SpaceX rückt mit neuem KI-Deal über 13 Mrd. Dollar dem 100-Mrd.-Umsatzziel näher

SpaceX AI Generated

Kurzüberblick

  • SpaceX hat Anfang September einen weiteren Vertrag über KI-Rechenleistung mit einem nicht genannten Kunden unterzeichnet.
  • Der Deal soll ab Dezember monatlich 1,1 Milliarden Dollar und damit rund 13 Milliarden Dollar annualisierten Umsatz bringen.
  • Finanzchef Bret Johnsen hält das Ziel eines annualisierten Umsatzes von 100 Milliarden Dollar bis Ende 2026 nun für noch wahrscheinlicher.
  • Die Verträge enthalten jedoch weitreichende vorzeitige Kündigungsrechte, wodurch ein Teil der geplanten Erlöse unsicher bleibt.

Marktanalyse & Details

Neuer KI-Vertrag erhöht Umsatzdynamik

SpaceX baut sein Geschäft mit Rechenleistung für Anwendungen der künstlichen Intelligenz weiter aus. Finanzchef Bret Johnsen erklärte auf einer Technologiekonferenz, dass das Unternehmen Anfang September einen Vertrag mit einem bislang nicht genannten Kunden abgeschlossen habe. Die Vereinbarung soll ab Dezember ein monatliches Volumen von 1,1 Milliarden Dollar erreichen. Auf zwölf Monate hochgerechnet entspricht das rund 13 Milliarden Dollar Umsatz.

Damit rückt SpaceX seinem Ziel näher, bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von 100 Milliarden Dollar zu erreichen. Eine solche Annual-Run-Rate-Prognose ist keine bereits erzielte Jahresleistung, sondern schreibt die Einnahmen eines kürzeren Zeitraums auf ein Gesamtjahr fort. Sie hängt deshalb maßgeblich davon ab, ob die Verträge tatsächlich über den gesamten Zeitraum laufen.

Starlink, KI und langfristige Rechenkapazität

Der neue Vertrag ergänzt bereits angekündigte Geschäftsbeziehungen mit großen KI- und Technologiekonzernen. SpaceX soll demnach Anthropic monatlich 1,25 Milliarden Dollar bis Mai 2029 und Google ab dem kommenden Monat 920 Millionen Dollar monatlich bis Juni 2029 in Rechnung stellen. Im Juli wurde zudem ein Vertrag über 6,7 Milliarden Dollar für sechs Monate bekannt; der Kunde wurde nicht genannt.

Der Hintergrund ist ein struktureller Engpass bei Rechenkapazität. KI-Unternehmen benötigen für Training und Betrieb ihrer Modelle immer mehr leistungsfähige Infrastruktur. SpaceX versucht, diese Nachfrage mit seinem Ausbau von Cloud- und Rechenzentrumsangeboten zu bedienen und das Geschäft damit über den klassischen Raketenstart- und Starlink-Umsatz hinaus zu diversifizieren.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass SpaceX seine Bewertung zunehmend auf wiederkehrende Technologieerlöse und nicht nur auf das Raumfahrtgeschäft stützen kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zugleich, dass die Qualität der Umsatzprognose entscheidend ist: Die gemeldeten Milliardenbeträge wirken beeindruckend, sind aber wegen der Kündigungsrechte und des frühen Ausbaustadiums nicht mit gesicherten, dauerhaft erzielten Erlösen gleichzusetzen.

Eine Schätzung von Edison Yu von der Deutschen Bank setzte die Umsatzrate von SpaceX im Juni-Quartal auf 31 Milliarden Dollar. Yu hielt das 100-Milliarden-Dollar-Ziel zuletzt dennoch für erreichbar und verwies vor allem auf das sogenannte Neocloud-Geschäft sowie den Beitrag des übernommenen Start-ups Cursor. Der neue Vertrag würde die rechnerische Umsatzbasis von SpaceX ab Dezember deutlich anheben.

Wichtiges Risiko: vorzeitige Vertragsenden

Johnsen zufolge erlauben nahezu alle Verträge über Rechenleistung beiden Seiten, die Vereinbarung bereits nach wenigen Monaten vorzeitig zu beenden. Das schafft für SpaceX ein erhebliches Ausführungsrisiko: Werden mehrere Kundenverträge gekürzt oder beendet, könnte die tatsächliche Umsatzrate deutlich unter der aktuellen Planung liegen.

Der Finanzchef begründet diese Flexibilität mit dem Eigenbedarf von SpaceX. Das Unternehmen benötige selbst erhebliche Rechenkapazität für Training und Betrieb eigener Produkte und wolle sich nicht langfristig durch externe Abnahmeverträge einschränken lassen.

Fazit & Ausblick

Der neue KI-Vertrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum 100-Milliarden-Dollar-Umsatzziel für Ende 2026. Entscheidend werden nun der tatsächliche Start der monatlichen Zahlungen ab Dezember, die Beständigkeit der bestehenden Verträge und der weitere Ausbau der Recheninfrastruktur sein. Anleger sollten daher nicht nur auf die annualisierte Zielgröße, sondern auch auf Vertragslaufzeiten, Kündigungen und realisierte Quartalsumsätze achten.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

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