic) und selektiven Preisanpassungen häufig entscheidet, ob Inflationskosten kurzfristig schneller ablaufen oder die Margen spürbar belasten.

2026-Ausblick: Inflation einkalkuliert, Wachstum bleibt Ziel

Texas Roadhouse aktualisierte die Annahmen für die Rohstoffinflation auf einen Korridor von 6 bis 7 Prozent. Gleichzeitig bestätigte das Management den Grundrahmen für 2026, unter anderem:

  • Positive vergleichbare Restaurantumsätze, inklusive Effekt der Menüpreisaktionen
  • Store-Week-Wachstum von 5 bis 6 Prozent, inklusive Beitrag aus Franchise-Akquisitionen
  • Lohn- und weitere Arbeitskosteninflation von 3 bis 4 Prozent
  • Effektiver Einkommensteuersatz von 14 bis 15 Prozent
  • Gesamte Capex von etwa 400 Millionen US-Dollar

Analysten-Einordnung: Dass Texas Roadhouse trotz teils leicht unter dem Konsens liegenden Umsätzen beim Ergebnis stärker ausfällt, deutet darauf hin, dass Kostensteuerung und operative Hebel aktuell besser greifen als vom Markt erwartet. Gleichzeitig signalisieren die konkreten Inflationskorridore (Rohstoffe und Löhne), dass das Unternehmen nicht von einem schnellen Nachlassen der Kostendynamik ausgeht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem: Der Ausblick bleibt wachstumsorientiert, aber die Bewertung dürfte stärker davon abhängen, ob die Menüpreise dauerhaft ohne nennenswerte Nachfragerückgänge durchsetzbar bleiben.

Warum die Aktie trotzdem schwach sein kann

Obwohl die Meldungen insgesamt positiv wirken, zeigt die Kursreaktion zur Wochenmitte Schwankungen. Ein mögliches Erklärungsmuster: Investoren haben Preissetzung und Umsatztreiber bereits teilweise eingepreist und achten nun besonders auf die Qualität der Ergebnisquelle. Zudem kann ein erhöhter/konkretisierter Inflationsausblick selbst bei bestätigtem Wachstum kurzfristig Bewertungsnervosität erzeugen.

Fazit & Ausblick

Texas Roadhouse kombiniert eine robuste operative Entwicklung mit klaren Leitplanken für 2026: vergleichbare Umsätze bleiben im Aufwärtstrend, das Store-Week-Wachstum soll im Korridor von 5 bis 6 Prozent liegen, während Inflation über angenommene Korridore gesteuert wird. In den kommenden Quartalen werden Anleger vor allem beobachten, ob die Menüpreisstrategie die Ergebnisstabilität auch dann sichert, wenn Rohstoffe und Löhne tatsächlich am oberen Ende der Spannen landen.

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