Tesla Aktie: ARK sieht Robotaxis, FSD und SpaceX als Wachstumstreiber
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- ARK Invest hält Kooperationen Teslas mit The Boring Company und SpaceX für mögliche Wege in unterirdische und interkontinentale Mobilität.
- Der Anteil nordamerikanischer Tesla-Neuwagenkäufer mit FSD-Abonnement stieg laut ARK von rund 55 Prozent im zweiten auf mehr als 75 Prozent im dritten Quartal.
- Beide Unternehmensboards prüfen Sonderausschüsse für eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX; konkrete Konditionen sind nicht genannt.
- ARK sieht in einem Zusammenschluss erhebliches Potenzial, weist aber selbst auf die unterschiedliche Umsatzbasis der Unternehmen hin.
Marktanalyse & Details
ARK entwirft eine größere Mobilitätsstrategie
Die Investmentgesellschaft ARK Invest verbindet Teslas Pläne für Robotaxis mit weiteren Unternehmen von Elon Musk. Eine Zusammenarbeit mit The Boring Company könnte Robotaxis teilweise unter die Erde bringen und so Verkehrsstaus umgehen. Auch elektrische Luftfahrt und SpaceX’ Vision, mit Starship interkontinentale Reisen deutlich zu verkürzen, nennt ARK als mögliche Erweiterungen. Das sind Zukunftsszenarien, keine angekündigten Tesla-Angebote.
FSD-Abonnements liefern ein konkreteres Signal
Greifbarer ist die von ARK hervorgehobene Entwicklung bei Full Self-Driving (FSD): Der Anteil nordamerikanischer Auslieferungen mit FSD-Abonnement sei zwischen dem zweiten und dritten Quartal von etwa 55 auf mehr als 75 Prozent gestiegen. Tesla meldete zum Ende des dritten Quartals zudem 1,74 Millionen FSD-Nutzer gegenüber 1,04 Millionen ein Jahr zuvor. Das Abonnement kostet laut den vorliegenden Angaben 99 US-Dollar im Monat.
ARK vergleicht die Umwandlungsrate mit Angeboten von General Motors und SiriusXM, die nach Angaben der Investmentgesellschaft bei rund 40 beziehungsweise 39 Prozent lagen. Die Vergleichbarkeit ist jedoch begrenzt: Leistungen, Testzeiträume und Kundengruppen unterscheiden sich. Eine hohe Aboquote belegt außerdem nicht automatisch, dass FSD dauerhaft genutzt wird oder die daraus erzielten Erlöse bereits einen bestimmten Unternehmenswert rechtfertigen.
Fusion bleibt eine offene und komplexe Option
Die Boards von Tesla und SpaceX haben Sonderausschüsse eingesetzt, um einen möglichen Zusammenschluss zu prüfen. ARK bewertet eine Fusion positiv und verweist auf mögliche Verbindungen bei Satellitenkommunikation, Fahrzeugdiensten, KI und Robotik. Die Investmentgesellschaft schätzt, Tesla-Aktionäre könnten nach einer Verwässerung knapp 42 Prozent des kombinierten Unternehmens halten; in einem früheren Modell stammten 62 Prozent des gemeinsamen Umsatzes von SpaceX. Das sind Modellannahmen, keine vereinbarten Transaktionsbedingungen.
Analysten-Einordnung: Die FSD-Abonnements bieten einen konkreteren Ansatzpunkt als die weitreichenden Szenarien zu Luftfahrt oder Weltraumreisen. Dies deutet darauf hin, dass Teslas Bewertung zunehmend auch von Software und autonomer Mobilität abhängt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zugleich ein erhebliches Umsetzungs- und Bewertungsrisiko: Robotaxi- und KI-Potenzial muss sich erst in dauerhaftem Umsatz und Ertrag niederschlagen. Bei einer möglichen Fusion kämen zusätzlich Fragen zu Preis, Stimmrechten, Verwässerung und der Verteilung des Werts zwischen den Aktionärsgruppen hinzu.
Fazit & Ausblick
Entscheidend sind nun konkrete Fortschritte bei Robotaxis und FSD sowie neue Informationen aus der Prüfung einer möglichen Fusion. Solange keine Transaktionsbedingungen vorliegen, bleibt die SpaceX-Verbindung eine spekulative Option. Die Tesla-Aktie notierte am 27. Oktober um 10:55 Uhr bei 354,35 Euro und lag damit 1,07 Prozent im Tagesplus, seit Jahresbeginn aber 9,78 Prozent im Minus.
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