STRABAG Trading Statement: Leistung steigt um 4% auf 3,87 Mrd. – Auftragsbestand wächst um 18%

Strabag SE

Kurzüberblick

STRABAG hat zum ersten Quartal 2026 ein Trading Statement veröffentlicht und trotz widriger Wetterbedingungen in Teilen Europas ein solides Ergebnis vorgelegt. Die Leistung legte im Jahresvergleich um 4% zu, während der Auftragsbestand deutlich expandierte. Damit bleibt das Unternehmen bei seinen 2026er Zielen auf Kurs.

Für Anleger ist vor allem die Kombination aus operativem Leistungsplus und starkem Auftragspolster relevant: Der Auftragsbestand stieg um 18% auf (33,1 Mrd. EUR). An der Börse notierte die STRABAG-Aktie zuletzt bei 85,6 EUR (+0,35% am Tag, +6,2% seit Jahresbeginn).

Marktanalyse & Details

Quartalsentwicklung: Leistung trotzt dem Wetter

Im 1. Quartal 2026 steigerte STRABAG die Leistung auf 3.869,73 Mio. EUR (entspricht einem Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr). Kalte Temperaturen führten dazu, dass Projekte im Verkehrswegebau in einzelnen Regionen später starteten.

  • Leistung: 3.869,73 Mio. EUR (+4%)
  • Beschäftigte (FTE): 78.151 (+2%)
  • Wettereffekt: Belastung v. a. in Polen und Österreich

Regional wurde der Rückstand offenbar über mehrere Standorte kompensiert: Deutschland und Tschechien trieben das Wachstum, auch Kroatien und Slowenien lieferten messbare Zuwächse. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Segmentdynamik, dass die Ergebnisqualität nicht einseitig auf eine Region angewiesen ist: Während Nord + West die Leistung spürbar ausbaute (+10%), blieb International + Sonderdivisionen bei der Leistung leicht zurückhaltend (−5%).

Auftragsbestand als Qualitätssignal: 33,1 Mrd. EUR

Der Auftragsbestand wurde auf 33.062,79 Mio. EUR ausgebaut (+18% zum Vorjahr). Gegenüber dem Jahresende 2025 ergibt sich ebenfalls ein Plus von 5% – ein Hinweis darauf, dass STRABAG auch ohne sofortige Ergebnisbestätigung kontinuierlich Arbeit für die nächsten Monate und darüber hinaus sichert.

  • Auftragsbestand: 33.062,79 Mio. EUR (+18% ggü. 1Q 2025)
  • Starke Zuwächse: Americas sowie Österreich, Tschechien und Deutschland
  • Beobachtung: International + Sonderdivisionen mit deutlichem Auftragsanstieg, während die Leistung im Quartal dort leicht unter Vorjahr lag

Beim Auftragseingang nennt das Unternehmen unter anderem Mining-Verträge in Chile im Umfang von rund 800 Mio. EUR sowie größere Projekte für Mobilitätsinfrastruktur in Tschechien, Slowenien und Polen. In Österreich wurden u. a. ein Bildungscampus im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projekts sowie ein Rechenzentrum gewonnen. Deutschland bezieht sich dabei insbesondere auf öffentliche und gewerbliche Hochbauprojekte, darunter das nachhaltige Stadtquartier B'Ella am Berliner Südkreuz.

Margen- und Investitionsbild: Guidance bleibt bestätigt

Für 2026 bestätigt der Vorstand die bisherigen Ziele: Die Leistung soll bei rund 22 Mrd. EUR liegen (rund +8% zum Vorjahr), die EBIT-Marge wird in einer Spanne von 5,0% bis 5,5% erwartet. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) sollen höchstens 1.500 Mio. EUR betragen.

Analysten-Einordnung: Die Bestätigung der EBIT-Margen-Spanne deutet darauf hin, dass STRABAG trotz Bauzeiten- und Witterungsschwankungen an der Preisdurchsetzung und Kostenkontrolle festhält. Für Anleger bedeutet das: Das robuste Wachstum im ersten Quartal ist nicht nur Mengen-, sondern auch Planungs- und Margen-getrieben, was die Glaubwürdigkeit der Jahresziele stützt. Gleichzeitig spricht der regionale Mix dafür, dass operative Schwankungen im Quartal zwar auftreten können, das Unternehmen aber über den Auftragsbestand und die geografische Breite gegensteuert.

Risiken: Geopolitik und Bauzyklus bleiben Faktoren

Als Unsicherheitsfaktor nennt STRABAG mögliche Auswirkungen des Iran-Kriegs. Das Unternehmen setzt – soweit möglich – auf Preisgleitklauseln in Verträgen und verfolgt eine lokal sowie langfristig ausgerichtete Beschaffungspolitik. Dennoch bleibt entscheidend, wie stark sich geopolitische Effekte auf Materialkosten, Logistik und Projektlaufzeiten übertragen.

Fazit & Ausblick

Das Trading Statement untermauert eine grundsätzlich stabile operative Entwicklung: Leistung steigt, der Auftragsbestand wächst kräftig und die 2026er Guidance bleibt bestätigt. Für die nächsten Schritte ist vor allem relevant, ob sich der wetterbedingte Projektstartverzug in den Folgemonaten normalisiert und wie sich die regionale Leistungslücke in einzelnen Segmenten weiterentwickelt.

Der nächste wichtige Marktimpuls dürfte mit der regulären Zwischenberichterstattung zum Halbjahr kommen, in der sich zeigen wird, ob Auftragszuwächse aus dem Quartal planmäßig in die Ergebnisrechnung übergehen.

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